Sensorreinigung

Wer gedacht hat, mit dem Wandel vom analogen Film hin zur digitalen Cinematographie wäre man ein für alle Male das Problem mit den Flusen im Bildfenster der Filmkameras losgeworden, wurde recht schnell durch die empfindlichen Kamerasensoren eines Besseren belehrt.

 

Und ausgerechnet das, was Kreative an einer Videokamera besonders schätzen, das geringe Auflagemaß erleichtert zugleich das Eindringen von Schmutzpartikeln. Längst nicht jede Videokamera verfügt über eine eingebaute Sensorreinigung (meist eine Ultraschallvibration des Sensorhalters).

 

Zwar sind die Sensoren so gut wie nie direkt frei zugänglich, sondern zumeist von einer Filterglasscheibe (Anti Alisingfilter) bedeckt, doch auf dem kann sich ganz vorzüglich Staub jeder Art niederlassen, der dann im Bild als mehr oder weniger großer dunkler Punkt sichtbar wird. Interessanterweise kann es sein, dass man diesen dunklen Punkt bei offener Blende gar nicht bemerkt, dafür aber beim Abblenden umso mehr.

 

Sensorreinigung

Bevor man dem Sensor mit Reinigungspads zu Leibe rückt, sollte man stets erst einmal versuchen, ob man den Staub nicht absaugen oder wegblasen kann. Bitte nie pusten, die Atemluft ist nie wirklich speichelfrei. Ein einfacher kleiner Blasebalg für Kameras kann Wunder wirken.

 

Wenn das nicht hilft, sollte man Plan B ins Auge fassen, hierfür gibt es spezielle Reinigungspads, sowohl trocken als auch schon mit Reinigungsflüssigkeit befeuchtet. Letztere sind natürlich deutlich teurer, man kann sich aber aus der Apotheke die notwendigen Zutaten für eine Reinigungsflüssigkeit besorgen. Im ersten Reinigungsgang kann man dann die Pads mit der Fluid verwenden, danach noch einmal vorsichtig trocken nachreinigen.

 

Rezeptur für Reiniger von Chip in Videokamera oder Fotoapparat: 60 % Isopropylakohol (100%ig) und 40% Reinigungsbenzin

 

(Die Zusammensetzung ist erprobt und bewährt, dennoch an dieser Stelle der Hinweis: Benutzung auf eigene Gefahr). Reinigen mit Holzstäbchen, umwickelt mit Reinigungsfliess