Die Firma hat eine unglaubliche Transformation vollzogen, vom Videokartenspezialisten zum Kamerahersteller. Wir stellen die wichtigsten Kameras vor.

 

Blackmagic URSA

URSA

(Foto: BlackMagic)

Dass BlackMagic nun auch eine Produktionskamera herausbringt, die ohne Cages und ettliche Zusatzteile das professionelle Videografieren ermöglicht, ist nur konsequent und der Name URSA verweist denn auch auf den von BlackMagic gekauften Hersteller professioneller Filmabtaster.  

 

Für knapp 6000 USD soll das gute Stück zu haben sein, wer statt des Canon-Mounts PL wünscht, muss noch 500 Dollar drauf legen. Aber insgesamt ist auch diese Neuvorstellung eine Kampfansage an die F5 und F55 aber vielleicht ein wenig auch an Arris Alexa, deren Design man durchaus durchspürt.

 

Ein riesiger Klappsucher soll die Bildkontrolle erleichtern. 4k sind selbstverständlich und ein APS-C Sensor zielt auf das Super-35mm-Format und die Verwendbarkeit der zahlreichen Kino-Objektive.

 

12-Bit Aufzeichnungen sollen möglich sein. Der Blendenumfang wird mit 12 Blenden angegeben. Man kann auch in Ultra HD oder HD in Apple ProRes™ aufzeichnen. Aufgezeichnet wird auf schnelle CF-Karten, für die zwei Slots zur Verfügung stehen. Damit werden bis zu 350 MB/s möglich.

Wie bei allen BlackMagic-Kameras ist selbstverständlich DaVinci Resolve im Preis inbegriffen.

 

BlackMacic Cinema

Überraschung vom Postpro-Ausrüster

Black Magic Cinema

Ein klassischer Postproduktions-Ausrüster steht in den Startlöchern, den Kameramarkt aufzumischen... (Foto: BlackMagic Design)

 

Juli 2012

Die Firma war schon immer für Überraschungen gut, vor allem wenn es darum ging, professionelle Videotechnik preiswert unter die geneigten Anwender zu bringen. Die Videokarten von BlackMagic haben den Markt aufgemischt und auch der im letzten Jahr vorgestellte HyperDeck Shuttle für nur kleines Geld war geeignet, die Welt der teuren externen Harddsikrekorder durcheinander zu bringen.

 

Der neueste Coup des Herstellers ist überraschend gar eine HD-Kamera, welche in 2K-Auflösung erstaunliche Fähigkeiten einmal mehr für kleines Geld anbietet. Die Kamera zeichnet auf den eingebauten SSD-Rekorder auf, im Prinzip die aus dem HyperDeck Shuttle bereits bewährte Technik, kann neben komprimierten Formaten (wie beispielsweise Apple ProRes und Avid DNxHD) auch in RAW aufzeichnen, bedient Canon- oder MFT-Mount-Objektive und wird per Touchscreen eingestellt.

 

Black Magic Cinema

Der rückseitige Touchscreen zur Bedienung der Kamera, (Foto: BlackMagic Design)

Ganze 13 Blendenstufen Belichtungsumfang bietet die neue Kamera und verarbeitet diese mit 12 Bit. Werden die Daten in RAW aufgezeichnet, hat man zur Farbkorrektur mit dem mitgelieferten DaVinci Resolve alle Optionen für professionelles Arbeiten zur Verfügung. Ebenfalls im Paket inbegriffen ist die Software Ultrascope; sie liefert zur perfekten Kontrolle Waveform, Vectorscope, Histogram etc. auf einem ggf. angeschlossenen Notebook etc. gleich mit.

Vom Look und Feel ähnelt die Kamera eher einem Fotoapparat, aber es wird sicher nicht lange dauern, bis entsprechende Cages von Drittanbietern genügend Möglichkeiten zum Ansetzen von Zubehör anbieten werden.

 

Hier unser Artikel zur Blackmagic Cinema

 

Anwendungsfreundlich auch die Philosophie, bei den Kabelanschlüssen durchweg auf Standard-Anschlüsse zu setzen. Mit knapp 3000 USD scheint die Kamera das Zeug zu haben, so manch anderen hochpreisigen Player das Fürchten zu lehren.

 

Blackmagic Pocket Cinema Camera

(Mai 2013)

Am 8. April 2013 hat Black Magic Design in Las Vegas ihre neuste Kamera vorgestellt und sorgte für großes Aufsehen. Wobei der Vorgänger schon recht klein war, handelt es sich hier um eine noch viel kleinere Variante, mit einer sagenhaften Länge von nur 128 mm und einem Gewicht von 350 Gramm. 

Blachmagic Pocket

(Foto: BlackMagic Design)

Das kleine Format erlaubt es, an Orten zu filmen, wo große Kameras keine Chance gehabt hätten und bietet somit neue Möglichkeiten. Außerdem beinhaltet sie so gut wie alle Funktionen ihres Vorgängers und bietet deswegen wieder einen beeindruckenden Filmlook, Präzision und cinematische Farben.

 

Die Pocket Cinema beinhaltet einen Super-16mm-1080HD-Sensor, 13 Blenden und ist kompatibel mit Mikro-3/4-Linsen. Zum Speichern wird eine SD-karte benötigt, wobei sie mit ProRes footages von 220 Mbps, 50 Minuten auf einer 64Gb SDXC Karte aufnehmen kann. Sie nimmt auf offenen Formaten, wie ProRes 422, auf, die sehr gut in Final Cut Pro X oder Avid Media Composer funktionieren.

Das Display ist ein 3,5 inch großer LCD-Bildschirm, über den man auch leicht die Menüs bedienen kann. Alle gängigen Standardanschlüsse wie mini jack mic/line audio in, micro HDMI output sind vorhanden.

 

Hier unser Erfahrungsbericht zur Blackmagic Pocket

Hier unser Artikel zur Tonaufnahme mit der Blackmagic Pocket

 

Man kann sagen, dass uns bestimmt interessante Filme, besonders in Hinsicht auf Dokumentarfilme und kleinere Spielfilme erwarten werden. Auch wird die Blackmagic Pocket Cinema Camera wohl für neue Filmer die Einsteigerkamera sein, denn mit so vielen Funktionen und so einer Qualität findet man wohl kaum etwas Vergleichbares zu einem Preis von gerademal US$995.