MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

La belle Personne

 

La belle Personne

Daten

La belle Personne

95 Min., Frankreich 2008

REGIE: Christophe Honoré
DREHBUCH: Christophe Honoré, Gilles Taurand
KAMERA: Laurent Brunet
SCHNITT: Chantal Hymans

DARSTELLER: Louis Garrel, Lea Seydoux, Gregoire Leprince-Rinquet

 

Regie: Christophe Honoré

Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die 16 jährige Junie zu ihrer Tante in einen vornehmen Teil von Paris und wechselt mitten im Schuljahr auf die Schule ihres Cousins Mathias. Dieser integriert die hübsche und schweigsame Brünette schnell in seinen Freundeskreis und bald haben einige Mitschüler ein Auge auf Junie geworfen. Junie interessiert sich jedoch für keinen von ihnen bis der schüchterne Otto sie umwirbt. Die beiden werden ein Paar. Doch bald trifft Junie in ihrem Italienischlehrer Nemours ihre große Liebe. Ihre Gefühle werden von ihm erwidert, doch Junie glaubt nicht an die ewige Liebe und wehrt sich gegen ihre Gefühle.

Regisseur Christophe Honoré hat Madame Lafayettes Roman „ La Princesse de Clèves" in unsere Zeit adaptiert. Aus dem Königshof wurde ein Schulhof. Und tatsächlich, die Anmut die die Jugendlichen haben und ihr Gruppenverhalten erinnern an das höfische Treiben. Im Zentrum der Geschichte steht Junie, die nach dem Tod ihrer Mutter eine tiefe Trauer in sich trägt. Aber auch alle anderen Jugendlichen in diesem Film sind allein mit ihren Gedanken und Gefühlen. Auch in der Gruppe bleiben sie einzelne Menschen, Individuen.

Das Hauptthema des Films ist die Liebe in all ihren Formen: hoffnungslose Liebe, verbotene Liebe, gleichgeschlechtliche Liebe, Liebe zu den Eltern, Liebe zu den Freunden, nicht erwiderte Liebe, besitzergreifende Liebe.

Die Jugendlichen und ihr Verhalten sind einem vertraut und fremd zugleich. Ihrer Art sich mit der Welt zu beschäftigen wohnt ein Zauber inne, den Honoré gekonnt einfängt. „La belle Personne" ist ein wunderbar romantischer Film ohne Realitätsferne. Diesen Film zu schauen ist, wie ein Buch zu lesen. Traurig-Schön ist  „La belle Personne" – so können es nur die Franzosen.

 

Gesehen von Mareike Dobewall

Kameraworkshop Banner 8 23 4000

Kameraworkshop Banner 8 23 4000

Weitere neue Artikel

Früchte sind nicht nur ein beliebter Lieferant für Vitamine, sondern auch für Filmtitel. Wir haben zugebissen...

Warum die kleinen Plastiksteinchen aus Skandinavien so viele Stop-Motion Filme hervorgebracht haben...

Wie man vor CGI und Computeranimationen mit Modelltricks und Einzelbildern Fantasiewelten erschuf

Historische Verbrechen und deren Aufklärung sind zentraler Plot in einigen spannenden Kinofilmen und Serien

Weshalb Kunsträuber im KIno schon immer eine wichtige Rolle eingenommen haben

Wer im Web nach bestimmten Themen sucht, kann höchst unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Die besten  Rechercheprompts...

Eigentlich überrascht es uns kaum noch, dass auch die Flatscreen Fernseher unser Verhalten präzise überwachen...

Warum nur hat die generative KI so große Probleme bei der Darstellung von Händen und Füßen? Ein Versuch, das zu verstehen...

Wie rasant sich die Technik rund um die Unterdrückung unerwünschter Tonsignale entwickelt hat, ist kaum zu glauben...

Wie die Slapstick-Komödien zu den erfolgreichsten frühen Genres der Stummfilmzeit wurden und bis heute nachwirken

So wie einst die Nagra den Filmton revolutionierte, hatten die britischen Mischpulte die Arbeit an Filmsets radikal verändert.

Es ist schon etwas besonderes, wenn der Titel eines Films aus seiner Handlung oder seinen Dialogen entspringt...

Unsere Welt, das Leben um uns herum bietet unzählige spannende Geschichten, die geradezu danach rufen, verfilmt zu werden...

Streaming und Filmkultur: Wie legale Streaming-Seiten die Film,- und Medienwelt verändert haben

Krise oder Transformation? Ein Plädoyer für neue Formen des Dokumentarischen

Sie ist eine der ältesten Techniken, um realistische Animationen zu schaffen: Die 1914 erfundene Rotoskopie.

In Filmabspännen stehen oft viele Producer. Was machen die eigentlich alle und welche Unterschiede gibt es?

Was können sie und was können sie nicht? Rückblenden als Bruchstellen der filmischen Illusion