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Ebrahim Noroozi 4000

© Ebrahim Noroozi

 

Die Spitzenleistungen aktueller Fotografie zeigt das Festival (2023 ist die neunzehnte Ausgabe) in zahlreichen Ausstellungen vom 15. Juni bis zum 15. Oktober in Baden, in der Nähe von Wien. Wenn es gilt, das ungewöhnlich ambitionierte Festival zu beschreiben, verfällt man rasch in Superlative. Größtes Outdoor-Fotografie-Festival Europas. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto:

Rebellische und tief verwurzelte Hoffnungsbilder aus dem Orient!- Eine fotografische Reise zwischen Licht und Schatten. Damit bleibt das Festival seiner Devise treu, sowohl künstlerisch herausragende und politisch, gesellschaftlich relevante Fotografien in den Vordergrund zu rücken.

Vorträge, Workshops, Kinoprogramme und andere Begleitveranstaltungen, ein Schulprojekt, ein Artist-in-Residence-Programm, Kollektive Vor-Ort-Fotografie-Projekte aller ausstellenden Fotografen, die Lange Nacht der Fotografie und vieles mehr feiern die kreative, die gesellschaftlich-politische Kraft der Fotofgrafie.

 

Choe Azzopardi 4000

© Chloé Azzopardi / Lauréate du Prix Nouvelles

 

Reihe Orient!

ORIENT! stellt Fotograf:innen aus dem Iran, Afghanistan und Pakistan in den Mittelpunkt. Drei Länder, die alle zum persischen Kulturraum gehören. Drei mehrheitlich muslimische Länder mit indoeuropäischen Bevölkerungsgruppen, die den Gesetzen der Religion und des Obskurantismus unterworfen bleiben. Drei Länder, die wir schlecht kennen obwohl sie die Herzen aller Reisenden wie Marco Polo erobert haben. Drei Länder, deren Fotograf:innen die Verteidiger positiven Denkens und Botschafter des Umweltbewusstseins sind.

Drei Länder, die Heimat einer jahrtausendealten Zivilisation sind, einer einzigartigen künstlerischen Kreativität und mutiger Autor:innen, die sich die Fotografie ausgesucht haben, um ihren Platz in der Gesellschaft zu definieren. Fotograf:innen, die aus diesen Ländern stammen haben sich immer dafür entschieden, die Konventionen zu brechen, um einen innovativen Stil zu entwickeln und mit Humanismus durchdrungenen Blick auf Menschen und Götter zu schauen.

Fotograf*Innen dieser Reihe: Abbas, Gohar Dashti und Hamed Noori, Ebrahim Noroozi, Maryam Firuzi, Hashem Shakeri, Paul Almasy, Véronique de Viguerie, Fatimah Hossaini, Shah Marai und Wakil Kohsar, Sarah Caron.

 

Shah Marai 4000

© Shah Marai/AFP

 

Prisma der Fotografie

Ein weiterer wichtiger Bereich der Ausstellung widmet sich der Aufgabe, die Schönheit der Natur ebenso zu zeigen wie die Notwendigkeit zu thematisieren, sie zu schützen. Die Fotograf*innen des Festivals wollen entschieden Zeugen und Teil der Bemühungen sein, unser schönstes gemeinsames Gut zu bewahren – den Planeten Erde

Fotograf*Innen dieser Reihe: Mélanie Wenger, Bernard Descamps, Gabriele Cecconi, Stephan Gladieu, Money Sharma, Reporter ohne Grenzen, Brigitte Kössner-Skoff und Gerhard Skoff, Antonin Borgeaud, Jérôme Blin, Alisa Martynova, Maxime Taillez, Chloé Azzopardi.

 

Melanie Wenger 4000

© Mélanie Wenger pour la Fondation de Yves Rocher

 

Österreichische Fotograf*Innen

Abgerundet wird das Programm 2023 von den Arbeiten Österreichischer Fotografinnen von Weltrang. Eine weitere Reihe zeigt Arbeiten der österreichischen Fotografen Rudolf Koppitz, Horst Stasny sowie Gregor Schörg dessen zweiter Teil seiner Arbeit über das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal gezeigt wird.

 

Gregor Schoerg 4000

© Gregor Schörg / Wildnis Dürrenstein-Lassingtal

 

Der Medientag findet am 11. August 2023 statt und die Lange Nacht der Fotografie am 12. August 2023

 

Wer Fotografie liebt, die Macht und Magie der festgehaltenen Ausschnitte aus Zeit und Wirklichkeit immer wieder neu, anders und intensiv erleben möchte, sollte sich unbedingt die La Gacilly-Baden-Photo Ausstellung anschauen.

 

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