MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Kinosaal Rot 4000

 

Der neue Film von Wim Wenders „Das Salz der Erde“ beginnt mit einleitenden Worten des Regisseurs selbst vor einem komplett schwarzen Bildschirm. Sein Film handle von dem berühmten Fotografen Sebastiao Solgado. So verwandelt sich der schwarze Bildschirm in gigantische Fotoaufnahmen einer Goldmine in Brasilien, die Solgado besuchte und fotografierte. Gedanken und Gefühle des Fotografen werden dazu aus dem Off eingespielt und untermalen die Bilder mit den dazugehörigen Hintergrundgeschichten.

REGIE: Wim Wenders / Juliano Ribeiro Salgado  DARSTELLER: Sebastiao Salgado

109 Minuten

 

Im weiteren Verlauf des Films wird der Zuschauer auf eine Zeitreise durch das Leben Solgados genommen, der unzählige Projekte in die entferntesten Gegenden der Welt unternahm, um die Schönheit, aber auch das Leid der Welt zu fotografieren. Seine frühen Lebensentscheidungen, z. B. sich mit seiner ganzen Kraft der Fotografie zu widmen, werden kombiniert mit den Eindrücken und Auswirkungen, die Solgados Arbeit auf Wenders persönlich hatte.

 

Die Tatsache, dass der Sohn Juliano Ribeiro Solgado mit Wenders zusammen Regie führt, gibt dem Film die nötige Intimität. Der Zuschauer lernt Sebastiao Solgado genau so kennen wie sein Sohn, der seinen Vater lange Zeit seines Lebens nicht sah und mit diesem Projekt auf Spurensuche im Leben seines Vaters geht.

 

Doch neben diesem biografischen Aspekt sind es die Fotografien Solgados und die damit verbundenen Gefühle über Schönheit und Leid in der Welt, die dem Film eine unglaubliche Visualität verleihen und einen chronologischen Überblick über sein Werk geben.

Somit ist „Das Salz der Erde“ besonders sehenswert für diejenigen, die sich in der beeindruckenden Visualität von Solgados Bildern verlieren wollen und sich auf einige intellektuelle Anregungen über den Mensch und die Welt einlassen können. Der Film läuft am 30. Oktober in den Kinos an, nachdem er in Cannes Premiere feierte.

 

Gesehen von David Preute

 

Kameraworkshop Banner 8 23 4000

Weitere neue Artikel

Sie kommen daher im Deckmäntelchen des Dokumentarischen, sind aber schlichte Werbefilme für ihre Protagonisten

Früchte sind nicht nur ein beliebter Lieferant für Vitamine, sondern auch für Filmtitel. Wir haben zugebissen...

Warum die kleinen Plastiksteinchen aus Skandinavien so viele Stop-Motion Filme hervorgebracht haben...

Wie man vor CGI und Computeranimationen mit Modelltricks und Einzelbildern Fantasiewelten erschuf

Historische Verbrechen und deren Aufklärung sind zentraler Plot in einigen spannenden Kinofilmen und Serien

Weshalb Kunsträuber im KIno schon immer eine wichtige Rolle eingenommen haben

Wer im Web nach bestimmten Themen sucht, kann höchst unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Die besten  Rechercheprompts...

Eigentlich überrascht es uns kaum noch, dass auch die Flatscreen Fernseher unser Verhalten präzise überwachen...

Warum nur hat die generative KI so große Probleme bei der Darstellung von Händen und Füßen? Ein Versuch, das zu verstehen...

Wie rasant sich die Technik rund um die Unterdrückung unerwünschter Tonsignale entwickelt hat, ist kaum zu glauben...

Wie die Slapstick-Komödien zu den erfolgreichsten frühen Genres der Stummfilmzeit wurden und bis heute nachwirken

So wie einst die Nagra den Filmton revolutionierte, hatten die britischen Mischpulte die Arbeit an Filmsets radikal verändert.

Es ist schon etwas besonderes, wenn der Titel eines Films aus seiner Handlung oder seinen Dialogen entspringt...

Unsere Welt, das Leben um uns herum bietet unzählige spannende Geschichten, die geradezu danach rufen, verfilmt zu werden...

Streaming und Filmkultur: Wie legale Streaming-Seiten die Film,- und Medienwelt verändert haben

Krise oder Transformation? Ein Plädoyer für neue Formen des Dokumentarischen

Sie ist eine der ältesten Techniken, um realistische Animationen zu schaffen: Die 1914 erfundene Rotoskopie.

In Filmabspännen stehen oft viele Producer. Was machen die eigentlich alle und welche Unterschiede gibt es?