MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Berufe vor Schauspieler 4000

 

Früher gab es oft andere Schauspieler als heute, solche die vorher ein anderes Leben lebten. Wenn man sich die Karrieren einiger früherer Schauspielstars ansieht, dann sind darunter einige, die ungewöhnliche Wege zum Film gehabt haben. Nicht wenige weltberühmte Schauspieler hatten nie eine klassische Schauspielausbildung gemacht, besaßen ein gewisses Talent und haben sich ihr Handwerk nach und nach mit zunehmender Erfahrung und „Learning by Doing“ angeeignet. 

Stars wie wie James Cagney, Humphrey Bogart, Lino Ventura oder Gene Hackman kamen nicht von Schauspielschulen oder Theatern, sondern aus dem richtigen, aus einem anderen Leben und hatten oft schon zahlreiche Jobs hinter sich, bevor sie zu Schauspielern wurden. Und wenn sie dann Schauspieler waren, haben sie ihre Erfahrungen mitgebracht und sich einen eigenen Raum im Film erschaffen, in dem sie diese sichtbar werden ließen.

Sie hatten sich nicht selten schon im Überlebenskampf einer gnadenlosen Marktwirtschaft Blessuren geholt, waren Wächter, Autoverkäufer, Boxer, Ringer, Hafenarbeiter, Rausschmeißer, was auch immer. Das machte sie auf unterschiedliche Weise kantiger, gröber, rauher, einfach alles andere als gelackt, feingliedrig oder elegant und man glaubte ihnen die harten Kerle, die sie dann in den Filmen spielten. Sie hatten eine emblematische Schnoddrigkeit, Grobheit, die vielen Filmfiguren etwas ganz Besonderes gab. Sie waren keine der üblichen schönen Schauspieler, sie spielten eher gebrochene Männer, waren in den Filmen nicht selten Mistkerle, Bastarde, intolerant und rücksichtslos. 

 

Ungewöhnliche Karrieren

  • Von Harrison Ford etwa weiß man, dass er als Tischler arbeitete, bevor George Lucas ihn als Han Solo in „Star Wars“ besetzte.
  • Sean Connery war Milchmann in Edinburgh und jobte später als Bademeister, bevor er der Spion ihrer Majestät, James Bond 007 wurde.
  • Clint Eastwood lebte zunächst von Gelegenheitsjobs und ging danach zur Armee. Nach erfolgreichen Testaufnahmen bekam er einen nur halbjährigen Vertrag bei Universal Pictures verbunden mit Schauspielunterricht.
  • Danny Trejo war Profiboxer und saß sogar zeitweise im Gefängnis.
  • Steve McQueen war Marinesoldat und Mechaniker
  • Steve Buscemi bekämpfte als Feuerwehrmann in New York Brände.
  • Brad Pitt studierte eigentlich Journalismus und jobbte als Chauffeur bevor er ins Schauspielfach einstieg.
  • Burt Reynolds war in seiner Jugend Football-Spieler.
  • Jennifer Aniston war Kellnerin und Telefonistin
  • Dwayne Johnson war Profi-Wrestler.
  • Jason Statham war professioneller Turmspringer und Model
  • Jeanette Bidermann hatte eine Ausbildung als Friseurin bei Udo Walz begonnen
  • Chris Pratt jobbte als Kellner in einem Restaurant
  • Channing Tatum arbeitete als Stripper
  • Dave Bautista war professioneller Wrestler
  • Christopher Walken war vor seiner Schauspielkarriere Löwendompteur in einem Zirkus.

 

Kommerzialisiert

Heutige Stars bauen ein ganzes Ökosystem um sich herum, um möglichst in allen Medien präsent zu sein, die Raubeine von damals zogen sich eher zurück und wurden nur bei Premieren oder durch Paparazzi ins Licht der Öffentlichkeit gezogen. Heute wären James Gandolfini und Bryan Cranston Beispiele für Schauspieler mit einer ähnlichen Biografie.

Heutige Schauspielkarrieren beginnen meist in Schauspielschulen und sind danach mit aufwändiger PR auf allen nur denkbaren Medienkanälen verbunden. Dass man einfach so auf der Straße angesprochen und dann zu einer großen Karriere eingeladen wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Zeiten haben sich geändert... Heute wird man eher in Abschlussfilmen von Filmhochschulen oder auch Nachwuchsfilmen außerhalb von Filmhochschulen entdeckt.

 

Weitere neue Artikel

Mees Peijnenburg hat mit seinem Film "A Family" ein Trennungsdrama aus zwei höchst unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Ein Interview.

Carice van Houten und Pieter Embrechts spielten die Eltern der beiden Kinder in "A Family". Im Interview spricht Pieter Embrechts über seine Arbeit in dem Film

Im Interview spricht die Regisseurin, Autorin und Produzentin über "Ghost School", der auf der Berlinale in der Sektion Generation Kplus gezeigt wurde.

Viele Dokumentationen erzählen von Filmen, die nie oder in anderer Form als gedacht, das Licht der Leinwand erblickten.

Hollywood sieht sich derzeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert - und steckt in einer seiner größten Krisen.

Das ging schnell, wie kam es dazu, dass das Publikum KI generierte Filme nicht mehr so interessant findet?

Sie ist die Trophäe, die keiner haben will, der Anti-Oscar, der für die schlechtesten Filme vergeben wird: Die Goldene Himbeere.

Sie kommen daher im Deckmäntelchen des Dokumentarischen, sind aber schlichte Werbefilme für ihre Protagonisten

Früchte sind nicht nur ein beliebter Lieferant für Vitamine, sondern auch für Filmtitel. Wir haben zugebissen...

Warum die kleinen Plastiksteinchen aus Skandinavien so viele Stop-Motion Filme hervorgebracht haben...

Wie man vor CGI und Computeranimationen mit Modelltricks und Einzelbildern Fantasiewelten erschuf

Historische Verbrechen und deren Aufklärung sind zentraler Plot in einigen spannenden Kinofilmen und Serien