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87 Min., Frankreich 2005 REGIE: Louis Leterrier, Corey Yuen
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Regie: Louis Leterrier, Corey Yuen
Kinostart: 01. September 2005
Tja. Was soll man da sagen? Einer dieser Actionfilme, die furchtbar lustig sind und gleichzeitig ein ziemlicher Schmarrn, wenn man ehrlich ist. Die letzten anspruchsvolleren Filme aus Luc Bessons Feder liegen auch schon eine Zeitlang zurück. "Transporter" ist ein Zielgruppenfilm und eignet sich vielleicht als kurze Unterbrechung der wöchentlichen Netzwerk-Session.
Der Plot ist - nicht einmal für einen Actionfilm - besonders einfallsreich. Politischer Mann bekämpft Drogenkartell, Drogenkartell entführt Sohn, infiziert ihn mit einem supertödlichen Virus. Sohn steckt Vater an, Vater soll gleich die ganze internationale Anti-Drogen-Konferenz anstecken. Bodyguard will Kind retten, rette dabei die ganze Welt. Keine Angst, der Inhalt hätte sich auch noch kürzer zusammenfassen lassen.
Luc Besson frönt hier fast schon zwei Fetischen: einmal einem Auto, das offensichtlich nur den richtigen Fahrer braucht, um ohne den geringsten Kratzer durch diesen Film zu kommen. Und zweitens Modells. Diesmal ist nicht Milla Jovovich zu sehen, sondern eine unbekanntere Spargelstange. Und die darf den Sadomaso-Bösewicht spielen und wird doch recht schnell aus dem Weg geräumt.
"Transporter" ist schon wieder so dämlich und - hoffentlich - selbstironisch, dass es fast schon wieder Spaß macht, den absurdesten und übertriebensten Stunts zuzuschauen. Das eigentlich Witzige daran ist die trockene Art des "Drivers" (Jason Statham), der auch noch auf die haarsträubensten Vorkommnisse mit lakonischem Humor reagiert. Man möchte ja mit diesem Film lachen, wenn denken schon nicht geht. Doch leider sind gegen Ende selbst die Actionszenen so unrealistisch animiert (das aus der Kontrolle geratene Flugzeug bekommt jedes Computerspiel inzwischen besser hin), dass man nur noch verärgert ist. Ein paar Lacher hat der Film, aber dafür lässt man sich im Normalfall nicht 87 Minuten seiner Zeit stehlen.
gesehen von Johannes Prokop

Trennung
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Trennung 115 Min., Deutschland/Frankreich/Israel 2007 REGIE: Amos Gitai DARSTELLER: Juliette Binoche, Liron Levo, Jeanne Moreau |
Regie: Amos Gitai
ab dem 8. Mai 2009 auf DVD erhältlich
Prolog
Uli ist auf dem Weg zu seinem sterbenden Vater. Im Gang des Zuges nach Avignon trifft er eine Junge Palästinenserin. Sie beginnen eine Konversation über Nationalitäten und streiten sich gern mit dem Kontrolleur, der es für nötig hält sie daran zu erinnern, dass er Israeli, sie Palästinenserin eigentlich nicht miteinander reden sollten.
1.Teil
Im Haus seines Vaters angekommen begrüßt ihn spielerisch seine Stiefschwester Ana, gespielt von Juliette Binoche. Der Tod ihres gemeinsamen Vaters scheint den Beiden wenig nahe zu gehen und eher als eine Befreiung empfunden zu werden. In dem Haus des Vaters dominieren ruhige Einstellungen in dunklen Räumen.
Bei der Verlesung des Testaments stellt sich heraus, dass ihr Vater im Kontakt mit Ana´s Tochter stand, die sie auf Druck des Vaters zur Adoption freigegeben hatte und die nun in Israel lebt. Ana beschließt ihren Bruder nach Israel zu begleiten und ihre Tochter zu finden.
2.Teil
In Israel herrscht jedoch Ausnahmezustand. Uli, der Polizei-Offizier ist, soll mit seinen Kollegen die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen räumen. In einer dieser Siedlungen findet Ana ihre Tochter. Trotz der Sprachbarriere finden die beiden zueinander und die zur ersten Hälfte des Films pubertäre und launische Ana findet zu sich selbst.
Währendessen werden die Bewohner der Siedlungen von der Polizei aus ihren Häusern gezerrt und in Busse geladen. Dies ist alles in einem dokumentarischen Stil gefilmt.
„Trennung" ist ein sehr anstrengender Film, der aber die Konflikte in Israel ganz authentisch wiedergibt. Es wird deutlich wie müde die Bevölkerung des Krieges ist. Der Anfang des Films ist zu lang und zu plakativ. Die Kombination aus privater Geschichte und der Politik in Israel geht nicht ganz auf.
Ein Happy End gönnt der Regisseur dem Publikum leider nicht.




