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Rosi stehend 2000

Francesco Rosi auf dem Münchner Filmfest 2001

 

Francesco Rosi

Rosi kam am 15. November 1922 in Neapel zur Welt. Seine Laufbahn begann er mitten in der Zeit des italienischen Neorealismus als Assistent von Luchino Visconti und wirkte bei Filmen wie "La Terra Trema" (1948) mit. Seine erste eigene Filmregie war 1958 mit "La sfida", ein Film über die italienische Camorra. In seinen wichtigsten Filmen der 60er und 70er Jahre erwies er sich als kritischer Filmemacher, der die gesellschaftlichen Missstände in Italien filmisch verarbeitete und der die vorherrschenden Machstrukturen in Frage stellte.

Francesco Rosi wählte für seine Filme eine fast dokumentarische Erzählweise. Er war einer der ersten Filmemacher, die diese, auch "cine-inchiesta" (Filmreportage) genannte Methode etablierte. Regisseure wie Martin Scorsese und Paolo Sorrentino haben sich durch seine Arbeiten inspirieren lassen.

 

Seine wichtigsten Filme als Regisseur:

  • La sfida (1958)
  • Wer erschoss Salvatore G.? (Salvatore Giuliano, 1961)
  • Hände über der Stadt (1963) mit Rod Steiger
  • Schöne Isabella (1967) mit Sophia Loren und Omar Sharif
  • Bataillon der Verlorenen (Uomini contro, 1970)
  • Il caso Mattei (1972)
  • Die Macht und ihr Preis (Cadaveri eccellenti, 1976)
  • Christus kam nur bis Eboli (1978) mit Gian Maria Volonté
  • Drei Brüder (Tre fratelli, 1981)
  • Chronik eines angekündigten Todes (Cronaca di una morte annunciata, 1987)
  • Palermo vergessen (1990) mit James Belushi

 

... als Regie-Assistent:

  • Die Erde bebt (1948) von Luchino Visconti
  • Kinder unserer Zeit (1952) von Michelangelo Antonioni

 

...als Drehbuchautor:

  • Bellissima (1951) von Visconti
  • Das Lied vom Verrat (1952)
  • Bigamie ist kein Vergnügen (Il bigamo, 1955)
  • Vier Herzen in Rom (Racconti romani, 1955)
  • Genie und Wahnsinn (Kean, 1956)

 

Francesco Rosi verstarb mit 92 Jahren am 10. Januar 2015 in Rom. Hier könnt Ihr unser Movie-College Interview mit dem Regisseur aus dem Jahr 2001 lesen.

 

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