Das Endprodukt

Nachdem man alle Hürden des Schnittprogramms genommen und erfolgreich den Film mit dem File-basierten HD Format DVCPRO HD geschnitten hat, stellt sich die Frage, wie man das fertige Programm an den Kunden, Auftraggeber weitergibt, oder wie man es grundsätzlich archiviert um die Festplatten des Schnittrechners für das nächste Projekt wieder freizugeben.

 

Das Zurückspielen von Daten auf die P2 Karten ist, da diese sehr teuer sind, einerseits unsinnig und andererseits technisch auch nicht möglich. Also müssen andere Lösungen gewählt werden.

Das DVCPRO HD Format gibt es nicht nur als File-basiertes Festspeicher-System sondern auch auf Videoband. Hierfür werden die vom DVCPRO System bekannten Bänder und Kassetten (DV) verwendet. Allerdings ist die Bandgeschwindigkeit wegen der höheren Datenmenge gegenüber normalem DV Standard vervierfacht.

 

Nur die Länge zählt

Dieser Umstand begrenzte die Programmlänge, die man aufzeichnen kann, erheblich. Lange waren maximal 63 Minuten möglich, mit den größeren L-Kassetten. Da es sich um ein proprietäres Format handelt, gibt es nur Rekorder von Panasonic und da wiederum nur ein Gerät, welches in auch in 720p50p aufzeichnen kann (AJHD 1400E). Dreht man dagegen nur in 1080 i, steht auch der AJHD 1700 zum Ausspielen zur Verfügung.

Die insbesondere für abendfüllende Filme verheerende Begrenzung der Gesamtlänge wurde durch noch größere Kassetten, die XL-Größe aufgehoben. Allerdings gab es lange keine  Maschine, die auch 720p50p aufzeichnen konnte. So warteten insbesondere die Fernsehsender, die mit diesem Format arbeiten, (u.a. ZDF, NDR) dringend auf diese Ergänzung. Diese wurde in Form des AJHD 1800 ab Oktober 2007 verfügbar. Da Magnetbänder zumindest als Master zur Übermittlung an Sender etc. noch immer eine große Rolle spielen, ist auch HDCAM SD, das entsprechende Konkurrenzformat von Sony noch immer auf dem Markt präsent. Hier gibt es die seltsamen Längenbeschränkungen allerdings nicht.