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Es ist nicht das erste Mal, dass Filmfirmen gegen Fans vorgehen, so hatten vor ein paar Jahren CBS und Paramount die Produzenten eines Star-Trek Fanfilms verklagt. Auch Cosplay Fans geraten hin und wieder in Konflikt mit irgendwelchen Franchise-Rechten, welche die Filmfirmen vorzugsweise verkaufen wollen.

 

Diesmal stört sich Warner Brothers an den Events der Harry Potter Fans. Ein Quidditch-Turnier und Festival am Chestnut Hill College in Philadelphia, Pennsylvania hat den Unmut des Filmkonzerns auf sich gezogen. Die Veranstalter des Events wurden von Warner Brothers darauf aufmerksam gemacht, dass Begriffe und Namen aus den Harry-Potter Filmen keinesfalls für Events, die Warner nicht kontrolliert, benutzt werden dürfen.

 

Natürlich geht es einmal mehr um das liebe Geld, es wäre ja auch nicht auszudenken, wenn etwa Quidditch Grillwürstchen auf dem College-Campus angeboten würden, ohne dass der Konzern daran mitverdienen würde... Und wer steigt schon durch den Dschungel an Filmrechten durch, welche die Produktionsfirmen bündeln und durch Anwälte streng verteidigen lassen. In der Vermarktung von Filmen wird das Produkt-Merchandising immer wichtiger. Ob allerdings Fan-Veranstaltungen der Vermarktung offizieller Fanprodukte schaden, ist wirklich fraglich.

 

Warner Brothers untersagt ausdrücklich unauthorisierte kommerzielle Aktivitäten und entzieht damit dieser und diversen anderen Harry-Potter Fanveranstaltungen im Prinzip die Basis. Wenn Harry Potter nicht mehr Harry Potter heißen darf, weil Warner das verbietet, wird er ironischerweise selber zu dem, dessen Namen man nicht ausspricht...

 

Man solle die Veranstaltungen doch einfach als allgemeine Zauberveranstaltungen ankündigen, raten die Rechte-Mogule und verkennen grandios, wie viel die Pflege der Fankultur rund um die Zaubererschule in Hogwards zu dem kommerziellen Erfolg des Unternehmens beiträgt.

 

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