Neue Medien

  • YouTuber Neistat war mit seiner App so erfolgreich, dass CNN das Unternehmen schluckte um neue User zu generieren. Der Versuch wurde nun beendet

  • Mehrspurige Datenhighways?

    Anfangs waren die Bandbreiten noch zu dünn, um Video in DVD Qualität über das Internet zu schicken, inzwischen wimmelt es nur so von IP-Netzen mit hohen Bandbreiten. Dafür kommen aktuel ADSL und VDSL Kupferkabel und manchmal auch Glasfaserkabel (Fiber) zum Einsatz.

    Die aktuelle Lösung, Video über Kupferkabel zu senden, bedeutet, dass die Inhalte  datenkomprimiert werden, eine Variante, die mit den stetig optimierten Algorithmen ebenfalls weiterentwickelt wird. Neben den klassischen Telefon,- und Kabelfernsehanbietern leiten auch die Stromversorger über ihre Stromnetze Internet-Daten weiter.

    Die dritte Alternative ist Internet per Satellit, wobei die Auswahl und Anforderung von Inhalten klassisch über ein Modem erfolgen muss.

     

    Wünsche der Zuschauer

    Diese Entwicklung kommt den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauer entgegen. Viele möchten sich nicht mehr reglementierten Programmschemen unterwerfen, sondern selbst bestimmen, wann sie was sehen möchten.

    Das Freizeitverhalten vor allem der jüngeren und mittleren Generation hat sich durch die vielfältigen Angebote so stark verändert, dass der klassische Abend vor dem Fernseher nicht mehr die Regel ist. Das bekommen die Fernsehveranstalter in Form von sinkenden Einschaltquoten mehr und mehr zu spüren.

     

    Zeitversetztes Sehen oder auch Filme auf Abruf werden die Fernsehwirklichkeit der Zukunft immer mehr bestimmen. Mancher spricht auch schon vom nahenden Ende der klassischen Fernsehanbieter.

     

    Videothek aus dem Kabel- Kurzer Rückblick auf die Anfänge

    Für Video on Demand gibt es bereits diverse Anbieter, allen voran die großen Telefongesellschaften. Das war lange nicht selbstverständlich, hier gab es diverse Pioniere:

    FastWeb verfügte in Italien über ein Netz, welches schnelles Internet und TV über eine einzige Verbindung ermöglichte. Es bot diverse, sogenannte Mehrwertdienste, wie Fernsehen über das Breitbandnetz an. Wie in vielen anderen Netzen spielen Pay-TV-Fußballkanäle eine wichtige Rolle. Die Kunden können unter 120 Fernsehprogrammen in Rom, Neapel, Turin, Mailand und Genua wählen. FastWeb war der weltweit erste Netzbetreiber, der Fernsehen über ADSL-Leitung anbietet. Damit steht das Unternehmen in direkter Konkurrenz zu Kabelfernsehen oder Satellitenübertragung. Das System scheint sich zu bewähren, die Kundenzahlen erhöhen sich von Jahr zu Jahr um über 200 %.

     

    Die Kingston-Company gehörte ebenfalls zu den europäischen Pionieren des IP-Fernsehens. Für  £50 Anmeldegebühr und  £6 monatlich kann der Kunde ein Grundpaket mit den ITV und BBC Kanälen beziehen. Für £15 im Monat gibt es bis zu 60 Kanäle. Nach eigenen Angaben der Firma ist die monatliche Kundennachfrage momentan höher, als die Zahl der Anschlüsse, die zur Verfügung gestellt werden können.

    Die Telekom Austria warb für ihr Breitband-Fernsehen ganz offen damit, genau die immer schwerer wiegenden Nachteile des herkömmlichen Fernsehens zu umgehen. Da ist von Multimedia Erlebnis die Rede, davon, dass man den täglichen Kampf um die TV-Fernbedienung und lähmende Werbepause vergessen könne. Die Telekom bot sogar Serverplatz zur Aufzeichnung von Inhalten an, damit die Kunden ihr Fernsehprogramm selbst gestalten können.

     

    Interaktivität

    Insbesondere Multimediaanwendungen wie Interaktives Fernsehen oder Online-Games profitieren von den erweiterten Bandbreiten und machen die Netzbetreiber indirekt zu Programmveranstaltern. Noch rätselt die Mehrzahl der Programmentwickler, wie denn die Killerapplikation im interaktiven Fernsehen aussehen könnte. Die meisten Entwicklungen gehen doch eher in Richtung Shop-Systeme.

    Internet und klassische Programmdistribution wachsen mehr und mehr zusammen, die Reaktionen auf Programminhalte via Chat oder Mail werden direkter, der Zuschauer beteiligt sich verstärkt an der Gestaltung. Die meisten Flat-Screen Fernseher haben Internetzugang und erlauben IT TV.

    In den USA sind bis zu 30 Millionen Haushalte an IP- basiertes Breitband-Fernsehen angeschlossen, das Projekt heißt „Lightspeed“ und ist mit milliardenschweren Investitionen verbunden. Über allem schweben Begriffe wie "Cross Media" oder "Transmedial", ob man die Zuschauer wirklich so aktivieren kann, wie gewünscht, wird sich zeigen, noch gibt es mehrheitlich Konsumenten, die sich passiv vor dem Bildschirm eher entspannen wollen.

    Bereits 2015 gehen etwa 25% des weltweiten Traffics im Internet auf das Konto von Netflix & Co. Tendenz steigend.

     

    Nebenwirkungen

    Moderne Internetfähige Flatscreens sind zugleich auch ohne dass der Zuschauer das weiß oder möchte, spionagefähig. Sie senden an die Server der Hersteller oder auch Programmanbieter und nicht zu vergessen an Google Informationen über die gewählten Programme oder zusätzlich angeschlossene USB Geräte. Es ist davon auszugehen, dass hier beispielsweise auf eine andere Weise als bisher, Einschaltquoten ermittelt werden. Und ganz nebenbei wird sich wahrscheinlich das gleiche Spiel wie beim Internet am Computer auch am Fernseher entwickeln,- maßgeschneiderte Werbung für den Zuseher. Oder vollständige Überwachung der Sehgewohnheiten. Wer viele Autosendungen schaut wird viel Autowerbung zu sehen bekommen. Und wer viele Soaps schaut kriegt noch mehr davon. So einfach ist das.

  • Handy hochformat 500Ja, es ist unfilmisch und nein, Filmemacher drehen nur ungern so und doch gibt es sie Millionenfach. Was muss man bedenken?

  • Breites Band

    Breitband_Netze

    Im Moment sieht es so aus, als wenn Lichtleiter die Zukunft des IP- gestützten Fernsehens sein werden

    Noch sind die Bandbreiten etwas zu dünn, um Video in DVD Qualität über das Internet zu schicken, doch beinahe alle   Netzbetreiber arbeit

    Eine zweite Alternative, Video über Kupferkabel zu senden, bedeutet, dass die Inhalte stark datenkomprimiert werden, eine Variante, die mit den stetig optimierten Algorithmen ebenfalls weiterentwickelt wird.

     

    Die dritte Alternative wäre Internet per Satellit, wobei die Auswahl und Anforderung von Inhalten klassisch über ein Modem erfolgen muss. 

     

    Wünsche der Zuschauer 

    Diese Entwicklung kommt den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauer entgegen. Viele möchten sich nicht mehr reglementierten Programmschemen unterwerfen, sondern selbst bestimmen, wann sie was sehen möchten.

     

    Das Freizeitverhalten vor allem der jüngeren und mittleren Generation hat sich durch die vielfältigen Angebote so stark verändert, dass der klassische Abend vor dem Fernseher nicht mehr die Regel ist. Das bekommen die Fernsehveranstalter in Form von sinkenden Einschaltquoten mehr und mehr zu spüren.

    Zeitversetztes Sehen oder auch Filme auf Abruf werden die Fernsehwirklichkeit der nahen Zukunft bestimmen. 

     

    Videothek aus dem Kabel

    Für Video on Demand gibt es bereits diverse Testreihen, an denen mehrer 100.000 User beteiligt sind. Fastweb in Italien, die Kingston Company in England oder die Telekom Austria etwa in Kärnten bieten ihren Kunden bereits IP-Netze der nächsten Generation an. 

     

    FastWeb verfügt in Italien über ein Netz, welches schnelles Internet und TV über eine einzige Verbindung ermöglicht. Es bietet diverse, sogenannte Mehrwertdienste, wie Fernsehen über das Breitbandnetz an. Wie in vielen anderen Netzen spielen Pay-TV-Fußballkanäle eine wichtige Rolle. Die Kunden können unter 120 Fernsehprogrammen in Rom, Neapel, Turin, Mailand und Genua wählen. FastWeb ist der weltweit erste Netzbetreiber, der Fernsehen über ADSL-Leitung anbietet. Damit steht das Unternehmen in direkter Konkurrenz zu Kabelfernsehen oder Satellitenübertragung. Das System scheint sich zu bewähren, die Kundenzahlen erhöhen sich von Jahr zu Jahr um über 200 %.

     

    Die Kingston-Company gehört ebenfalls zu den europäischen Pionieren des IP-Fernsehens. Für  £50 Anmeldegebühr und  £6 monatlich kann der Kunde ein Grundpaket mit den ITV und BBC Kanälen beziehen. Für £15 im Monat gibt es bis zu 60 Kanäle. Nach eigenen Angaben der Firma ist die monatliche Kundennachfrage momentan höher, als die Zahl der Anschlüsse, die zur Verfügung gestellt werden können.

     

    Die Telekom Austria wirbt für ihr Breitband-Fernsehen ganz offen damit, genau die immer schwerer wiegenden Nachteile des herkömmlichen Fernsehens zu umgehen. Da ist von Multimedia Erlebnis die Rede, davon, dass man den täglichen Kampf um die TV-Fernbedienung und lähmende Werbepause vergessen könne. Die Telekom bietet sogar Serverplatz zur Aufzeichnung von Inhalten an, damit die Kunden ihr Fernsehprogramm selbst gestalten können.

     

    Interaktivität

    Insbesondere Multimediaanwendungen wie Interaktives Fernsehen oder Online-Games profitieren von den erweiterten Bandbreiten und machen die Netzbetreiber indirekt zu Programmveranstaltern. Noch rätselt die Mehrzahl der Programmentwickler, wie denn die Killerapplikation im interaktiven Fernsehen aussehen könnte. Die meisten Entwicklungen gehen doch eher in Richtung Shop-Systeme. 

     

    Internet und klassische Programmdistribution wachsen mehr und mehr zusammen, die Reaktionen auf Programminhalte via Chat oder Mail werden direkter, der Zuschauer beteiligt sich verstärkt an der Gestaltung. 

     

    In den USA sollen bis 2007 bis zu 18 Millionen Haushalte an IP- basiertes Breitband-Fernsehen angeschlossen sein, das Projekt heißt „Lightspeed“ und ist mit milliardenschweren Investitionen verbunden. 

     

  • Film und Fernsehen

    Funkturm

    Zahlreiche Antennen eines Funkturms

    Das Fernsehen war in seiner heutigen Form neben Print-Erzeugnissen das wohl bedeutendste Massenmedium unserer Gesellschaft im 20 ten Jahrhundert, inzwischen wird es vom Internet überholt und kämpft mit schleichendem Zuschauerschwund, dennoch ist seine Bedeutung nach wie vor groß. Was man aber häufig vergisst: Die heutige Ausprägung ist noch relativ jung.

     

    Rückblick

    Als Erfinder der Technik „Fernsehen“ gilt gemeinhin Paul Nipkow, der 1884 ein Patent für elektrische Bildübertragung erhielt. Damit ist die Technik etwa genauso alt wie der Film. Doch als Massenmedium konnte der Fernseher sich erst lange zeit später etablieren. Zum einen weil die Nipkow-Technik zunächst nur magere Ergebnisse (24, später 48 Bildzeilen) bescherte, zum anderen weil es die finanziellen Situation der Massen nicht zuließ, vielen Menschen Zugang zur Technik zu verschaffen.

     

    Die Entwicklung des zunächst nur visuellen Mediums Film beschränkte sich damit gut 50 Jahre lang auf das Kino, aber natürlich nicht nur auf Kinofilme. Da das Kino bis zum dritten Reich das einzige verbreitete Medium „mit bewegten Bildern“ war, entstanden hier sowohl fiktionale als auch nicht-fiktionale Werke aller Genres.

     

    Im dritten Reich und zeitgleich auch in Amerika und anderen Ländern wurde das Fernsehen technisch weiterentwickelt. Zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin konnten 441 Bildzeilen (PAL hat 576 Zeilen) bei 25 Bildern pro Sekunde übermittelt werden. Das Publikum stellten die Fernsehstuben, aber an terrestrische Funkausstrahlung war noch nicht zu denken und die Kosten für Fernseher überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der meisten Privatleute. Folglich hielt sich die Zahl des Massenpublikums mit etwa 5.000 Personen zu Spitzenzeiten in Grenzen.

     

    Ein weiteres technisches Problem war, dass bis dato nur live gesendet werden konnte. Eine Möglichkeit, das gefilmte Material magnetisch zu speichern, gab es nicht. Die einzigen Aufnahmen, die ihre Ausstrahlung überdauerten und zum Teil heute noch erhalten sind, entstammen Filmkameras spezieller Übertragungswagen, die den Film in kürzester Zeit entwickelten und für die Fernsehübertragung abtasteten.

     

    Durchbruch

    Stuhl mit Fernseher

    Der 2. Weltkrieg verhindert schließlich die Serienproduktion eines Volksempfängers. Nach dem Krieg feiert das Fernsehen 1950/51 mit der Gründung der ARD in Deutschland seinen Durchbruch. 1963 kommt das ZDF als zweiter öffentlich-rechtlicher Sender hinzu. Entsprechend der rasanten Verbreitung des Fernsehens verliert das Kino seine frühere Bedeutung als Unterhaltungs- und Informationsmedium.

     

    1984 verlieren schließlich die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Monopol. RTL sendet über die Kabelnetze, gefolgt von Sat 1 1985. Eigentlich noch gar nicht so lange her...

     

    Auch wenn sich die optische Erscheinung verändert hat und gerade in letzter Zeit „ständig neue Formate erfunden“ werden – das Programm hat sich seit den Anfängen der ARD nicht wesentlich verändert. Bereits in deren ersten Jahren gab es nämlich Nachrichten, Sport, Magazine, Talkshows, Rateshows, Kabarett, Filme und Fernsehspiele – nur die Namen der Formate lauteten anders. Selbst Eduard Zimmermanns "Aktenzeichen XY" hatte mit einer Fahndungssendung in der ARD bereits einen Vorgänger.

     

    Live-Übertragungen von Gerichtsverhandlungen waren damals noch nicht so beliebt wie heute, aber wenn ausnahmsweise aus einem Gericht berichtet werden durfte, war die Verhandlung dafür echt. Die größten Veränderungen, die der private Rundfunk mit sich brachte, ist der Kampf um Einschaltquoten und damit die Anpassung des Tagesprogramms an den Zuschauer – ganz gleich ob er das will oder nicht.

     

    Ausblick

    Heute leben wir im 21. Jahrhundert und damit bereits in der Zukunft vieler alter Science-Fiction-Abenteuer. Wir stehen gerade an einer Schwelle, in der sich die Struktur des Fernsehens in eine globale und für (beinahe) alle Formen der Kommunikation offene Struktur der Datenübertragung und damit der Kommunikation einfügt, das Datennetz welches wir als Internet kennen. Immer weniger Menschen wollen sich diktieren lassen, wann sie welche Inhalte (Filme) anschauen, das bringt die alten Fernsehstrukturen ins Wanken.

     

    Auf alle Fälle dürfen wir gespannt sein, welche Veränderungen uns in den nächsten Jahren erwarten, egal ob es um Pay-TV, Video on Demand, das individuelle Fernsehen, interaktive Möglichkeiten oder das Kino geht. Vielleicht wird das inzwischen audiovisuelle Medium des Filmes noch um die eine oder andere Form der Sinneswahrnehmung bereichert – das Geruchskino war nicht gerade ein durchschlagender Erfolg, aber Pilotversuche für die Übertragung haptischer (fühlbarer) Reize versprechen, dass auch die Zukunft des Fernsehens – oder wie immer es dann heißen mag – interessant bleibt. Inwieweit die Inhalte davon profitieren werden, steht freilich auf einem anderen Blatt.

     

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    Natürlich gehört zum Knowhow über Medien auch technisches und gestalterisches Hintergrundwissen.

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Licht, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

     

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Workshops 2019

Viel Kreatives vor? Mit Movie-College Hands-On Workshops Filmlicht, Filmton/Location Sound, Kamera, Drehbuch u.v.a, kann man sein Knowhow spürbar verbessern und stärkere Filme machen.

 

26-10--2019 12:00 pm - 27-10--2019 16:00 pm

09-11--2019 12:00 pm - 10-11--2019 16:00 pm

30-11--2019 12:00 pm - 01-12--2019 16:00 pm