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Anpassungen

Es wird ungemütlich bei den Streaming Diensten,- Preiserhöhungen lauern hinter jeder Ecke. Die Nachrichten, vor allem aus den USA, was die Streaming Anbieter angeht, klingen nicht wirklich gut. HBO / Warner Bros / Discovery sagt diverse Kinofilme und Serien ab, Amazon Prime wird fast eine Milliarde Dollar Minus machen für Kinoprojekte. Netflix Aktie ist dramatisch gefallen, weil Erwartungen der Marktentwicklung nicht erfüllt wurden.

Ganz gleich, welcher Anbieter, Netflix , Hulu , Disney Plus,  Apple TV Plus etc. haben alle Preiserhöhungen angekündigt. Parallel dazu wird es bei diversen Anbietern Werbung geben um zusätzliche Einnahmen zu generieren, vermutlich werden nach und nach alle Anbieter diesen Weg einschlagen müssen. Netflix wird hier zwei parallele Angebote streamen, das teurere werbefreie und da preiswertere mit Werbung. Seit dem Start von Netflix hat sich der Abopreis nahezu verdoppelt. Außerdem will Netflix ab 2023 gegen die Mehrfachnutzung von Zugängen durch mehrere Personen vorgehen.

HBO Max and Discovery+ wurden zusamengeführt zu einem einzigen Streamingdienst, der möglicherweise MAX heißen soll. Auch Disney Plus hat die Preise erhöht, obwohl es ja auf eine große Bibliothek eigener Produktionen zurückgreifen kann und auch ein werbefinanziertel weiteres Preismodell wurde eingeführt. Amazon hat mit Freevee interessanterweise eine Plattform geschaffen, die komplett kostenfrei dafür aber voller Werbung ist. Damit unterscheidet es sich, bis auf die Non-Linearität kaum noch von Privatfernsehanbietern wie RTL, Pro7 oder SAT 1.

Man darf nicht übersehen, dass die Abozahlen sich nicht unendlich steigern lassen. Immer mehr Konkurrenzanbieter reduzieren zusätzlich die Zahl der möglichen Kunden, Steigerungsraten von 1-2 % oder gar rückläufige Entwicklungen sind derzeit die Regel. Zudem wandelt sich der Markt. Anbieter, die lange Zeit ohne Gewinne gearbeitet haben um eine gewisse Marktmacht zu erlangen, versuchen nun ihr Geschäftsmodell in die schwarzen Zahlen hinein zu bewegen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Kosten, um hochwertige Inhalte zu produzieren sind sehr hoch und die Streaming-Anbieter lizensieren ihre Produkte nicht an andere TV Anbieter, es gibt also keine Rückflüsse durch Weiterverkäufe. Man könnte auch sagen, dass Streaming den Kinderschuhen entwachsen ist.

 

Alleinstellungsmerkmale

Allen Streaming-Diensten ist gemeinsam, dass sie irgendwann mit günstigen Preisen die Abonennten angelockt haben und nun nach und nach die Preise anheben. Da alle Streaming-Anbieter dies gleichermaßen zun, müssen sie sich nicht fürchten, dass die Zuschauer*Innen zu preiswerteren Anbietern wechseln werden. Trotzdem gibt es nicht wenige Analysten, die vermuten, dass es in nicht allzu ferner Zukunft verstärkt Kündigungen geben wird, weil Kund*Innen sich nicht einfach unbegrenzt auf regelmäßige Preiserhöhungen einlassen werden.

Dies wird umso wahrscheinlicher, wie viele Anbieter keinen sichtbaren Mehrwert mit den den Preiserhöhungen verknüpfen. Im Gegenteil, einige von ihnen, wie etwa HBO Max / Warner Bros. Discovery streichen laufend angekündigte oder sogar schon abgedrehte Filme um Geld einzusparen.

All dies ist sehr irritierend, denn eines der Abgrenzungsmerkmale des Streamings von werbefinanziertem Fernsehen ist, dass Zuschauer*Innenohne Unterbrechung ihre Lieblingsserien, -filme und Shows anschauen können. Je mehr Werbung in den Streaming Angeboten landet, desto größer das Risiko, dass man sie nicht mehr sehen möchte. Gerade Kund*Innen, die neben den unvermeidlichen Fernsehgebühren auch für ein Streaming-Abo bezahlen, sind kaum bereit, alle 15 Minuten einen Werbespot ansehen zu müssen. Die optimale Dosierung der Werbeanteile kann hier Match- entscheidend sein.

Für die Werbeindustrie ist das sicherlich anders, die freut sich, nun all die Zuschauer*Innen erreichen zu können, die Werbung eigentlich vermeiden wollten,- doch der Schuss kann leicht nach hinten losgehen. Man darf gespannt sein, wie tolerant die Abonennten der Streaming-Anbieter tatsächlich auf Preiserhöhungen und Werbung reagieren werden. Vielleicht schaut man sich auch irgendwann die überwiegend werbefreien Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender plötzlich mit anderen Augen an...

Es sind also schwierige Zeiten für die Streaming-Anbieter, schließlich haben sie über eine lange Zeit hinweg das Vertrauen der Zuschauer*Innen in die Qualität und Güte ihrer Angebote aufgebaut und können nicht riskieren, dies durch zu harte Programm-Kürzungen über Nacht wieder zu verlieren. Sie haben so viel Zeit und Aufwand investiert, ihre Position im Markt aufzubauen, dass sie ihre Entscheidungen nicht einfach auf Basis von Bilanzen treffen können, sie müssen auch die Inhalte, ihr Image und ihre Community im Auge behalten.

 

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