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Auf der Duisburger Filmwoche, einem der wenigen Dokumentarfestivals wo man noch ausgiebig über die handverlesenen Filme redet, wurden die Gewinner geehrt. Nein dieses Festival ist sich treu gelieben, seit 40 Jahren, ist nicht dem "Höher, Schneller, Weiter" manch anderer Festivals verfallen und zeigt genau eine Programmschiene mit ausreichenden Zeitfenstern, gemeinsam über die gesehenen Filme zu diskutieren.

 

Klingt altmodisch, ist aber hochmodern, die Befassung mit dem Wesentlichen,- statt Augenkitzel und Multimedialität Dokumentarfilm pur und was die Menschen damit anfangen können. Im Filmforum, einem überschaubaren Kino wird geschaut und geredet, die Gespräche werden sogar festgehalten und online gestellt. Welch ein Luxus bei all der heutigen Oberflächlichkeit. Festivalleiter Werner Ružička wacht seit Jahrzehnten über diese puritische aber hocheffektive Grundhaltung zum Film.

 

Die diesjährigen Preisträger

"HAVARIE" von Philip Scheffner aus Deutschland (ARTE-Dokumentarfilmpreis, dotiert mit 6.000 Euro)

 

"BRÜDER DER NACHT" von Patric Chiha  aus Österreich (3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm, dotiert mit 6.000 Euro)

 

"PARADIES! PARADIES!" von Kurdwin Ayub aus Östereich ('Carte Blanche' - Nachwuchspreis des Landes NRW dotiert mit € 5.000)

 

"MIRR" von Mehdi Sahebi aus der Schweiz (Der Förderpreis der Stadt Duisburg, dotiert mit 5.000 Euro)

 

HAPPY von Carolin Genreith (Der Publikumspreis der Rheinischen Post für den beliebtesten Film, dotiert mit 1.000 Euro)

 

 

 

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