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Beatrice Minger

(c) DOK.fest Standbild aus "E.1027 – EILEEN GRAY AND THE HOUSE BY THE SEA" von Beatrice Minger und Christoph Schaub

 

E.1027 – EILEEN GRAY AND THE HOUSE BY THE SEA

Schweiz 2024 – Regie: Beatrice Minger, Christoph Schaub – OmeU – 88 Minuten

Produktion: Das Kollektiv für audivisuelle Werke GmbH

Die legendäre irische Designerin und Architektin Eileen Gray steht im Mittelpunkt dieses Films, der die Grenzen des Dokumentarfilms auslotet und sich stellenweise wie ein Spielfilm anfühlt. Der Film besticht durch sein Setting, durch das Licht, die Location direkt am Meer. Schon die Eingangssequenz in welcher die Darstellerin Natalie Radmall-Quirke als Eileen Gray von dem von ihr entworfenen Haus hinunter ans Meer geht und hineinspringt, macht neugierig, was dahintersteckt.

Im Zentrum der Geschichte steht jenes Haus, welches Eileen Gray im Auftrag von und zusammen mit Jean Badovici gebaut hat, absolut zukunftsweisend und Avantgarde in jeder Hinsicht. Später, als Eileen Gray nicht mehr in dem Haus wohnt, erdreistet sich der befreundete Architekt Le Corbusier, die Wände des Hauses zu übermalen, eine Anmaßung und Übergriff, dessen Rücknahme Eileen Gray engtschieden einfordert.

 

Beatrice Minger 4000

Die Regisseurin Beatrice Minger im Gespräch mit dem Movie-College

 

Beatrice Minger und Christoph Schaub haben sich gewiss bei dem Film irgendwann entscheiden müssen,- erzählen wir das, was wir recherchiert und was authentisch überliefert ist oder erzählen wir, was sich möglicherweise zugetragen hat. In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Film, die Regisseur*Innen positionieren ihn im Genre Dokufiktion. Tatsächlich ist die Trennwand zum Spielfilm stellenweise, wenn die Filmfiguren intensive Dialoge miteinander führen, recht dünn, doch kaum fühlt es sich danach an, tritt die filmische Erzählposition einen Schritt zurück und wir beobachten die Filmfiguren wieder mit etwas Abstand, wie man es aus klassischen Reenactment-Szenen kennt.

Der Film erzählt auf unterschiedlichen Handlungsebenen und verwendet erstaunlich wenig historisches Material. Dafür gibt es eine Reihe von spannenden Visualisierungen in einer Studioumgebung mit Rückprojektionen, darunter eine tolle Autofahrt von Eileen Gray mit ihrem Freund Jean Badovici. Überhaupt hat der Film hat tolle Lichtstimmungen und Farben und eine ganze Reihe von Visuellen Effekten und ein spannendes Sound-Design.

Der Film selbst ist sehr artifiziell und erlaubt den Zuschauern eine sehr besondere Begegnung mit der Künstlerin Eileen Gray. Nicht alle Fragen, die man hätte, werden beantwortet, die Künstlerin Gray hat selbst dafür gesorgt, dass ihr Privatleben weitgehend verborgen bleiben sollte. Wir haben mit der Regisseurin Beatrice Minger anlässlich der Uraufführung des Films auf dem DOK.fest 2024 gesprochen.

 

 

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