Szenenbild

  • StudiohintergrundAls Bühnenmaler noch die Hintergründe für Studiobauten gemalt haben, musste man optisch viel tricksen.

  • Wer seinen ersten Tatort inszeniert, möchte entweder gar nicht, oder ganz besonders auffallen. Dietrich Brüggemann möchte Letzteres...

  • Torte gefilmt und abgemahnt? Wie vermauert ist die Welt eigentlich dank abstruser Copyright-Gesetze?

  • Film kennt sehr viele Ebenen und Möglichkeiten der Gestaltung, wer sie sorgsam nutzt, kann beeindruckende Filme machen

  • Kommunikations- und Kunsttheorie

    Linke Gehirnhälfte / rechte Gehirnhälfte... was geschieht mit den Bildern, den Tönen, den Eindrücken, wenn wir Filme rezipieren?

    Linke Gehirnhälfte/rechte Gehirnhälfte... Was geschieht mit den Bildern, den Tönen, den Eindrücken, wenn wir Filme rezipieren?

    Über Sprache zu forschen, herauszufinden, wie sie sich entwickelt hat, wie gesellschaftliche Veränderungen ihren Niederschlag in den Worten der Menschen finden, hat eine lange Tradition. Auch andere Werkzeuge zur Mitteilung - wie Bilder und Skulpturen oder die Musik - wurden zum Gegenstand der Wissenschaft und Theorie. Es verwundert wenig, dass die theoretische Auseinandersetzung mit dem Film beinahe so alt ist, wie der Film selbst. Früher als man denkt, haben sich Theoretiker dem neuen, fremden Medium zugewendet, aus einer Mischung von Neugier, Angst, Sorge um bestehende Künste oder auch großer Freude heraus.

     

    Die Wirkung der Bilder

    Kaum hatte der Film aus den Penny-Arcades und Jahrmärkten seinen Weg in veritable Filmtheater gefunden, begann man intensiv über das moderne Medium nachzudenken. Gerade in seiner Anfangszeit wurde auf vielfältigste Art diskutiert, welche Wirkung, welchen Einfluss die bewegten Bilder, die vorgetäuschte Wirklichkeit denn auf die Menschen haben würde. Dass mit diesen Erörterungen unzählige Warnungen vor Schäden aller Art einher gingen, versteht sich von selbst.

     

    Ästhetik

    Doch auch ästhetische Gesichtspunkte insbesondere der Schauspielkunst, der Perspektive und der Montage früher Stummfilme wurden in Künstlerkreisen und Zirkeln bereits sehr kontrovers diskutiert. Die Geschichten mussten allein durch eine klare, universelle Bildsprache vermittelt werden, schließlich war nicht jeder Zuschauer des Lesens mächtig. Die Zwischentitel der Stummfilme waren lediglich eine Beigabe für das gebildete Publikum. Besonders beeindruckte die Theoretiker die völlige Loslösung bisher bekannter linearer Zeitauffassung. Mit Film war plötzlich alles möglich. Aktuelle Kunstrichtungen wie Futurismus, Expressionismus oder Surrealismus fanden ihren Niederschlag auch im Film.

     

     

    Später, als die technischen Voraussetzungen für den Tonfilm geschaffen wurden, diskutierte man die möglichen künstlerischen und medizinischen Schäden durch Tonfilm. Als er dann doch, lange Jahre nach seiner Erfindung, eingeführt wurde, begannen die ersten Autoren, darüber nachzusinnen, welche Möglichkeiten und Ausdrucksformen dem Film mit dem Ton gegeben wurden.

     

    Der Film als Kunst und Wissenschaft

    Alter Filmprojektor

    Alter 35mm Filmprojektor

    Filme vereinigen viele der klassischen Kommunikationsmittel der Menschen gleichzeitig in sich und haben zugleich nicht allein durch die zeitliche Dimension (Filmablauf) eigene Gesetzmäßigkeiten. Eine theoretische Auseinandersetzung mit Film und Filmsprache ist gerade wegen der Komplexität des Mediums besonders spannend. Nicht jedem Film liegt ein klares Konzept zugrunde. Vieles, was die Wirkung, die Bedeutung, den Einfluss von Filmen ausmacht, wurde intuitiv und unbewusst gestaltet oder hat sich gar zufällig ergeben.

     

    Oft haben Kreative auf unterschiedlichen Kontinenten, ohne voneinander zu wissen, ähnliche filmsprachliche Lösungen gefunden. In allen wichtigen Filmnationen fanden sich Theoretiker, darunter auch Philosophen und Psychologen, die begannen, den Film mit seinen vielschichtigen Ausdrucksebenen zu untersuchen. Namen wie Rudolf Arnheim, Siegfried Krakauer, Hans Richter, Béla Balázs oder Erwin Panovsky seien hier genannt. 1936 begann in den USA das Metropolitan Museum of Art mit dem Aufbau einer Filmsammlung, ein äußeres Signal, dass der Film endlich als Kunstform akzeptiert wurde.

     

    Filmtheorie erlaubt bis zum heutigen Tage Rückschlüsse, Deutungen und Reflektionen zum Medium allgemein und zu konkreten Filmwerken. Sie gehört damit, gemeinsam mit der ihr durchaus nicht so fernen Filmkritik, zu den wichtigsten Indikatoren für den Stand der Filmsprache. Vor allem aber sollte nicht vergessen werden, dass Filmtheorie auch der Weiterentwicklung des Mediums dient, denn Filmemacher können daraus wichtige Anstöße und Ideen für künftige Filme erhalten.

     

    Filmforschung

    Zugegeben, das Wort Forschung wird im universitären Bereich und an Hochschulen häufig recht inflationär gebraucht, man muss also schon genauer hinschauen, wenn man herausragende Arbeiten aufspüren möchte.

     

    Weitere Kapitel im Bereich Filmtheorie

     

    Natürlich gehört auch die Kenntnis gestalterischer und technischer Hintergründe zur Filmtheorie dazu.

     

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Licht, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

    Interessante Studien und Arbeiten finden Sie hier: http://filmstudiesforfree.blogspot.de/

    Eine Seite mit der Analyse von Farbstellungen populärer Filme finden Sie hier: http://moviesincolor.com/#_=_

  • Ein Film erfordert oft viele und nicht selten besondere Drehorte. Was muss man auf der Suche nach der richtigen Location bedenken?

  • Wo ist denn die Truhe mit den Goldstücken...?

    Wo ist die Truhe mit den Goldstücken?

    Szene aus dem Film: Mittelalter auf der Burg (Allary-Film, Tv & Media)

    Die Beschaffung, Organisation und Dekoration der Dinge, der Objekte, die im Motiv vorkommen, gehört zu den Hauptaufgaben eines Requisiteurs (Set Decorator). Dabei geht es nicht darum, irgendwie einen vorgefundenen oder vom Ausstatter gebauten Raum mit Alltagsgegenständen zu füllen, sondern vor allem darum, der Emotion, dem visuellen Stil des Films sowie historischen Aspekten gerecht zu werden.

     

    Ob die Schauspieler sich mit den Dingen, die bespielt werden, wohlfühlen, den Gläsern, aus denen sie trinken, den Telefonen, mit denen sie anrufen, oder den Stiften, mit denen sie schreiben, dies hängt vom Geschick des Requisiteurs ab. Außerdem prägen die Objekte im Bild durchaus auch die Anmutung einer Szene und tragen zur Charakterisierung der Filmfiguren bei.

     

    Aufgaben

    Schuhe prasseln auf Paul in dem Film

    Die Schuhe, die auf Paul (Jacques Breuer) in dem Film "Liebe, Leben,Tod" herniederprasseln hat natürlich die Requisite besorgt

    Anhand des Drehbuchs werden in Besprechungen mit der Regie alle erforderlichen Spielrequisiten besprochen. Der Requisiteur führt eine genaue Liste mit Szenennummern und Bezeichnungen für alle Objekte, die benötigt werden, und stellt sicher, dass die erforderlichen Objekte für den jeweiligen Drehtag auch am Set sind (Requisitenfahrzeug). Ob der Zuschauer einen mittelalterlichen Markt mit unzähligen Produkten wirklich im Film akzeptieren mag, ist Ergebnis gründlicher historischer Recherche und kreativer Beschaffung.

     

    Je nach Film können auch Waffenkunde (Attrappen), Militaria, Farblehre, Fahrzeugkunde (z. B. Oldtimer) etc. erforderlich sein. Vor allem aber bedarf es der Fantasie, die, eng an die Notwendigkeiten der Geschichte und des Bildkonzepts gelehnt, auch mit kleinem Budget Großartiges zu schaffen vermag. Handwerkliches Geschick sollte auch vorhanden sein, Requisitenarbeit am Set ist immer auch ein wenig Improvisation. Dinge rasch und ohne etwas zu beschädigen anbringen oder entfernen ist angesagt.

     

    Wie soll man Bilderrahmen an die Wände hängen, wenn man keine Nägel in die Wand schlagen darf? Ein sinnvoller Werkzeugkoffer muss am Set immer dabei sein. Lässt sich etwa ein in die Mauer eingelassenes Schild in der für den Mittelalter-Shot notwendigen Mauer nicht abschrauben, kann man es auch verdecken, abhängen oder schlimmstenfalls mit wasserlöslicher Abtönfarbe dunkel überstreichen.

     

    Fundus

    Es gibt “Scheckbuch“-Requisiteure, die grundsätzlich nur in einen Fundus gehen und dort alles finden und bestellen, was sie vorfinden. Da kann es schon vorkommen, dass Standard-Küchenhandtücher, die man im Kaufhaus für 8 Euro zu kaufen bekommt, beim Fundus nach 30 Drehtagen mit 95 Euro zu Buche schlagen. Oder Etagenbetten, die man gegen geringe Gebühr bei der Bundeswehr, dem Roten Kreuz oder in Jugendherbergen bekommen könnte, im Fundus 980 Euro Miete für 30 Tage kosten. Es gibt glücklicherweise aber auch solche Requisiteure, die auch in Geschäften, auf Flohmärkten und durch direkte Recherche (per Branchenbuch etc.) die optimalen und zumeist auch wirtschaftlichsten Lösungen finden. Und wenn sie Dinge im Fundus ausleihen, so wissen sie, was sie tun. Dann werden Requisiten nicht für die ganze Drehzeit, sondern nur wenige Tage länger als die Drehtage, in denen sie benötigt werden (Aufbau/Dreh/Rückbau), gemietet.

     

    Teamwork

    Ganz wichtig ist die Kommunikation mit den anderen Kreativen, insbesondere Kamera und Regie. Nur, wenn man den Ausschnitt kennt, der auch tatsächlich im Bild zu sehen ist, kann man die sorgfältig ausgewählten Objekte richtig platzieren. Oft muss auch in Zusammenarbeit mit dem Kameramann die genaue Position festgelegt werden. Kontakte und das Wissen, wo man was beschaffen kann, gehören zu den wichtigen Elementen des Jobs. Aber auch ein feinsinniger Umgang mit den Gegenständen des Alltags ist notwendig. Wer die Wohnung einer Rollenfigur ausstatten will, sollte auch ein Gefühl dafür haben, was für ein Mensch das wohl sein könnte.

     

  • Schnee macht was er will

    Kunstschnee, der selbst Detailaufnahmen standhält.

    Kunstschnee, der selbst Detailaufnahmen standhält.

    Wenn man nicht bei winterlichen Temperaturen gerade irgendwo in den Bergen dreht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass für die geplanten Schneeaufnahmen das ersehnte Weiß ausbleibt.

     

    Oder aber der Schnee hält sich in keiner Weise an die Anschlüsse laut Drehbuch. Mal liegt er hoch, mal ist er fast weggeschmolzen, mal fallen keine oder zu kleine Schneeflocken. Selbst der kälteste Winter ist keine Garantie für sorglose Dreharbeiten. Dieses Schicksal haben nicht nur Filmschaffende zu tragen.

     

    Auch die Werbeindustrie, die für ihre Winterkampagnen das Foto-Shooting vorzugsweise bereits im August oder September ansetzt, ist auf entsprechende Hilfe angewiesen.

     

    Auf Nummer Sicher

    Der Schnee, der auf den Treppenstufen „taut“, hält jede Sonne aus.

    Der Schnee, der auf den Treppenstufen „taut“, hält jede Sonne aus.

    Für die perfekte Illusion und die Planungssicherheit bei Dreharbeiten muss ganz genau geplant werden, welche Einstellungen denn mit Eis und Schnee versehen werden sollen, wie gross der Bildausschnitt wird, und vor allem wie genau denn der Zuschauer den Schnee sehen wird. Je größer die Flächen, desto höher der Aufwand.

     

    Eiszapfen aus Plexiglas lassen sich sogar als Detail aufnehmen, so naturgetreu sind sie. Die guten Stücke sind aber nicht ganz billig, 100,- bis 150,- DM muss man als Stückpreis schon anlegen.
    Eis kann man aus Wachs und Paraffin herstellen.

     

     

    Schnee ist nicht gleich Schnee

    Beim Schnee wird es, je nach Bildausschnitt auch recht kostspielig.

     

    Es gibt chemischen (Schaum-)Schnee, Schnee aus feinem Papierschnitt (sehr fein gemahlene Zellulose), Schnee aus Styropor, Schnee aus Stärke, aus Kartoffelmehl, Schnee aus Silikon, Schnee als Schaumstoffmatten, Schnee aus Sprühdosen für Eisblumen an den Fensterscheiben, aber auch Schneemaschinen, die – sofern die Kälte ausreicht – aus Unmengen von Wasser veritablen Schnee erzeugen.

     

    Der Kunstschnee knirscht unter den Füßen und hinterlässt sogar richtige Schuhabdrücke. Im Bedarfsfall können sogar Schneebälle aus dem Material geformt werden.

     

    Realitätsnah

    Nur wer etwas näher an die weiße Pracht herankommt, entdeckt den Schwindel.

    Nur wer etwas näher an die weiße Pracht herankommt, entdeckt den Schwindel.

    Da die Kosten mit dem Realitätseindruck des Schnees steigen, kann man bei größeren Sets für den Hintergrund durchaus die billigste Variante wählen, und nur im Vordergrund und für den evtl. rieselnden Schnee die Luxus-Ausführung wählen.

     

    Denn im Vordergrund würde es auffallen, wenn die Schneeflocken statt vom Mantel des Hauptdarstellers abzufallen, wie magnetisch am Textil (statisch aufgeladen) haften bleiben. Deshalb nimmt man statt Kunststoff am Besten Schnee aus Seifenlauge, der mit speziellen Schneeerzeugern den Schnee zielgerichtet über dem Bildausschnitt positionieren. Je nach Situation kann zusätzlich auch eine Windmaschine helfen, die Illusion perfekt zu machen.

     

    Einzig die fehlenden Atemfahnen könnten da noch Hinweise auf die Schwindelei geben, doch das Kompensieren die Schauspieler durch ihr Spiel, die roten Wangen und das entsprechende Winter-Outfit. Zu kalt darf es für die Seifen-Schneeflocken auch nicht sein, sonst friert die Seifenlauge ein. Betrachten Sie doch einmal einen der zahllosen amerikanischen Weihnachtsfilme genauer und versuchen Sie, statt auf die Darsteller, auf die Flocken zu achten. Sie werden sehen: Es ist nicht alles Schnee, was fällt.

     

    Es ist übrigens auch schon vorgekommen, dass die Produktion, den Wetterprognosen folgend, viel investiert hat, um für den Winterdrehtag auch sicheren Schnee im Bild zu haben, und das künstliche Weiß wurde nach und nach von echten Schneeflocken zugedeckt...

     

  • Mittelalter Komparsen2Räume haben große erzählerische Kraft, wenn gute Szenenbildner-innen sie entworfen haben. Mehr über einen spannenden Filmberuf...

  • Wind aus der Tube

     

    Nicht nur für dramatische Wettereffekte wie Sturm, oder Schneetreiben benötigt man Windmaschinen. Auch für ganz „normale“ Szenen sind sie durchaus hilfreich.

     

    Herbstlaub oder auf dem Gehweg herumfliegende Zeitungsfetzen geben einem Straßenzug eine ganz eigene Stimmung. Auch Vorhänge, die sich vor dem offenen Fenster leicht im Wind bewegen, können eine Situation bedrohlich oder auch unheimlich werden lassen. Kaum ein Thriller kommt ohne diese Effekte aus.

     

    Wind kann ein starres Bild beleben, kann Sehnsucht nach Ferne oder auch Einsamkeit, Unbehaustheit in die Gesichter der Darsteller hineinwehen. Auch tote Gegenstände auf einem Tisch wirken realistischer, wenn das Tischtuch sich ein wenig bewegt.

     

    Der Natur nachhelfen

    In den seltensten Fällen hilft die Natur selbst mit, die nötige Bewegung ins Bild zu bringen. Außer am Meer, muss man so gut wie immer selbst dafür sorgen, dass die gewünschte steile Brise ans Set geweht kommt.

     

    Zu diesem Zweck gibt es ganz unterschiedliche Größen von Windmaschinen. Die Palette reicht von kompakten kleinen, die einem kräftigen Tischventilator entsprechen, bis hin zu großen Flugzeugpropellern, die auf eigenen fahrbaren Anhängern aufgebaut sind.

     

    Ob es Marilyns Kleid im verflixten siebten Jahr ist oder die Panik im Katastrophenfilm, Wind gehört einfach mit dazu. Mit großen Ventilatoren können sogar die Zweige in Bäumen bewegt werden. Auch im Umgang mit Wind ist Know-how eine wichtige Voraussetzung. Man kann durch gezielte Ablenkung des Winds, ähnlich einem Windkanal die Wirkung deutlich erhöhen.

     

    Man muss es sehen

    Die Departments Ausstattung, Maske und Kostüm können übrigens erheblich dazu beitragen, dass man den wehenden Wind auch sehen kann. Nicht jedes Halstuch flattert im Wind! Organsa ist ein Material, welches dafür besonders geeignet ist. Auch die Haare dürfen nicht zu sehr fixiert werden, sonst flattert kein Strähnchen, das wäre doch schade. Je mehr leichtes Material durch die Gegend gewirbelt werden kann, je mehr im Bild hin und herwackelt (Fensterläden, Türen an Drähten gezogen etc.) desto echter wirkt der Sturm.

     

    Für kurze, starke Windstöße eignet sich besser Pressluft. Entsprechende Kompressoren erlauben dann eine kurze, stärkere Wirkung. Sie finden übrigens auch bei der Simulation von Explosionen Verwendung, wenn es darum geht eine Riesenwolke Filmstaub schlagartig aufzuwirbeln.

     

    Probleme

    Keine Illusionen sollte man sich über die Geräuschentwicklung der hilfreichen Maschinen machen: Originalton ist bei solchen Aufnahmen so gut wie nie möglich. Schließlich sind die großen Geräte direkte Geschwister der Propellerflugzeuge und was das akustisch bedeutet, weiß jeder, der mal neben so einem Flugzeug stand. Ganz nebenbei lieben Mikrofone derart heftige Windentwicklung trotz Korbwindschutz nicht allzu sehr.

     

    Aufnahmen mit Windmaschinen sind daher stets potenzielle Nachsynchronisations-Szenen. Manchmal kann man sich behelfen, indem man die betreffende Szene am Set auch ein paar mal nur für den Ton (ohne Bildaufnahme und ohne Windmaschine) spricht und spielt. Das nennt man Nurton-Aufnahmen. Man kann dann den Ton nachträglich im Schneideraum anlegen. Nurton hilft, hohe Kosten für Nachsynchron einzusparen.

     

    Kosten

    Für Nahaufnahmen eignet sich, wie oben erwähnt, ein kräftiger Tischventilator durchaus. Wenn es etwas mehr Wind sein soll, so gibt es Geräte mit ca. 700-800 Watt Leistung für etwa 30,- Euro am Tag zu mieten. Die richtig großen Geräte auf Anhängern kosten dann ab 250,- Euro pro Tag.