Panasonic Lumix GH4

(Februar 2014)

Lumix GH4

(Foto: Panasonic)

Die Panasonic GH4 scheint Filmemacherträume ernst zu nehmen und bietet Features an, die nicht unspannend sind. So bietet sie einen schnellen Sensor und entsprechend schnelle Datenverarbeitung, dass der gefürchtete Rolling-Shutter-Effekt massiv reduziert wird. Natürlich sind auch andere Features trotz des gleichen Gehäuses wie beim Vorgängermodell verbessert worden. 

 

So bietet etwa der Sucher mit 1024x768 Bildpunkten, die wieder je drei Subpixel für RGB haben. Das garantiert eine hervorragende Qualität. Auch der Autofocus ist dank eines neuen Verfahrens deutlich schneller geworden. Nach Herstellerangaben dauert es 0,07 Sekunden, bis ein Objekt scharfgestellt ist.

 

Doch auch die pure Auflösung von 4K, bei 4:2:2 und die Datenrate von 200 MBit, die notwendig ist, um solche Datenmengen auch zu speichern, meistert die GH4 problemlos. Sie kann also Video mit 4K-Auflösung aufnehmen und zwar entweder im Ultra-HD-Format mit 3840 x 2160 Bildpunkten - ideal für 4K-Fernseher - und im 4K2K-Format mit 4096 x 2160 Bildpunkten bei 24 Bildern pro Sekunde, falls man für das Kino drehen möchte.

 

Und da sie dennoch ein Fotoapparat ist und diese Herkunft auch nicht verbergen kann, fehlen wie immer wichtige Schnittstellen direkt am Gerät. Um dieses Manko zu beheben, ist Panasonic auf die Idee gekommen, dort, wo andere Fotoapparate zusätzliche Akkus oder früher Winder angeflanscht hatten, eine Zubehörbox mit XLR und BNC Buchsen, Timecodeeingang etc. sowie manueller Tonaussteuerung anzubieten. Kleiner Schwachpunkt dieser Lösung, die eigentlich genial ist, ist wie so oft der Preis: Die Zubehörbox soll noch einmal soviel kosten wie die Kamera selbst, die unter 2000 Euro kosten soll.

 

Einmal mehr stellt sich natürlich die Frage, warum nicht gleich eine Videokamera mit diesen Daten und warum nicht gleich Full-Frame, denn die GH4 kommt weiterhin mit MFT-Aufnahmechip daher?!