Die Consumer -Elektronikmesse zeigt vom 6. bis 9. Januar 2026 neben vielen Neuvorstellungen des Alltags vor allem auch für normale User kaum erreichbare Spitzenleistungen der Technologie. Man muss sich das ein wenig wie eine viel größere "Funkausstellung" vorstellen, eine Leistungsshow der Elektronikindustire unterschiedlichster Branchen.
Auf der diesjährigen CES werden auch wieder riesige Flatscreens mit höherer Auflösung und größerer Farbtiefe präsentiert, als das menschliche Auge sie wahrnehmen könnte und Designer-Lautsprecher die explizit für millionenschwere Lofts gedacht sind. Vieles davon wird vermutlich nicht einmal in Serie gehen.
Künstliche Intelligenz dominiert
So wirklich große Überraschungen erwartet eigentlich niemand, das liegt auch daran, dass all die großen Konzerne eigentlich das ganze Jahr über permanent Pressemitteilungen herausschicken, in denen sie mitteilen, was sie gerade entwickeln. Das tun sie einerseits um Ihren Führungsanspruch in Technologie zu behaupten, vor allem aber auch um ihre Aktionäre bei Laune zu halten. Denn auch in der Consumer-Elektronik steckt inzwischen fast überall Künstliche Intelligenz drin und die Frage ob diese auch als Geschäftsmodell tragfähig oder nur eine Bubble ist, lässt sich aktuell gar nicht beantworten.
Natürlich hat Nvidias CEO Huang die Gelegenheit seiner Keynote auf der CES genutzt, öffentlich zu machen dass die sogenannten Vera-Rubin-KI-Prozessoren in Produktion gehen. Diese Chips besitzen zwei GPU-Dies sowie eine Vera-CPU was sie leistungsfähiger als der Vorgänger GB 200 macht. Diese Prozessoren werden allerdings in Consumer Grafikkarten kaum eine Rolle spielen, es werden die KI Rechenzentren sein, in denen sie massenhaft Verwendung finden werden.
Zudem hat Huang Ein KI Modell für autonome Autos namens Alpamayo vorgestellt. Dank der erweiterten KI Fähigkeiten soll das System erweiterte vorausschauende Funktionen besitzen und sich dadurch von anderen autonomen Systemen durch mehr Sicherheit auszeichnen.
Wo die KI fast ein Gesicht bekommt, ist die Robotik, genauer gesagt, im Markt der humanoiden Haushaltsroboter, der aktuell von Chinesischen Herstellern dominiert wird. Doch auch die Koreaner, allen voran LG bringen mit „CLOiD“ beeindruckende technische Umsetzungen hervor.
Auch die Computerbranche stellt neue Geräte mit besserer Prozessoren wie etwa Intels Core Ultra 300 oder dem Snapdragon X2 Elite vor. Und auch von AMD werden zumindest attraktive Vorankündigungen erwartet. Allerdings werden die aktuelle Engpässe bei RAM und VRAM die Feierlaune wohl etwas eintrüben.
Fernseher überall
Nachdem Samsung auf der CES 2025 mit Micro-RGB-LEDs vorgeprescht war, legt LG in diesem Jahr mit ähnlicher Technologie nach. Seine neuen Fernseher (LG Micro RGB evo) sollen den Adobe RGB Farbraum zu 100 Prozent in DCI-P3 abdecken und mehr als Tausend "Dimming Zones" für die Helligkeits,- und Kontrastkontrolle besitzen.
Sony, die sich bewusst von der OLED Technologie fernhalten, stellt ein neues RGB LED Panel vor, welches individuelle Mini LED als Hintergrundbeleuchtung in RGB einsetzt um ein helleres, farbechteres Bild erzeugen zu können, ohne die Gefahr von eingebrannten Bildelementen, wie es bei OLED vorkommen kann.
Inzwischen haben andere Fernsehhersteller Samsungs Konzept vom Bildschirm, der wie ein Bilderrahmen an der Wand hängt, aufgegriffen. Sie bieten zusätzlich Schnittstellen zu Alexa an und sie sind preislich günstiger als die Originale.
Von Samsung kommen neue Tonsysteme, die Q-Serie Soundbars, die versprechen, einen "cineastisch inspirierten" Klang abzuliefern. Auch für ein bekanntes Problem von OLED Displays, die etwas unsaubere Textdarstellung, hat Samsung offenbar eine Lösung gefunden. Durch eine neuartige, vertikale Subpixel-Anordnung sind die RGB-Pixel statt wie bisher dreieckig, nun untereinander angeordnet, was die Schriftdarstellung optimiert. Das System wird zunächst in Computermonitoren, später auch in TV Flatscreens zur Anwendung kommen.
Wem all das nicht genügt und wer nach höherem strebt, findet auf der CES natürlich auch Entwürfe von e-Autos, Wohnmobile, Saugroboter die Treppen steigen können und,- warum auch immer in den USA scheinbar gefragt,- schusssichere Hundetüren mit Smart Home Steuerung.

