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Es war 2014, als AJA überraschend eine Kamera vorstellte, welche sich an einen ähnlichen Kundenkreis richtete, wie damals die Arri Alexa, die RED oder die Blackmagic Ursa. AJA hat eine ähnliche Firmen-DNA aufzuweisen wie Blackmagic, beide Firmen sind mit Videokarten, Wandlern etc. groß geworden. Sie war vom Design her für die Schulter gebaut und war vom Einstiegspreis her mit knapp 10.000 Dollar durchaus als günstig zu bezeichnen.

Die Kamera brachte viele Features mit, wie wir sie von professionellen Geräten kennen, die Aussparung für die Schulter erinnert sehr an die Aaton Filmkameras aus Frankreich.

Sie war mit allem ausgestattet, was eine professionelle Kamera ausmacht. Einem Super 35 er Sensor, vielfältigen Anschlüssen wie sechs SDI Ausgänge, zwei HDMI Ausgänge, zwei XLR Eingänge, Thunderbolt um direkt in einen Computer zu recorden, zwei LANC Anschlüsse und sogar, ein D-Tap Ausgang etwa für ein Headlight etc.

Also Verbindungsmöglichkeiten für nahezu jeden Anwendungszweck. Sie war in der Lage, in 4 K Auflösung mit bis zu 120 Bildern in der Sekunde aufzunehmen und besaß tatsächlich sogar einen Global Shutter, etwas woran andere Kamerahersteller teilweise noch heute knabbern.

Trotzdem konnte sich die Kamera am Markt nicht etablieren, man muss sich fragen weshalb? Nun das größte Handycap dieser ansonsten sehr gut durchdachten Kamera war tatsächlich dieser "Global Shutter". Denn um den zu realisieren musste ein Sensor verwendet werden, der den Dynamikumfang der Kamera drastisch beschränkte. Die Kamera konnte gerade mal 8 Blenden an Helligkeitsunterschieden verarbeiten, ein Wert der durch die Konkurrenz deutlich überboten wurde. Letzlich war das ein Killerkriterium für das professionelle Arbeiten. Blackmagic bot damals seine Kameras für weniger Geld an, als die für die CION verlangt wurde, mit 6000 USD war die Ursa spürbar günstiger.

Und die Konkurrenz legte kontinuierlich verbesserte Kameramodelle auf, während die CION mit ihren 8 Blendenstufen nahezu unverkäuflich wurde.

Zuletzt im Jahr 2018, als AJA entschied, die Herstellung der CION einzustellen, wurde sie mit unter 5000 USD deutlich unter den Preisen von Blackmagic oder auch Sony für vergleichbare Produkte verkauft.

 

Hintergrundwissen

Für die Beurteilung der Qualität von Videokameras sind zahlreiche Faktoren entscheidend. Hier nur eine kleine Auswahl an Kapiteln mit Hintergrundwissen zu diesem Thema:

Wichtig ist etwa das Prinzip nach dem die Sensoren aufgebaut sind.

Für eine aufwändige Farbkorrektur und um das Maximum aus dem Material herauszuholen, ist die Aufnahme in RAW interessant.

Interessant ist auch die Firmenpolitik,- was bietet die Kamera fürs Geld, was wird durch Antifeatures vielleicht blockiert und kann nur gegen Aufpreis freigeschaltet werden?

 

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