Noch herrscht Goldgräberstimmung bei der Industrie und Firmen, die Hip sein wollen, geben VR Imagefilme in Auftrag. Bei Institutionen, Firmen aber auch Festivals ist man um Modernität bemüht und was liegt da näher, als Virtual Reality Filme zu produzieren? Doch auch inhaltlich orientierte Filme entstehen zunehmend, wobei attraktive Titel noch immer selten sind. So konnte man beispielsweise während des Sundance-Filmfestivals die 360 Grad Filme die im Festival zu sehen waren, online abrufen.

 

Noch fehlen die Vergleichsmöglichkeiten, noch tatsächliche Zuschauerbewertungen, oft genügt es den Firmen bereits, ein paar VR Brillen an ihren Messeständen aufzuhängen und "irgendwas mit VR" zu zeigen. Länger als ein paar Minuten behalten die Besucher die Brillen nicht auf, die meisten VR Filme sind eher kurz, unter 5 Minuten.

 

Filme bisher eher Zweitnutzung nach Games

Angesichts des akuten Mangels an Content wissen die Wenigsten, wohin die Reise gestalterisch gehen wird, wie lang und mit welchen Gestaltungsmöglichkeiten VR Filme sich am besten bei den Zuschauern bewähren werden. Und man darf nicht vergessen, dass die größtmögliche Interaktivität nur bei generierten Aufnahmen, also Games zu gewährleisten ist. Videos bauen daher vor allem auf das Erstaunen des Zuschauers über die neue 360 Grad Seherfahrung. Wie lange das reichen wird und wann wirkliche Dramaturgien folgen werden, wird sich zeigen.

 

Dokus eignen sich besser

VR Brille und Kopfhörer

Für Messen und Ausstellungsräume sind VR Brillen ein Anziehungspunkt

Die meisten VR Filme, die bisher gedreht werden, sind eindeutig Dokumentarfilme. Die Filmemacher platzieren die Kamera in der gewünschten Raumsituation, lassen sie laufen und entfernen sich selbst aus dem Bildraum. Die feste Einstellung ist de facto Standard, wenn die Kameras bewegt werden, wird den Zuschauern später schwindelig.

 

Es ist also eher eine Situation, die sich um die Kameras herum abspielt, welche in einem Take aufggenommen wird und die, wenn sie komplex und interessant ist, dem Zuschauer später interessant genug erscheint, sich die Situation aus verschiedenen Blickrichtungen vielleicht mehrmals anzuschauen.

 

Dies kann, insbesondere wenn man Ausnahmesituationen wie Menschen in Krisen, Not, Kriegssituationen zeigt, durch den immersiven Effekt, stärkere emotionale Beteiligung hervorrufen. Einige etwa von der UN finanzierte Filme beweisen dies eindrucksvoll. Aber auch Arbeitssituationen, komplexe Raumsituationen, Musikstudios, Künstlerateliers sind spannende Locations.

 

Realitäten auf der Nase

Auf der anderen Seite darf man auch nicht übersehen, dass der Zuschauer das Sichtgerät, eine nicht gerade unübersehbare Brille, die ganze Zeit auf der Nase trägt und einen Kopfhörer auf den Ohren. Erste VR Brillen, wie die HTC Vive spürt man nach kurzer Zeit recht deutlich, auch die Oculus Rift ist, obwohl sie leichter ist, schon ein Gerät. Hier werden sicher die Nachfolgemodelle leichter und natürlich auch preiswerter werden müssen.

 

Da wird sich mit Sicherheit noch Einiges tun. Für Viele ist es schlichtweg Neugier, mal zu erleben, wie derartige Rundum Filme aussehen. Ist der Vorrat an interessanten Videos erschöpft und ist man kein Gamer, dann legt man die Brille recht bald in die Schublade.

 

Wer also nicht vor lauter Hipness explodiert und die absolut neuesten Trends in Perfektion einkaufen muss, aber trotzdem VR erleben möchte, kann dies getrost auch mit Googles Cardboard oder Samsungs Gear VR Adapter für Handys tun und abwarten, was da in näherer Zukunft noch auf den Markt kommt.

 

Auch die Computerplattform ist anspruchsvoll. Die Brillenhersteller erwarten als Minimalanforderungen Computer mit NVIDIA GTX 970 oder AMD R9 290 Grafikkarte und mindestens einen Intel Core i5 4590.

 

Player zum Download für PCs

Player kann man downloaden. Beispielsweise den Video Stitch Player: http://vdstt.ch/playerwin

 

oder den Kolor Eyes Player für Windows 64 Bit: http://download.kolor.com/ked/stable/x64

 

oder den Kolor Player für Mac: http://download.kolor.com/ked/stable/mac

 

Weitere Player: RiftMax, 5KPlayer, Total Cinema 360 Oculus Player, LiveViewRift

 

Apps fürs Handy

Für Android Handys als VR Display eignet sich beispielsweise die VR Cinema app.

 

Für i-Phones eignet sich die VR One Cinema

 

Filme in 360 Grad

Eine interessante Plattform, auf der anspruchsvolle VR Filme zum Download zur Verfügung stehen ist VRSE. (https://vrse.com/)

 

Daneben bieten alle großen Video-Plattformen wie Youtube, Twitch und Vimeo 360 Grad Videos mit unterschiedlichstem Anspruch an.

 

Benutzt man VR Brillen, die Handys als Display verwenden, gibt es Apps wie MilkVR, Vrideo oder Littlstar, die täglich neue 360 Grad Videos vorstellen.

 

Beispielfilme:

 

"The Source" https://vrse.com/watch/id/221/

"Walking New York" https://vrse.com/watch/id/100/

"Smile more" https://vrse.com/watch/id/251/

"Clouds over Sidra" :https://vrse.com/watch/id/21

"Waves of Grace" https://vrse.com/watch/id/121/

 

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