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Berlinale 24 Baer 4000

Am Ende eines Wettbewerbsfestivals wie der Berlinale stehen die Preisverleihungen

 

Zehn Tage voller Filme, Veranstaltungen und natürlich am Ende auch Preisverleihungen. Wie war die Berlinale und wer waren die Gewinner? Der Eröffnungsfilm ("Small Things Like These") war, wie eigentlich immer, eher Mittelmaß, doch er hat genügend Promis auf den roten Teppich gelockt und damit seine Hauptaufgabe erfüllt.

Im Wettbewerb des A-Festivals liefen mit "Sterben" und "In Liebe, Eure Hilde" auch zwei Deutsche Wettbewerbsbeiträge, besonders dominant waren in diesem Jahr im Wettbewerb die Franzosen. Und so stammt auch der Siegerfilm, der mit dem goldenen Bären ausgezeichnet wurde, "Dahomey" ein Dokumentarfilm, aus Frankreich.

Noch ein weiterer Dokumentarfilm hatte es in den Wettbewerb geschafft, in "Architecton" setzt sich Victor Kossakovsky bildgewaltig mit Stein und Beton auseinander. Das Interview welches wir mit dem Regisseur geführt haben, erscheint ebenso wie weitere andere Berlinale-Interviews demnächst hier im Movie-College und in unserem YouTube Channel.

Und,- es war längst überfällig und wurde 2024 endlich umgesetzt,- Martin Scorsese erhielt den Goldenen Ehrenbären, für sein herausragendes Lebenswerk.

 

Berlinale 24 Kristen Steward 4000

Pressekonferenz mit Kristen Stewart zu "Love Lies Bleeding"

 

Die Preise der internationalen Jury

GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM
(an die Produzent*innen)
"Dahomey" von Mati Diop, produziert von Eve Robin, Judith Lou Lévy, Mati Diop

SILBERNER BÄR GROSSER PREIS DER JURY
"Yeohaengjaui pilyo" (A Traveler‘s Needs) von Hong Sangsoo

SILBERNER BÄR PREIS DER JURY "L’ Empire" (The Empire), von Bruno Dumont

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE
Nelson Carlos De Los Santos Arias für "Pepe"

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER HAUPTROLLE
Sebastian Stan in "A Different Man" von Aaron Schimberg

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER NEBENROLLE
Emily Watson in "Small Things Like These" von Tim Mielants

SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH
Matthias Glasner für "Sterben" (Dying) von Matthias Glasner

SILBERNER BÄR FÜR EINE HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG
Martin Gschlacht für die Kamera in "Des Teufels Bad" (The Devil’s Bath)
von Veronika Franz & Severin Fiala

 

Berlinale 24 Glasner 4000

Pressekonferenz mit Regisseur Matthias Glasner und den Schauspielern Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld zu dem Film "Sterben". Glasner wurde mit einem silbernen Bären für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

 

Preise der Jury Encounters

BESTER FILM
"Direct Action" von Guillaume Cailleau, Ben Russell

BESTE REGIE
"Cidade; Campo" von Juliana Rojas

SPEZIALPREIS DER JURY (zu gleichen Teilen)

"Khamyazeye bozorg" (The Great Yawn of History) von Aliyar Rasti

"Kong fang jian li de nv ren" (Some Rain Must Fall) von Qiu Yang

 

Preise der internationalen Kurzfilmjury

GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM

"Un movimiento extraño" (An Odd Turn) von Francisco Lezama

SILBERNER BÄR PREIS DER JURY KURZFILM

"Re tian wu hou" (Remains of the Hot Day) von Wenqian Zhang

LOBENDE ERWÄHNUNG
"That’s All from Me" (So viel von mir) von Eva Könnemann

 

Darüber hinaus wurden noch zahlreiche andere Preise im Rahmen der Berlinale vergeben, von unterschiedlichsten Organisationen, von Tageszeitungen, Verbänden etc.  So etwa die Teddy Awards, die Preise der ökumenischen Jury, die Preise der Fipresci-Jury, der Cicae art cinema Award und viele mehr.

 

Berlinale Fair Filmmaking 4000

Preisträger*Innen des Fair Film Awards 2024,- u.a. Teammitglieder von Soko Potsdam (Bantry Bay Productions) sowie die Moderatorin der Preisverleihung, Paula Essam

 

Zu den Preisen die rund um die Berlinale noch vergeben wurden, gehörten auch die Fair Film Awards, welche für faire Arbeitsbedingungen beim Film in Hinblick auf Vertrag, Gagen und Entgelte - Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Arbeitsplatz und Arbeitssicherheit - Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und berufliche Entwicklung- Kommunikation und Arbeitsklima - Professionalität und Qualifizierung - Umgang mit Drehorten und Motivgebern - Ökologie, Umwelt und Klima sowie Diversität stehen.  In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen an die Teams und Produktionsfirmen von „Für immer Freibad“ und „Soko Potsdam“.

 

Berlinale 24 Potsdamer 1 4000

Damit ging eine weitgehend normale unaufgeregte Berlinale zu Ende, man darf gespannt sein, wie sich diese unter der neuen Leitung von Tricia Tuttle ab 2025 weiterentwickeln wird

 

Die 74 te und letzte Ausgabe der Berlinale unter der Leitung von Chatrian / Rissenbeek ging ohne größeres Abschiedsfeuerwerk, unaufgeregt und unbeirrt, aber auch nicht völlig lieblos und voller Groll wegen der vorzeitigen Beendigung des Vertragsverhältnisses zu Ende. Dass nun schon zum zweiten Mal in Folge ein Dokumentarfilm den goldenen Bären gewonnen hat, ist eine großartige Wertschätzung des Genres aber zugleich auch ein Signal, dass es um die Spielfilm-Wettbewerbsbeiträge wohl nicht allzu gut bestellt war. Verwundert hat, dass der iranische Film "My Favorite Cake", der viele begeistert hatte, so gar keinen Preis erhalten hat. Die Berlinale schwächelt,- das Leitungsduo hat daran wenig bis gar nichts geändert. Und das Zukunftsproblem, dass ein neuer Festivalmittelpunkt spätestens für 2026 gefunden werden muss, wurde offenbar auch noch nicht angepackt. Will die Berlinale wieder auf Augenhöhe mit Cannes oder Venedig gehen, müssen die Ärmel hochgekrempelt, muss das Festival neu gedacht werden...

 

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