
Es war die wohl ungewöhnlichste Literaturverfilmung, die das deutsche Fernsehen (SWR, Redaktion Susan Schulte) je mitproduziert hat, die DFFB zeigte "Franta" am 31. Mai.
Die weltweit erste Verfilmung von Ernst Weiß, einem Freund und Zeitgenossen Kafkas und Stefan Zweigs wurde zu einem gewaltigen gestalterischen Ausrufezeichen. Kostüme, Wände, ja ganze Landschaften wurden für "Franta" gefärbt und bemalt, alles ohne Compositing und Tricks, ganz real mit Farben und handwerklichem Know How.
Junge Nachwuchsschauspieler wie Jan Kurbjuweit (Franta), Nicole Ansari (Mascha), Daniela Lunckewitz (Vicky) und Sabine Gutberlet (Bäuerin) ließen sich auf den ungewöhnlichen Stoff, eine Parabel nicht nur auf den ersten Weltkrieg, sondern alle Kriege dieser Welt, ein.
Die Szenenbildnerin Annette Ganders, die Kostümbildnerin Ute Burgmann, der Maler Willy Regensburger, der Kameramann Immo Rentz, der mit der Steadicam ganz besondere Momente gestaltete und so viele Andere aus dem Team unterstützten die Vision des Regisseurs, Mathias Allary.

Dabei kam ein emotionales und visuelles Arthouse-Werk heraus, was bis heute in seiner Machart und Ausdruckskraft im deutschen Film nicht Vergleichbares fand. In Zeiten großer Unsicherheit unter Redakteuren und vorauseilendem Gehorsam, was die Quote angeht, kann man nur staunen, welches Risiko das deutsche Fernsehen einmal mit diesem mutigem Film eingegangen ist.
Der Film feierte seine Welturaufführung 1989 auf dem Münchner Filmfest, lief auf zahlreichen internationalen Filmfestivals und erhielt viele Auszeichnungen. Der Filmclub 35 K der DFFB zeigte den Film am 31. Mai 2018 um 19:30
