Schokolade, die auch unter dem heißesten Scheinwerferlicht nicht zum Schmelzen zu bringen ist?

Flaschen, die sich der Hauptdarsteller sorglos auf dem Kopf zerschlagen lässt und Holzmöbel, so leicht, dass ein dreijähriges Kind sie tragen kann.

Der Fachhandel bietet so manches Hilfsmittel an, womit die Dreharbeiten leichter von der Hand gehen.

Hilfsmittelchen:

Kunsteiskugeln, Kunstschokolade,
Eisschnee, Eiszapfen

Bierschaumstabilisator, Schwimmende Blasen,  Kaltes kochendes Wasser, Rauch ohne Feuer in versch. Farben, Feuer ohne Rauch

Wasserlachen, Feuerwerk, Gläser und Flaschen aus Zucker, Spinnweben

 

Tipps & Tricks

Es ist merkwürdig beim Film. Manche Effekte oder Hilfsmittel, die ein Requisiteur oder Ausstatter einfach nur im Laden gekauft hat, lösen beim Team große Bewunderung aus:

Die Schachtel voller Mücken, Fliegen oder Spinnen (kann sich jeder im Zoofachhandel für ein paar Euro selbst besorgen). Auch die anderen oben genannten Hilfsmittel – sie sind zwar etwas teurer, erfordern aber auch kein besonderes Know-how. Eigentlich muss man nur wissen, wo man sie kaufen kann.

 

Künstlicher Regen

Straßenkreuzung mit künstlichem Regen

Straßenkreuzung wird für Dreharbeiten mit künstlichem Regen bewässert

Dafür sind andere, scheinbar banalere, vom Team kaum beachtete Dinge, wie künstlicher Regen, viel schwieriger zu handhaben und erfordern tatsächlich eine Menge Erfahrung:

Die Regentropfen müssen größer sein als bei „echtem Regen“, damit die Kamera diese überhaupt aufzeichnen kann. Das Wasser darf nicht zu hoch sprühen (Rohre mit Löchern oder Feuerwehrspritzen), sonst fallen die Tropfen zu schnell.

 

Außerdem muss man beim Wechsel der Einstellungsgröße (Totale/Nahe) den Regen wieder neu anpassen, damit im geschnittenen Film der Eindruck einer einheitlichen Regensituation entsteht. Ein gutes Gefühl für den Eindruck von Tiefe, das Vorhandensein von Regen nicht nur im Vordergrund, sondern auch im Hintergrund ist ebenso wichtig. Ganz nebenbei muss auch noch darauf geachtet werden, dass das Regenwasser nicht mit der Lichtanlage in Berührung kommt.

 

Besonders beeindruckend sind natürlich die Tricks der Pyrotechniker. Um etwa bei simulierten Sprengungen den Eindruck herumfliegender Teilchen zu erzeugen, werden Korkkrümel und Stücke in die geplanten Sprenglöcher gestopft.

Wird dann die Detonation bei laufender Kamera gezündet, fliegen die (harmlos leichten) Korkteile nur so  durch die Gegend und lassen sich im Film von splitterndem Metall oder Steinbrocken nicht unterscheiden.