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Festplatte 4 3000

 

Fortsetzung unserer kleinen Geschichte der Festplattentechnologie: Während IDE für heutige Verhältnisse unfassbar langsam war, konnte man mit SCSI bereits etwas schnellere Datenzugriffe realisieren...

 

Teil 3.2: SCSI - Small Computer System Interface

Eigentlich unwesentlich für das Verstehen der Technik ist die Sprechweise der Abkürzung "SCSI". Da es aber ein immerwährender Streit ist, ob man die vier Buchstaben zu einem Wort verbindet oder jeden einzeln spricht, hier das amtliche: SCSI wird als Wort gesprochen und zwar englisch, etwa so wie "scuzzy"!

Bei diesem Bus wurde für jede festplatte eine eigene ID vergeben. So hatten externe SCSI festplatten Wahlschalter mit denen man diese ID vergeben konnte. Wurde eine ID mehrmals vergeben, gab es Konflikte beim Controler. Die SCSI Kabel konnte man kaskadierend verwenden. Das heißt, jede externe Platte hatte sowohl einen Eingang als auch einen Ausgang. Vom Ausgang konnte man ein Kabel zu weiteren SCSI Platten anschließen. Man sprach auch von "Durchschleifen" der Signale. Wurden keine weiteren Platten drangehängt, musste man einen Blindstecker, einen so genannten Terminator auf den Ausgang stecken. Auf Grund dieser Möglichkeit des Kaskadierens waren SCSI festplatten bei Video,- und Soundschnittsystemen wie ProTools oder Avid sehr beliebt.

 

Professioneller Einsatz

SCSI ist im Vergleich zu IDE die tatsächlich professionellere Variante. Das zeigt sich gerade darin, wo diese Technik am stärksten zu finden ist. Natürlich findet sich sehr selten SCSI in Rechnern für den privaten Gebrauch. Ähnlich bei den Workstations in den Büros. Häufiger findet man die Technik aber im Multimedia-Bereich, gerade auch beim Video-Schnitt. Dank der Leistungssprünge bei IDE-Festplatten und ihr Kosten- und Kapazitätsvorsprung ist aber auch mit IDE ein professionelles Arbeiten sehr gut möglich und dementsprechend wird SCSI zunehmend verdrängt. Diese Entwicklung wurde auch stark dadurch unterstützt, dass Apple seine Macs seit dem G4 über den G5 standardmäßig wieder mit IDE ausgerüstet hat. Früher hatte der Hersteller stets die neuste und beste Technik in seine Systeme gepackt; unter dem Kostendruck musste man dann aber wieder einen Schritt zurück auf preisgünstigeres IDE gehen.

Stark vertreten ist SCSI im Server-Bereich und dem Storage Management, d.h. der Verwaltung großer Datenmengen. Dabei findet SCSI dort den Einsatz, wo weniger Kapazität als vielmehr intensiver Datentransfer nötig ist

Auch hier steckt ein Controller mit besonderen Übertragungs- und Geräteverwaltungstechniken dahinter. Allerdings ist nur das Grundprinzip dasselbe, d.h. es funktioniert in etwa wie oben bei IDE beschrieben.
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