Filmmischung

  • Die Studios sind noch recht frisch, da lädt Arri ein um die neuen Möglichkeiten der Ton,- und Bildbearbeitung kennenzulernen.

  • Das optimale Format ist essentiel, wenn eine fertige Produktion den Kunden ausgeliefert wird. Ob hochwertig gedreht und geschnitten, die richtige Formatierung ist ein wichtiger Bestandteil.

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    Wenn wir uns mit digitalem O-Ton beschäftigen, sollen nicht nur die technischen Unterschiede, sondern auch die Arbeitsabläufe in der Postproduktion aufgezeigt und verglichen werden, denn hier zeigen sich die wichtigsten Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Systemen.

  • Was Geräusche leisten können

     

    MenschenZiehenWagen2000

    Szenenbild aus "Franta", einem Film mit ausgeprägter Farb- und Geräuschdramaturgie

     

    Im Laufe der Filmgeschichte haben sich, in klarer Abhängigkeit von den technischen Möglichkeiten, unterschiedliche Theorien für den Einsatz des Tons im Film entwickelt. Gerade weil in der Anfangszeit des Tonfilms dieser vor allem aus Stimme und Musik bestand und eine überdeutliche Aussprache die Verständlichkeit sichern sollte, bildeten sich rasch die Gegenpole Parallelismus (Ton folgt sklavisch dem Bild) und Kontrapunktik (Ton hat ein Eigenleben). Doch davon wird im Movie-College an anderer Stelle berichtet.

     

    Forschung

    Geräusche haben Qualitäten, die ihren subtilen Einsatz geradezu aufdrängen. Die Medizin hat die Wirkung von Geräuschen bisher nur in geringem Umfang untersucht, ist aber zu der Erkenntnis gekommen, dass sie den sinnesphysiologischen Bereichdes Menschen stark beeinflussen. Die Wirkung auf das vegetative Nervensystem ist abhängig von der Lautstärke und der klanglichen Zusammensetzung der Geräusche. Die Stressforschung untersucht seit Jahrzehnten diese Zusammenhänge.

     

    So wie man das einzelne Geräusch im Tonfilm immer in Verbindung mit den betreffenden Bildern beurteilen muss, so ist auch seine Wirkung im Zusammenklang mit anderen Tonelementen (andere Geräusche, Atmos, Musik) von Bedeutung. Dennoch wollen wir das Geräusch einmal allein betrachten und seine Wirkung untersuchen.

     

    Zwei Ebenen der Wahrnehmung von Geräuschen

    Der Wahrnehmungsapparat des Menschen kann gleichzeitig eingehende Sinneseindrücke hierarchisch ordnen. Bei der bewussten Wahrnehmung eines Filmes stehen die Bilder an erster, Dialoge oder Texte an zweiter, Geräusche und Musik an dritter Stelle.

     

     

    Die Dominanz des Bildes wird immer dann deutlich, wenn man sich an Filme zurück erinnert. Was geschah auf der Tonebene in dem Film, den Sie zuletzt im Kino (oder Fernsehen) gesehen haben? An die akustische Erzählebene des gesehenen Filmes erinnert man sich am wenigsten. Die größere Macht hat das Geräusch eindeutig bei der gleichzeitig stattfindenden unbewussten Wahrnehmung. Ohne dass wir eine Möglichkeit hätten, uns dagegen zu wehren, steuern Geräusche unser vegetatives Nervensystem und nehmen so

     

     

    Einfluss auf Atmung, Blutdruck und Blutzuckerspiegel. Außerdem können Geräusche Emotionen verstärken. Wir kennen das von dem tiefen Donnergrollen der Subwoofer, wenn Erdbeben, Vulkanausbrüche oder simple Lkw in Dolby-Surround durchs Kino brummen. Aber auch subtilere, feinsinnigere Geräusche wie Möwenkreischen, Bienensummen, leise Meeresbrandung können dramaturgisch den Gehalt einer Szene mitgestalten.

     

    Assoziative Verarbeitung von Geräuschen

    Geräusche sind stets ambivalent. Das bedeutet, sie können im jeweiligen spezifischen Kontext zu anderer Bedeutung gelangen. Das Geräusch spielender Kinder kann in einem Liebesfilm eine duftige, heitere Stimmung verbreiten. In einem Thriller über einen Kindesentführer kann das gleiche Geräusch das Gefühl von Bedrohung und Gefahr erzeugen.

     

     

    Geräusche, deren Quelle wir aufgrund von Erfahrung kennen, weisen bei der Wahrnehmung auf ihren Ursprung hin. Wenn wir entferntes Hundegebell hören, wird eine ländliche Umgebung oder eine Nachtstimmung in der Großstadt assoziiert, ohne dass diese im Bild gezeigt würde. Dabei hängt es von dem Zusammenhang ab, in dem sich das betreffende Geräusch befindet, welche im Bild nicht vorhandene Realität es herstellt.

     

    Jedes vertraute Geräusch steht stellvertretend für seine Quelle. Mit Geräuschen kann man Dinge herbeizitieren, die im Bild nicht zu sehen sind, und trotzdem eine ähnliche Realität setzen wie die im Bild vorhandenen Phänomene. Man muss die Bomber im Kriegsfilm gar nicht zeigen, es genügt das Motorengeräusch und das Heulen der Sirenen, um zu erklären, warum die Filmfiguren flüchten.

     

    Geräusche als Träger symbolischer Bedeutungen

    In zahlreichen Filmen spiegelt der Zustand der Natur die seelische Verfassung der Filmfiguren wieder. Auch ohne die Natur im Bild zu zeigen kann das Geräusch z. B. eines tobenden Sturmes als symbolischer Parallelismus die Korrespondenz von Natur und dem Schicksal der Menschen ausdrücken. Grundsätzlich besteht leicht die Gefahr, dass Fantasie und Erlebnisse der Zuschauer aufgrund der Ambivalenz von Geräuschen zu Fehlinterpretationen des Symbolgehalts von Geräuschen führen können. Jemand, der in der Nähe von Bahngleisen aufgewachsen ist, wird das Quietschen der Güterwagen anders empfinden, als jemand, dem diese Geräusche fremd sind. Daher sollte man sich beim Einsatz der symbolischen Bedeutungen der Geräusche möglichst eindeutig verhalten und nicht allzu weit vom Bild entfernen.

     

    Geräusche und ihre innere Bewegung

    Dampflok

    Dampflokomotive

     

    Geräusche können, etwa bei Szenen aus der Arbeitswelt, der Industrie oder aber auch der Natur eine innige Verbindung mit der im Bild gezeigten Bewegung eingehen. Dabei kommt es gar nicht auf die Synchronität der Geräusche mit dem Bild an; es genügt, wenn die innere Bewegung im Geräusch mit der Bewegung im Bild ungefähr übereinstimmt. Die exakte Koordination von Bild und Geräusch übernimmt unser Gehirn.

     

    Die Geräuschgags in Slapstick- oder Animations-Filmen (z. B. Bugs Bunny) zeigen, wie man bei entsprechender Verfremdung unter Beibehaltung der Übereinstimmung von Bewegungsmustern auf der Bild- und Geräuschebene humoristische Effekte erzielen kann. Das Bremsenquietschen eines Wagens, die Geräusche beim Zersägen von Holz, grollender Donner sind Geräusche, die ihre Entsprechung im Verhalten, dem Seelenzustand oder der Bewegung von Darstellern haben können.

     

    Wegen der vielfältigen Möglichkeiten, einen Film durch Geräusche aufzuwerten, gehört neben den technischen Einrichtungen und dem Know-How der Tonmeister vor allem ein vielseitiges Tonarchiv zu den wirklichen Schätzen eines Tonstudios.

     

    (Die Tonbeispiele auf dieser Seite wurden zur Verkürzung der Ladezeiten stark komprimiert.)

     

     

  • Wer einen Film ins fremdsprachige Ausland verkauft, muss in der Regel eine neutrale Tonfassung bereitstellen. Wie sieht das genau aus?

  • Schauspielern oder etwa Politikern können jetzt beliebige Sätze nahezu perfekt lippensynchron untergeschoben werden.

  • Töne zusammenführen

    Mischkonsole

    Edit-Section einer Mischkonsole zu ProTools HD

     

    Mischpulte sind nicht nur in jedem Tonstudio zu finden, auch an Video-Schnittplätzen oder in der Regie von TV-Studios kommen sie zum Einsatz. Außerdem besitzen Programme für die Ton-Postproduktion Benutzeroberflächen, die Mischpulten nachempfunden sind und die meisten der hier beschriebenen Funktionen aufweisen.

     

    Aufbau

    Wir wollen die Grundprinzipien eines Mischpultes einmal exemplarisch an einem einfachen analogen Pult erläutern. Diese lassen sich so oder in ähnlicher Form auch bei digitalen oder rein virtuellen Pulten wiederfinden. Mischpulte dienen primär dazu, mehrere Tonsignale zusammenzuführen. In Film- und Videotonmischungen werden zahlreiche Tonspuren synchron zum Bild zusammengeführt.

     

    Die Kanalzüge sind dabei die Eingänge für die unterschiedlichen Quellen, wo auch gleichzeitig jedes Signal bearbeitet und der Pegel eingestellt werden kann. Daneben sind viele Mischpulte auf die Tonaufzeichnung mit Mehrspur-Aufnahmegeräten wie etwa Workstations ausgelegt, was Subgruppen (Busse) erfordert.

     

    Mischkonsole

    Vollautomatisierte Fader einer Mischkonsole zu ProTools HD

     

    Oder sie dienen der Beschallung von Räumen und sind mit einem eingebauten Verstärker ausgerüstet. Anordnung und Anzahl von Kanälen, Bussen, Equalizern und Effektwegen sind von Modell zu Modell verschieden. Es können auch Elemente vorhanden sein (z. B. eingebaute Effektgeräte, Talkback...), die hier nicht beschrieben werden, da sie für einfache Anwendungen nicht entscheidend sind. Hier soll nur die grundsätzliche Funktionsweise von Mischpulten erklärt werden, ohne auf die unterschiedlichen Bauformen und Typen einzugehen.

     

    Kanalzug

    Meist gibt es sowohl einen Mikrofon- als auch einen Line-Eingang (XLR-Stecker für Mikrofone, Stereo-Klinke für symmetrische Line-Signale, Mono-Klinke bei unsymmetrischen Line-Eingängen) für die ersten (4-x-) Kanäle. Außerdem haben viele Mischpulte auch digitale AES-EBU- oder SPDIF-Eingänge. Darüber hinaus können weitere Kanäle vorhanden sein, die nur für Line-Signale ausgelegt sind, also nur Klinken-Eingänge besitzen.

    Pad:

    Pegelabschwächung (z. B. -20 dB) für zu hohe Eingangspegel, die trotz heruntergeregeltem Input-Gain übersteuern

     

    Input-Gain:

    Regelt den Pegel des Eingangssignals, welches so hoch wie möglich ausgesteuert werden sollte, ohne zu übersteuern. Oft sind noch LEDs angebracht, die Übersteuerung anzeigen. Pegelabschwächung (z. B. -20 dB) für zu hohe Eingangspegel, die trotz heruntergeregeltem Input-Gain übersteuern

     

    Insert Send/Return:

    Kombinierter Ein- und Ausgang (Stereo Klinke), über den Effektgeräte, die das gesamte Eingangssignal bearbeiten sollen, zwischengeschaltet (eingeschliffen) werden können

     

    Equalizer:

    Je nach Art des Mischpults sind hier unterschiedlich viele Regler angebracht. Bei einfachen Pulten gibt es nur je einen Regler für Höhen und Bässe.

     

    Aux-Send:

    Diese Regler sind in unterschiedlicher Anzahl vorhanden und können auch als Monitor oder Effect benannt sein. Dies sind Abzweigungen, bei denen das Signal zusätzlich (es fließt trotzdem mit dem selben Pegel weiter durch den Kanalzug) auf eine extra Leitung gelegt werden kann, die dann an der Mischpultrückseite in einem Stecker namens Aux (1-x) Send mündet (mehr unter Aux Send/Return).

     

    Signalfluss (Routing):

    Die meisten Mischpulte besitzen so genannte Busse, die zwischen Kanalzügen und Stereosumme liegen. Die Kanäle werden erst auf die Busse gemischt und dann auf die Stereosumme. Mit den Tasten legt man fest, auf welche Busse man das Signal legt (mehr dazu unter Busse).

     

    Balance (Pan/Panorama):

    Regelt das Lautstärkenverhältnis zwischen linkem und rechtem Stereokanal und bestimmt damit, wo das Signal zwischen den beiden Lautsprechern wahrgenommen wird.

     

    Stumm (Mute) und Solo:

    Mit der Stumm-Taste kann man einen Kanal stummschalten (= ausschalten), mit der Solo-Taste kann man den Kanal alleine hören, während die anderen stummgeschaltet werden.

     

    Fader:

    Mit dem Schieberegler wird die Lautstärke eingestellt, mit der das Signal entsprechend dem Signalfluss weiter geleitet wird.

    Pegelabschwächung

     

    Aux Send/Return

    Die Aux-Wege kann man verwenden, um Effektgeräte zu beschicken, Monitor-Mischungen für die Musiker oder Sprecher auf deren Kopfhörer zu legen oder einfach nur als zusätzlichen Ausgang. Jeder Kanalzug hat einen Regler pro Aux-Weg, so dass es möglich ist die Signale beliebiger Kanäle mit beliebigem Pegel auf einen Aux-Weg zu mischen. Das eignet sich für Effekte, die man gleichzeitig für mehrere Kanäle verwenden möchte und die anteilig (zusätzlich zum Originalsignal) zugemischt werden. Pro Aux-Weg gibt es eine Ausgangs- und eine Eingangs-Buchse (Send und Return). Die Aux-Return-Eingänge haben nochmals Regler für den Eingangspegel (des bearbeiteten Signals), die sich meistens oben rechts, über den Bussen befinden.

     

    Busse

    Die Busse sehen aus wie reduzierte Kanalzüge, mit Fader, Solo, Stumm-Taste und Balanceregler, sind aber Ausgänge, an die Mehrspur-Aufnahmegeräte angeschlossen werden können. Für jeden Kanal z. B. einer 16-Spur-Bandmaschine braucht man einen getrennt regelbaren Ausgang am Mischpult. Mit Tastern kann man im Kanalzug festlegen, auf welche Busse der Kanal gemischt wird und damit, auf welche Spuren des Aufnahmegeräts das Signal aufgezeichnet wird. Will man Kanal 3 auf den Bus 7 legen, drückt man im Kanalzug 3 die Taste „7-8“ und dreht den Balance-Regler ganz nach links. Ganz rechts würde man Bus 8 beschicken, in der Mitte Bus 7 und 8.

     

    Summe

    Letztendlich laufen alle Kanäle über die Busse auf einen Stereokanal, die Summe, wo die Gesamtlautstärke der Mischung eingestellt werden kann. Je nach Ausführung stehen verschiedene Ausgänge zur Verfügung: Hier werden die Abhöranlage, Kopfhörer, ggf. Aufnahmegeräte angeschlossen.

     

    Digitale Mischpulte

    Die Signalverarbeitung bei digitalen Mischpulten weicht in einigen Punkten von den analogen Geräten ab: Effekte, Filter und der Signalfluss werden hier über eine LCD-Anzeige eingestellt. So besteht jeder Kanalzug nur noch aus wenigen Reglern (Pad, Input-Gain, Balance, Stumm, Solo und Fader), was Platz und Geld spart und auf Kosten der Übersichtlichkeit geht. Außerdem lassen sich die Pegelpositionen einfacher abspeichern und per Motor-Fader auch jederzeit wieder abrufen.

     

  •   Kinofilme werden tendenziell in größeren Studios gemischt, deren Grundriss, Reflektionsverhalten und Abhörlautsprecher denen eines Kinos gleichen; dagegen können Fernsehproduktionen auch in kleineren Studios mit Nahfeldmonitoren gemischt werden.

  •  Notwendige Arbeitsschritte, um Ihrem Film den optimalen Ton zu verleihen. Warum die Nachvertonung vom Bildschnitt abhängig ist...

  • Die Nachbearbeitung eines Filmes durch Bild,- und Tonschnitt, Sounddesign, Farbkorrektur und mehr ist ein wichtiger Teil der Filmgestaltung

  •  ProControl1 500Seit in den neunziger Jahren Audio-Workstations ihren Siegeszug in die Tonstudios angetreten haben, ist ProTools, jene von der amerikanischen Firma Digidesign entwickelte und später von Avid gekaufte Tonbearbeitungsplattform zum DeFacto Standard für die Filmtonbearbeitung geworden. 

  • ProTools Misch1 500Heute ist es der De-Fakto Standard im Filmtonbereich und wurde von Avid aufgekauft. Doch wie bedient man eigentlich ProTools?

  • Der Filmstart

    Vor jedem professionellen Film, jedem Video hängt vor dem Beginn des ersten Bildes ein Start. Das was für die Musiker das Vorzählen der Takte darstellt, ist beim Film das Startband.

     

    Wofür braucht man das Startband?

    Hier ein Startband für 16 mm-Film bei 25 Bildern/Sekunde:

    Felder vor dem 1. Bild Anzahl

    Beschreibung

     
      min. 200 Blankfilm

    250 1 10er Marke
    249 1 Weiß
    248-204 45 Schwarz, evtl Sendername
    203-179 25 Schwarz mit Bildstrich
    178 1 Magnetton Einlegemarke
    177 1 Schwarz
    176 1 Lichtton Einlegemarke
    175-163 13 Schwarz mit Bildstrich
    162-151 12 Weißer Keil schließend
    150 1 Filmstartkreuz
    149-127 22 Schwarz mit weißer Linie
    126-124 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    123-102 22 Schwarz mit weißer Linie
    101-99 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    98-77 22 Schwarz mit weißer Linie
    76-74 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    73-52 22 Schwarz mit weißer Linie
    51 1 Sek. Abstand bis Bildanfang
    50-49 2 1 kHz für Tonpiepser
    48-26 23 Schwarz mit weißer Linie
    25 1 Marke 1 im weißen Kreis
    24-1 24 Schwarz
      1 Marke zum Anfügen d. Bildes

    Der Vorführer im Kino oder der Sendetechniker im TV-Sender benötigt den Start, um den Film genau mit dem ersten Bild beginnen zu lassen.

     

    Der Cutter benötigt ihn, um Bild und Ton synchron im Schneidetisch oder in der Workstation anlegen zu können.

     

    Bei der Abtastung oder der Videobearbeitung wird der Start benötigt, um Ton und Bild synchron zu bearbeiten.

     

    In der Mischung wird er benötigt, um alle Bänder mit Tonspuren synchron mit dem Bild zu verkoppeln.

     

    Im Kopierwerk wird er benötigt, um etwa den Lichtton an der richtigen Stelle zum Film einzustarten.

     

    In der Regel ist ein Filmstart, oder auch Mischstart genannt, Schwarzweiß.

    Er wird von den Kopierwerken, Fernsehsendern oder im Zubehörhandel angeboten und ist meistens mit einem Logo des Herstellers oder Senders versehen.

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    Wichtig beim Kauf ist, die Filmgeschwindigkeit zu beachten. Es gibt für Synchron (Sprachsynchron für die Übersetzung fremdsprachiger Filme) auch kürzere so genannte Synchronstarts.

    10-Sekunden Marke

    Ab dieser Marke sind es noch genau 10 Sekunden bis zum Bildanfang.

    Dort, wo im Bildstart die 10er Marke ist, wird auf den Vorlauf am Perfoband (Magnetfilm) ein Aufkleber mit einer 10 geklebt.

     

    Das Startkreuz

    An dieser Marke befindet sich im Bildstart das Startkreuz.Da wo das Startkreuz ist, wird ein Aufkleber mit Startkreuz auf das Perfoband geklebt.

     

    Der Piepton

    Die Aufkleber gibt es ebenfalls im Handel für Filmzubehör. Dort wo nach der 2 die beiden schraffierten Felder im Filmstart kommen, liegt im Ton ein Piepser, der genau 2 Felder lang ist.

     

    Video

    Die Starts für Video sind selbstverständlich elektronisch erzeugt und werden mit Timecode vor jedes Programm kopiert. Der Bildanfang liegt übrigens bei (Video-) Sendebändern nach dem so genannten technischen Vorlauf (Farbbalken, Messton etc.) bei 2 Minuten.

     

     

     

     

  • Postproduktion

    Ein sehr wichtiger Teil bei der Entstehung eines Filmes ist die Post-Produktion. Diese umfasst den Schnitt, Color Grading, Animationen, Vertonung und vieles mehr. Dafür stampften diverse Hersteller allerlei Hilfsprogramme aus dem Boden, die das Arbeiten erleichtern sollen. Waren die klassischen Filmschneidetische mit seinerzeit 40 bis 60.000 DM (ca. 20-30.000 Euro) nur ein teurer Baustein einer ganzen Kette hochpreisiger Bearbeitungsgeräte (Perfomaschinen, Mischateliers etc.), so kann man heute einen großen Teil der Aufgaben mit Computern und der passenden Software lösen. Da in der Postproduktion nichts mehr ohne Computer geht, ist naheliegend, dass auch viele Entwicklungen aus der Office-User-Welt in die Film- und Medienarbeit einfließen. Ein Beispiel dafür ist die „Cloud“, das Speichern der eigenen Daten auf Webservern. Seit im Aufnahmebereich immer mehr auf Flash-Speicher und kaum mehr auf Tape gedreht wird, ist das file-basierte Arbeiten zur Norm geworden.

     

    Gerade für den Fernsehbereich und die aktuelle Berichterstattung erweitern Cloud-Lösungen die Möglichkeit, von vielen Orten weltweit auf Material zugreifen, es bearbeiten und in Sendungen einbinden zu können. Sowohl die Sender, als auch die verschiedensten Zulieferer von Aufnahmen, Kommentaren etc. können parallel auf die Files und deren Schnitt-Derivate zugreifen.

     

    All diese ganzen Produkte unterliegen einer ständigen Aktualisierung und Aufbesserung. Aber nur, weil eine neue Auflage eines Schnittprogramms erscheint, heißt das noch lange nicht, dass das Programm auch gravierende Verbesserungen vorweist, beziehungsweise, sich ein Umstieg auf aktuellere Version für jeden lohnt. Hier findet ihr immer die topaktuellen News zum Thema Post-Produktion und den damit verbundenen Computerprogrammen. Außerdem erfahrt ihr, ob ein Umstieg auch lohnenswert sein könnte.

     

    Achtung: An dieser Stelle findet Ihr demnächst aktuelle Berichte über neue Produkte.

    Hier unten sind ältere, archivierte News zu finden...

     

    Ultra-HD-BluRay

    Die BDA (Blu-Ray Association) hat, obwohl Viele glaubten, die BluRay sei das letzte physikalische Medium für den Vertrieb von Filmen, einen neuen Standard präsentiert: Die Ultra-HD-BluRay (UHD-BD).

    Dieser wird viele, aber leider nicht alle Wünsche der User erfüllen, so etwa die hohe Auflösung (3840x2160) sowohl in H.264 und H.265 bei bis zu 100 Mbps, höheren Dynamik-Umfang (High Dynamic Range), höhere Bildwiederholraten (bis 60B/Sek) und auch neueste Audioformate wie Dolby Atmos oder DTS:X. 

    Die Farbtiefe wird leider nur bei 4:2:0 liegen, es bleibt also ein Consumer-Format. Interessanterweise hat man auf 3D verzichtet. Die Scheiben werden 66 oder 100 GB Speichervolumen haben, was sie auch für Backups durchaus interessant machen könnte. Markteinführung wird noch 2015 sein. Die Player sollen auf jeden Fall auch die bisherigen BluRay-Scheiben abspielen können.

    Pro Tools for free

    Wie sich die Zeiten ändern... Hat man in der Vergangenheit hohe Beträge für Soft- und Hardware in der Tonbearbeitung hinlegen müssen, überrascht Avid (die vor Jahren Digidesign, den Hersteller von ProTools, aufgekauft haben) mit der Ankündigung, eine abgespeckte ProTools-Version für Einsteiger Anfang 2015 als Download kostenlos anzubieten. Diese Version wird auf Grund ihrer Einschränkungen (vier Spuren, kein OMF/MXF-Austausch und maximal drei Projekte) Filmemachern nicht wirklich taugen, aber wer bereits ein normales ProTools besitzt und ein weiteres etwa zum Rekorden von Sprache, Geräuschen etc. oder zum "Säubern" von O-Tönen etc. benötigt, kann auf diese Weise gratis an ein zweites, kleines System kommen. Weitere Infos zu dieser "ProTools First" genannten Version finden sich hier: ProTools First  

    Google Codec VP 9

    Vorhang auf für den neuen Codec... Mitte Januar 2014 wird Google auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gemeinsam mit Schwergewichten der Medienindustrie, darunter LG, Panasonic und Sony, einen neuen, hocheffizienten und vor allem lizenzfreien Codec präsentieren, der sogar für Youtube 4K möglich machen soll.
    Nicht nur auf der Aufnahmeseite, sondern vor allem auch bei den Herstellern von Displays, Rekordern etc. ist ein Codec, für den man keine Lizenzgebühren zahlen muss (wie etwa bei H264), sehr interessant. Zu den Firmen, die den neuen Codec unterstützen wollen, gehören auch ARM, Broadcom, Intel, LG, Marvell, MediaTek, Nvidia, Philips, Samsung, Sigma, Sharp und Toshiba. Computer werden den neuen Standard nach entsprechenden Codec-Updates bereits Mitte 2014 unterstützen. Die ersten Stand-Alone-TV-Geräte, die diesen Standard dann implementiert haben, werden allerdings erst für 2015 erwartet. Die Bitrate wird bei gleichbleibender Bildqualität drastisch verringert, wodurch das Streaming leichter und ohne Buffering möglich werden soll.    

    Blackmagic Design kauft Teranex + DaVinci Resolve Light nun auch für Windows

    Mit der Veröffentlichung von DaVinci Resolve Light 8.2 löste Blackmagic Design große Freude bei den Usern aus. Denn die kostenlose Version hob unter anderen die „2-Nodes-Grenze“ auf und bietet sonst auch sehr interessante Neuerungen. Seit kurzem gibt es nun die Beta-Version endlich auch für Windows. Den Download findet ihr auf der Hersteller-Seite unter dem Reiter „Support“. Außerdem kaufte vor kurzem Blackmagic Design die Firma Teranex, welche nun eine 100-prozentige Tochterfirma von Blackmagic Design ist. Die Firma Teranex ist eine der führenden Firmen in Sachen High-Performance-Video-Processing-Produkte. Blackmagic Design Firmenchef Grant Petty begründete die Entscheidung wie folgt:

    “Teranex is a strategic acquisition for Blackmagic Design. Its technology, solutions and market complement our own efforts and its high quality video processing technology enables us to provide our customers with even higher levels of video quality -- extending Blackmagic Design’s product range for the broadcast, feature film and high end post production markets.” Teranex Systems wird auf jeden fall die Entwicklung von Video-Processing-Produkten, die auf ihrer patentierten SIMD-Architektur basieren, fortsetzen, sowie weiterhin den Kunden-Support übernehmen. Die aber weitaus interessantere Meldung seitens Blackmagic Design, die nach der Übernahme bekannt gegeben wurde, betrifft die kommende Preispolitik. “When we acquired Teranex a week ago, it was quickly clear that with 55 different software and hardware options on the price list, customers were presented with thousands of combinations of product options. This needed to be simplified. -- Now with one incredibly powerful and high end model, it is easy to purchase Teranex, plus the product is positioned back at the premium point of the market that is more sustainable for the future. What’s also very exciting is the product that 2 weeks ago cost just under US$90,000 is now available for $70,000 less than before at only US$19,995!” – Grant Petty CEO Blackmagic Design Somit kostet das voll ausgestattete Teranex VC100 “nur” noch knappe 20.000 US Dollar, was ein gewaltiger Preissturz ist, vergleicht man es mit dem vorherigen Preis von stolzen 90.000 US Dollar. Kunden, die im Besitz eines VC80 oder eines VC100 sind, können außerdem für 3.000 US Dollar auf die Vollversion des VC100 upgraden. Als Standard enthält der Teranex VC100 ab jetzt unter anderem high quality de interlace, up/down conversion, SD und HD cross/standart conversion, noise reduction, aspect ratio conversion multi channel audio conversion, sowie eine 3D-Dual-Channel-Konvertierung.

     

    Da Vinci Resolve Lite

    Blackmagic Design veröffentlicht Da Vinci Resolve Lite 8.1, welches die Begrenzung auf 2 Color-Correction-Nodes aufhebt und nun unendlich viele Nodes möglich macht. Blackmagic Design geht damit auf die von vielen Kunden der Lite-Version gewünschte Öffnung der Nodes-Begrenzung ein. Damit ist nun eine viel komplexere Farbkorrektur als mit früheren Versionen möglich. Die Freeware lässt Auflösungen bis zu 1920x1080 Pixel zu. Es ist auch möglich Auflösungen von 2K, 4K oder auch 5K von den Kameras von RED oder ARRI zu importieren, nur der Export ist wie gesagt bei der Lite-Version auf die Full-HD-Abmessung beschränkt.

    Wen das und die Limitierung auf eine RED Rocket Card und eine GPU nicht stört, der bekommt mit der kostenlosen Version von Da Vinci Resolve eine der besten Farbkorrektur-Softwares auf dem Markt. Die Software bietet unter anderem auch 32bit-Verarbeitung, Stabilization, Echtzeitverarbeitungen, Curve Grading, XML-Unterstützung, Multi-Layer-Zeitleisten, YRGB-Bildverarbeitung, Primär- und Sekundär-Farbkorrekturen und vieles mehr. Wer 995 US-Dollar investiert und sich die Vollversion zulegt, bekommt zudem noch stereoskopische 3D-Features, Rauschunterdrückung, Power Mastering, Remote Grading, keine Beschränkung in der Auflösung und die Möglichkeit des „project-sharing“ über externe Datenbank-Server. Einziges Manko für Windows-User: Die Software gibt es bis jetzt nur für Mac und Linux. Alle Informationen findet ihr unter der Website des Herstellers Blackmagic-design. Den Download der Lite-Version findet ihr auf der Hersteller-Website unter dem Reiter „Support“.

     

  •  Bei einem Film muss auch der Ton zum Bild passen. Die räumliche Perspektive sollte zu dem Bildeindruck passen. Worauf ist zu achten?

  • Nachbearbeitung

    Ganz gleich, ob Film, Video oder DVD: Eine hochwertige Tonbearbeitung wertet das Endergebnis enorm auf. Dabei werden die verwendeten Original-, Studio- oder Archivtöne häufig aus gestalterischen oder dramaturgischen Gründen verändert. Ganz gleich, ob die Drohung des fiesen Filmerpressers zur verzerrten Telefonstimme gefiltert oder der Schrei des Bösewichts, der vom Wolkenkratzer stürzt, mit Hall versehen wird: Effektgeräte gehören zur Postproduktion beinahe jeden Films. Sie sind wichtige Werkzeuge zur Verbesserung der Tonqualität, vor allem aber auch um Ihre dramaturgischen Vorstellungen hörbar zu machen. Da sie die Originalaufnahmen verändern, sollte man sie nur dort einsetzen, wo es sinnvoll ist. Wie bei allen gestalterischen Mitteln ist weniger meistens mehr. Die grundsätzlichen Möglichkeiten werden im Folgenden erläutert und durch Hörbeispiele verdeutlicht. Auch wenn Sie selbst nicht an den Reglern sitzen, hilft es bestimmt, wenn Sie den Tonmeistern bei der Mischung erklären können, was Sie sich vorstellen.

     

    Equalizer/Filter

    Die meisten Klänge setzen sich aus vielen Frequenzen zusammen und decken ein großes Frequenzspektrum ab. Mit Equalizern und Filtern lassen sich einzelne Frequenzbereiche verstärken oder dämpfen. Je nach Anwendung können Klangveränderungen erzielt werden, die kaum hörbar sind oder auch den Klang stark verfremden. Es besteht unter anderem die Möglichkeit Störgeräusche zu verringern, die Sprachverständlichkeit zu verbessern, durch die Aufnahme verursachte Klangveränderungen zu korrigieren, Klänge beim Mischen aneinander anzupassen, die Klangfarbe zu verändern,...

     

    Die verschiedenen Filtertypen

    Low-Cut(=High-Pass) Filter

    dämpft tiefe Frequenzen

      High-Cut(=Low-Pass) Filter

    dämpft hohe Frequenzen

    Low-Shelf-Filter

    verstärkt tiefe Frequenzen

      High-Shelf-Filter

    verstärkt hohe Frequenzen

    Bandsperre(Notchfilter)

    dämpft einen Frequenzbereich

      Bandpass

    lässt einen Frequenzbereich unbearbeitet und dämpft alle anderen Frequenzen

    Parametrischer Equalizer

    verstärkt oder dämpft eine Frequenz

      Grafischer Equalizer

    das hörbare Frequenzspektrum wird in mehrere Bereiche (Bänder) eingeteilt, die verstärkt oder gedämpft werden können

     

    Einstellungsmöglichkeiten

    Cut-Off-Frequenz

    bestimmt die Frequenz, an (ab) der das Signal bearbeitet wird

    Cut/Boost

    legt fest, um wie viel dB das Signal gedämpft/verstärkt wird

    Flankensteilheit (Q-Faktor)

    Ein exaktes abschneiden von Signalen an einer bestimmten Frequenz ist technisch nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Meistens kann aber die Genauigkeit des Filters über die Flankensteilheit eingestellt werden (dB pro Oktave).

     

Workshops 2019

Viel Kreatives vor? Mit Movie-College Hands-On Workshops Filmlicht, Filmton/Location Sound, Kamera, Drehbuch u.v.a, kann man sein Knowhow spürbar verbessern und stärkere Filme machen. Am 27. und 28 Juli findet der nächste Workshop Kamera statt.  Jetzt Anmelden!