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RED Manifold VR

 

REDund Facebook hatten 2018 gemeinsam eine VR Kamera entwickelt, die vermutlich das hochpreisige obere Ende des Marktes markieren würde. Manifold bedeutete vielfältig, und damit wollten die Hersteller offensichtlich die Möglichkeiten markieren, die das neue High-End-Produkt bieten sollte. Von einer Serienreife war man noch entfernt, doch mit einem Prototypen wurden bereits Demos gedreht.

Wenn man sich die Daten anschaute, wurde klar, dass hier nur hochpreisige Zutaten zum Einsatz kamen. Die Kameras, nicht weniger als 16 Stück mit RED-Helium-8K-Sensoren bestückt, besaßen Fisheye Objektive von Schneider, allerdings mit einer Lichtstärke von 4.0. Mit derart hoher Auflösung in so vielen Teilaufnahmen sollte es möglich werden, innerhalb der aufgenommenen Räume in gewissen Grenzen in das Bild hineinzufahren, also eine Art Zoomfahrt zu realisieren, die man in der Postproduktion verwirklichen konnte. Um dies möglich zu machen, hatte Facebook Software entwickelt und mit Adobe, Foundry und OTOY zusammengearbeitet.

Die schiere Kameraleistung und Datenmenge machten es praktisch unmöglich, die Kameras mit eingebauten Akkus und Speicherlösungen auszustatten. Stromversorgung, Datentransport und Steuerung der Kameras erfolgten deshalb von einer abgesetzten Bedieneinheit aus, die über ein Kabel mit der Kamera verbunden war. Die Bildinformationen wurden als RAW-Daten ausgegeben. Das System bot fünf 12G-SDI-Ausgänge. Die Entfernung konnte bis zu 100 Meter betragen. Im Grunde genommen handelte es sich also um das Prinzip klassischer Studiokameras, die per Kabel mit einer Regie verbunden waren. Die Aufnahmeeinheit konnte maximal eine Stunde am Stück aufzeichnen.


 

Voraussichtlich Studioeinsatz

Damit war der Haupteinsatz bereits vordefiniert,- VR Aufnahmen im Studio bzw. unter kontrollierten Umgebungen, keine Kamera für die Wüste, den Regenwald, Bürgerkriegsgebiete und Ähnliches. Dafür aber eine Kamera von der Facebook sich erhofft, dass damit endlich hochwertiger Content gedreht werden wird, um VR auch bei einem Massenpublikum attraktiv zu machen.

Allein die verbaute Technik liess einen sehr hohen Einstiegspreis vermuten, doch darüber konnte man nur spekulieren. Man fühlte sich erinnert an den Verkaufsstart der lediglich mit Handy-Sensoren ausgestatteten Nokia OZO, die mit 60.000,- USD begann und deren Preis sich dann mehr als halbierte.

REDs und Facebooks System sollte also  teurer werden und befand sich damit wohl außerhalb der Reichweite kreativer Independent-Produzenten für VR. Für einen ersehnten Durchbruch von VR hätte es viele spannende VR Erfahrungen gebraucht, die Manifold blieb im Prototyp Stadium, wurde nicht in Serie hergestellt und so konnten auch keinerlei  Leuchtturm-Produktionen damit entstehen.

 

Bild: Pressefoto Facebook

 

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