MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Baden PARDO Pedro 01

© Erik Johansson

 

Die Spitzenleistungen aktueller Fotografie zeigt das Festival (2022 ist die achtzehnte Ausgabe) in zahlreichen Ausstellungen vom 6. Juni bis zum 16. Oktober in Baden, in der Nähe von Wien. Wenn es gilt, das ungewöhnlich ambitionierte Festival zu beschreiben, verfällt man rasch in Superlative. Größtes Outdoor-Fotografie-Festival Europas. NORDWÄRTS! so lautet das Motto in diesem Jahr und bietet Gelegenheit die oft wenig bekannte schöpferische Kraft von Künstlern aus Nordeuropa hervorzuheben, die seit den Anfängen der Fotografie eine fast fleischliche Verbindung mit der Rauheit ihrer Heimat aufrechterhalten haben. Für die Bewohner Dänemarks, Finnlands, Islands,Norwegens und Schwedens sind die Einsamkeit und die wilde Natur ein wesentlicher Bestandteil ihrer Beziehung zur Welt. Sie beuten die Früchte der Natur nicht blindlings aus, sondern versuchen zu verstehen, wie alles funktioniert, und beobachten es mit einem fürsorglichen Auge. Ihr Wissen und ihr ständiger Wunsch, mehr über Flora und Fauna zu erfahren, führen dazu, dass sie sich sehr für die Achtung der Natur einsetzen.

Über Tausend Fotografien, einige bis zu 280 m2 groß werden auf 7 Kilometer Länge, choreographiert in zwei Rundgängen gezeigt. Parks, Gärten und das ganze Stadtzentrum werden für vier Monate zur Ausstellungsfläche der fotografischen Meisterwerke. Das Festival ist ein gemeinsames Kulturprojekt von La Gacilly / Bretagne und Baden / Niederösterreich.

 

Zahlreiche Rahmenprogramme

Baden Orangerie Luisa Doerr 2021

© Tiina Itkonen

 

Vorträge, Workshops, Kinoprogramme und andere Begleitveranstaltungen, ein Schulprojekt, ein Artist-in-Residence-Programm, Kollektive Vor-Ort-Fotografie-Projekte aller ausstellenden Fotografen, die Lange Nacht der Fotografie und vieles mehr feiern die kreative, die gesellschaftlich-politische Kraft der Fotofgrafie.

 

Das Motto des Festivals 2022

Baden GLOBAL PEACE PHOTO AWARD Anna Boyazis

© Sune Johnsson / Västerbottens Museum

 

Künstler:innen, die uns Skandinavien auf ganz besondere Weise näher bringen sind: Sune Jonsson, Pentti Sammallahti, Tiina Itkonen, Ragnar Axelsson, Tine Poppe, Sanna Kannisto, Erik Johansson,
Helena Blomquist, Jonas Bendiksen, Jonathan Nächstrand und Olivier Morin.

 

Ausstellungen

Baden CORRAL VEGA 01 4000

© Tine Poppe

 

Im zweite Erzählstrang des Festivals beleuchten zwei Ausnahmefotografen den Zustand unserer Umwelt: „This empty World“ von Nick Brandt ist eine eindrucksvolle Illustration einer Welt, in der für
Tiere, die von der zügellosen menschlichen Entwicklung überwältigt werden, kaum noch Platz zum Überleben ist. Es ist ein Werk, das uns Fragen zur Zukunft unserer Welt stellt. Und Mathias
Depardon zeigt mit „Die Tränen des Tigris“, dass der Garten Eden existiert – und in Gefahr ist. Das alte Mesopotamien verkörpert wahrhaftig den unermesslichen Reichtum der Wiege der alten sumerischen
und assyrischen Zivilisationen. Das am Zusammenfluss von Tigris und Euphrat gelegene größte Feuchtgebietsökosystem Westeurasiens, das 2016 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes
aufgenommen wurde, droht heute auszutrocknen. Abgerundet wird das Programm 2022 von den Arbeiten Österreichischer Fotografinnen von Weltrang: Inge Morath, Christine de Grancy und Verena Andrea Prenner – sowie einer fotografischen Würdigung zu „100 Jahre Niederösterreich“.

 

Baden LAMMERHUBER Lois 02 4000 Kopie

© Erik Johansson

 

Das Festival beweist einmal mehr, welche ungeheure Kraft Fotografien haben können und animiert zum Dialog über Themen wie Humanismus, Empathie, Zukunft, tolerantes Miteinander, Nachhaltigkeit und Diversität. Ein oder am besten mehrere Besuche lohnen sich also, der Eintritt ist frei.

Mehr Infos zum Festival findet Ihr hier: https://festival-lagacilly-baden.photo/

 

Banner K Kreativtraining pur 5000

Weitere neue Artikel

Sie ist eine der ältesten Techniken, um realistische Animationen zu schaffen: Die 1914 erfundene Rotoskopie.

Welche Weihnachtsfilme werden wohl in diesem Jahr auf uns herniederschneien? Wir haben Euch den ultimativen Timetable zusammengestellt....

Der Begriff klingt bescheiden. Was macht ihn so entscheidend für die Fähigkeiten und das Funktionieren von Technik?

In diesem Interview erzählt uns der Regisseur Kevin Koch ein paar Hintergründe zu der Entstehung seines Films "Prince de la Ville", der auf der FOFS 2025 gezeigt wurde.

Auf dem FOFS 2025 teilte der Regisseur Willy Fair seine Geheimnisse mit uns, wie sein preisgekrönter Film "Death's Peak" entstand.

Die Filmgeschichte war noch jung, als erste Stummfilme künstlich erschaffene Wesen als Thema entdeckten. Wie die Roboter im Kino Karriere machten...

Der Film "Jumah" erzählt von Xingyue, die sich in Zentralchina als Außenseiterin fühlt. Wir hatten beim FOFS 2025 Gelegenheit mit den beiden Regisseurinnen zu sprechen

Nicht immer braucht es ein hohes Budget um an der Kinokasse viel Geld einzuspielen. Welches waren erfolgreiche Low-Budget Filme?

Kurzfilme auf Filmfestivals einreichen ist gar nicht so einfach,- wie kann man seine Chancen verbessern?

Sie gehören untrennbar zur Ikonographie des Horrors: Zombies. Die Rückkehr der – nicht mehr ganz so frischen – Toten ist ein popkultureller Dauerbrenner.

Adobe baut seine Firefly KI zu einem Produktionszentrum aus und erfüllt damit viele Wünsche...

Wie KI den Filmbereich verändert, wurde auf einem Panel der Medientage 2025 mit Yoko Higuchi-Zitzmann und Max Wiedemann diskutiert.

Viele frühe Horrorfilme sind verschollen oder zerstört, doch einer der frühesten Horrorfilme, Edisons "Frankenstein" ist noch erhalten

An Profisets will man mit wenigen, leistungsstarken Akkus arbeiten. Wie es gelingt, alle Geräte von einem Akku aus zu versorgen...

Wie es kam, dass die frühen Filmemacher, den Horrorfilm entdeckten und wie daraus eine kommerzielle Erfolgsgeschichte wurde...

Kaum zu glauben, aber es gab nicht nur in den USA und England eine Phase, in der man massiv gegen Horrorfilme ankämpfte...

Der Film erzählt über die tschechoslowakische Künstlerin Perla. Wir hatten Gelegenheit mit Alexandra Makarová (Regie) und Simon Schwarz (Cast) zu sprechen

Man kennt VFX aus aufwändigen Effekten, doch viel häufiger werden einfach unnötige Fehler korrigiert...