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Verschiedene Schriften über Wiesenbild

Anfangstitel können leicht die falsche Handschrift haben...

 

 

Der Titel im Film

Langweiliger Titel

Meistens beginnt man viel zu spät, sich Gedanken darüber zu machen. Zu intensiv steckt man in der Schlussphase des Schnitts und der Tonbearbeitung.

Meist reicht die Energie gerade noch, zu überprüfen, ob wirklich alle erwähnt wurden und ihre Namen vielleicht sogar richtig geschrieben sind. Selbstlos wie man ist, prüft man bei der Gelegenheit auch, ob das eigene Ego gebührende Nennung findet...

 

Aufmacher des Films...

Dabei sind die Titel die Visitenkarte und der Aufmacher des Films. Sie haben größten Einfluss darauf, welche Aufmerksamkeit der Zuschauer für Ihren Film aufbringen wird – ob er ihn überhaupt anschaut, den Kinosaal wieder verlässt oder auf ein anderes TV-Programm umschaltet.

Vielleicht sollten Sie sich viel früher schon Gedanken über die (Anfangs-) Titel machen, vielleicht sogar schon vor den Dreharbeiten...

 

Kreativität...

Ein Markenzeichen, dessen Schöpfer keiner kennt, sind zum Beispiel die Titelsequenzen der James-Bond Filme. Wer weiß schon, dass lange Jahre ein einzelner Graphiker und Künstler, Maurice Binder, dafür verantwortlich zeichnete?

Der gebürtige New Yorker studierte Kunst und begann mit Werbegrafik. Später wurde er Werbedesigner in Hollywood. Er arbeitete für Universal und Warner und begann 1950 Titel zu gestalten. Seine Bond-Titel wurden zum unverwechselbaren Erkennungszeichen.

 

Helltitle

Über Geschmack lässt sich streiten, doch dass Titel auch Artwork bedeuten können, steht wohl außer Zweifel

 

Nicht minder legendär war Saul Bass, der mit vielen großen Hollywood Regisseuren wie beispielsweise Alfred Hitchcock, Billy Wilder, Stanley Kubrick oder Martin Scorsese  zusammengearbeitet hat. Unvergesslich seine graphisch spannenden Aufmacher zu "North by Northwest" oder "Psycho". Der Gedanke, den Zuschauer mit der Titelsequenz in ungewöhnlicher Form auf Stimmung und Inhalt des Filmes einzustimmen, hat seine Arbeit bestimmt. Dabei arbeitete er mit verschiedensten filmischen Gestaltungsmöglichkeiten, auch mit Animationen, etwa in "Anatomy of a murder" oder "Around the world in 80 days" (die ursprüngliche erste Fassung). Einige seiner letzten Arbeiten in 40 Jahren Titeldesign waren "Cape Fear" sowie "Casino".

Ebenfalls weltbekannt war der ursprünglich aus Kuba stammende Pablo Ferro, der beispielsweise die Vorspänne zu "Dr. Strangelove", "Bullitt","Men in Black", "My Big Fat Greek Wedding" oder "Good Will Hunting" gestaltet hat.

Natürlich arbeiten unzählige andere ebenfalls daran, ausdrucksstarke Titel zu erschaffen.Blue VelvetSeven, Delicatessen und Vertigo sind nur einige weitere Beispiele herausragender Titel. Dass deren Produktion nicht immer billig war, steht auf einem anderen Blatt. Manche waren so teuer, dass man mit dem Etat einen Low-Budget-Film hätte produzieren können.

 

Titel im Low-Budget-Film

Aber auch mit weniger Budget kann man herausragende Titel herstellen. Wenn man mit den Schriften und dem Satzspiegel kreativ umgeht, mit Auf- und Abblenden, Überblenden von Schriften, mit farbigen Hintergründen arbeitet, so kann man großartige Wirkungen erzielen. Vorausgesetzt, man selbst, der Grafiker oder früher der Trickkameramann wissen, was sie tun.
Gemeint ist damit kein technischer Schnickschnack, kein optischer Wirbelsturm der den Zuschauer in die Sitze drückt, sondern eine wohlüberlegte Gestaltung der ersten Momente im Kino, nachdem das Licht ausgeht und der Film beginnt. Eben das, was die Zuschauer*Innen aus ihrem Alltag abholt und in den beginnenden Film hineinzieht.

Wichtig ist, etwas über Typographie und optische Wirkungen zu wissen. Und den an den Titeln Beteiligten zu vermitteln, worum es in dem Film geht und wie die Titel darauf abgestimmt werden können. Was möchte man emotional beim Zuschauer bewirken?

 

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