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Fernsehen

Dass die Streamingdienste wie Netflix russische Propagandakanäle (RT und Sputnik) gesperrt haben, ist naheliegend. Doch auch bereits geplante oder gedrehte Projekte, so genannte Netflix Originals, etwa eine Krimiserie unter der Regie von Dasha Zhuk, die bereits gedreht wurde, sind eingefroren worden.

Die BBC lizensiert keine Sendungen mehr an russische Medien, insbesondere nicht mehr an das russische Staatsfernsehen. Dies betrifft in Russland sehr beliebte Reihen wie ""Dancing with the Stars" und "The Green Planet" von David Attenborough oder auch die Serie "Sherlock".

 

Kino

Die Film,- und Medienkultur ächtet weltweit den Krieg gegen die Ukraine. Ab Anfang März 2022 stoppen amerikanische Filmkonzerne wie Disney, Sony Pictures und Warner Bros. die Kinostarts ihrer Filme in Russland. Das betrifft beispielsweise den bereits angekündigten und beworbenen Pixar Animationsfilm "Turning Red", Pixar gehört zu den Disney Studios,- den Marvel-Vampirfilm "Morbius" (Sony Pictures) und "The Batman" (Warner Bros.) 

Gleichzeitig haben die Hollywood-Riesen angekündigt, mit humanitären Hilfsorganisationen zusammenzuarbeiten, um den Opfern des Angriffskrieges zu helfen.

 

Festivals

Diverse internationale Filmfestivals haben bereits den Ausschluss von russischen Filmen verkündet. Gerade viele Künstler und Intellektuelle in Russland gehören nicht unbedingt zu den Unterstützern des Kriegsangriffs auf die Ukraine. Dass diese Maßnahmen unter Umständen Filmschaffende treffen, die ein kritische Haltung der russischen Regierung gegenüber haben, lässt sich nicht ausschließen. Festivals wie Cannes haben zwar kein pauschales Verbot ausgesprochen, haben aber explizit verkündet, dass sie keine russischen Delegationen oder Teilnehmer mit Verbindungen zur Regierung willkommen heißen. Auch Venedig versucht hier eher zu differenzieren. Filme von russischen Filmschaffenden, die sich gegen den Krieg positioniert haben, sollen in Venedig laufen dürfen.

Das "Series Mania" Festival in Lille hat jedwede russische Präsenz beim Festival ausgeschlossen und auch das Das Glasgow Film Festival in Schottland hat entschieden, die beiden ausgewählten russischen Filme aus dem Programm zu nehmen: Kirill Sokolovs „No Looking Back“ und Lado Kvataniyas „The Execution“.

 

Filmmärkte

Die MIPTV hat bereits verkündet, dass es keine russischen Aussteller auf der Fernsehmesse dulden werde.

 

Protest russischer Filmemacher

Man kann das nicht mit Protesten in demokratischen Ländern vergleichen,- in Russland zu protestieren bedeutet, sich in größte Gefahr zu begeben. Eine größere Anzahl russischer Filmemacher hat einen offenen Brief unterzeichnet, in welchem sie gegen den Kriegsangriff auf die Ukraine protestieren. Darin fordern sie einen sofortigen Stop des Krieges und des "barbarischen Vorgehens der russischen Behörden". Zu den Unterzeichnern gehören Egor Abramenko, (Regisseur von "Sputnik") und Philip Yuriev, (Regisseur von "The Whaler Boy"). Mit ihnen haben über 100 Filmschaffende aus allen Bereichen der Film,- und Medienproduktion den Brief unterzeichnet. Sie wollen mit ihrem Protest öffentlich machen, dass längst nicht alle Russen mit dem barbarischen Vorgehen der Russischen Regierung einverstanden sind.

 

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