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Regie: Ariadna Pujol

"Aguaviva" ist eine Kleinstadt im Osten von Spanien. Der Ort, der unter starker Jugendabwanderung leidet, bildet den Gegenstand der Betrachtung des gleichnamigen Dokumentarfilms von Ariadna Pujol. Um die Region aufzuwerten und wirtschaftlich anzukurbeln, startet der Bürgermeister eine internationale Initiative, die Migranten aus aller Welt, u.a. auch aus den ehemaligen Kolonien, nach "Aguaviva" holen soll, indem ihnen die umfangreichen Möglichkeiten für Arbeit und Wohnraum aufgezeigt werden.

Dass die Neuankömmlinge auch Probleme mit sich bringen und die Einheimischen sich genauso an die neue Situation gewöhnen müssen, ist eines der Themen dieses Films, der aber nicht zu Letzt auch ein Film über Jugend und das Altwerden, über das Vergehen der Zeit, die Sehnsucht nach Heimat oder genauer: Die Sehnsucht nach Gewohnheit und das Leben auf dem Land ist. In unwahrscheinlich intimer Nähe zu den Einwohnern von "Aguaviva" bewegt sich die Kamera und beleuchtet, ohne wie ein Fremdkörper einzudringen, diese urige Sphäre in ihrem Umbruch. Weite, ruhige Einstellungen lassen uns in die sengende Hitze der spanischen Pampa eintauchen und erinnern in ihrem Charme an Italo-Westernbilder.

Oft beklemmen die Tränen der Menschen durch ihre Echtheit, aber die Fröhlichkeit mancher Momente ist (das sollte man dabei nicht vergessen) großartigerweise genauso echt und es gibt sogar komische Elemente, was "Aguaviva" zu einem wirklich schönen Film macht.

 

gesehen von Jérôme Gemander

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