• Akademie

    Lerngruppe 500 DSC04866Nur ein kleiner Teil der Menschen, die erfolgreich in der Medienindustrie tätig sind, hat eine Filmhochschule besucht. Dabei sind Filmhochschulen nicht der einzige Weg in die Medienbranche...

  • Arbeit am Set

    Was genau machen RegisseurInnen eigentlich am Drehort und wie viel Plan und wieviel Zufall prägen den Dreh?

  • Baltic Filmschool Tallinn

    Zu den internationalen Filmschulen Europas, in denen man das Handwerk erlernen kann, gehört jene in Tallinn. Wir haben sie besucht.

  • Beijing Film Academy

    In China Film studieren? Die BFA ist die größte Filmakademie Asiens, wir haben sie uns angeschaut.

  • Die Andersons

    Kino Andersons 1000Bei kaum einem Regisseursnamen kommen wir so oft durcheinander,- es gibt einfach mehr von ihnen,- Zeit das mal ein wenig klarzustellen

  • ENERC

    Die Enerc ist eine staatliche Filmhochschule in Argentinien. Wir haben sie uns näher angeschaut...

  • Erotik

    DanielaLunkewitz 500Liebesfilme haben auf uns schon immer eine bezaubernde Wirkung gehabt: Man verliert sich in einer Kino-Traumwelt und fiebert mit, egal ob es sich um eine junge, tödliche, zerstörerische oder zum Scheitern verurteilte Liebe handelt.

  • Erzählhaltung

    Dreharbeiten500Viele aktuelle TV-Movies vermitteln vielleicht den Eindruck, kleine, witzige Liebesgeschichten  stünden im Mittelpunkt menschlicher Wahrnehmung, doch es ist nicht ausschließlich so.

  • European Film Awards 20

    Filmpreis 500Die Glamour-Veranstaltung wurde ins Online-Universum verlegt,- Paula Beer, Thomas Winterberg und Mads Mikkelsen gehören zu den Siegern...

  • Film & Kunst

    Skizze Unfall 500Die Verbindungen von klassischen Künsten und Film sind viel augenfälliger und enger als man denkt. Ein Tour mitten durch...

  • Film Lernen Jetzt

    Lerngruppe 500 DSC04866Angesichts geschlossener Unis, Hochschulen und Schulen schalten wir Teile des künftigen Akademie-Lehrangebots vorübergehend kostenlos frei.

  • Filmplus Festival 17

    Das Festival feiert, diskutiert und prämiert in Köln vier Tage lang herausragende Leistungen der Editorenkunst.

  • Filmschule

    IMG060MidSumSto 500In der Filmschule des Movie-College findet man Fachwissen rund um Film und Medien in mehreren tausend Kapiteln

  • Förderpreis Neues Deutsches Kino

    Auszeichnungen für "Sommerhäuser", "Magical Mystery oder: die Rückkehr des Karl Schmidt" sowie "Lomo - The Language of Many Others"

  • Freiheit

    Wenn ein/e Regisseur/in ein Drehbuch umsetzt, kann die Haltung dazu sehr unterschiedlich sein.

  • Interviews

    Filmregie braucht Erfahrung, hier geben Regisseur-e/-innen ihre Tipps weiter

  • Kommandos

    Dreh Zuerich05 500

  • Kontrakt 18

    ComputertastaturDas gibt Zoff !! 92 Drehbuchautor-inn-en fordern jetzt massives Mitspracherecht bei den Verfilmungen ihrer Bücher

  • Lachen

    Im Lachen liegt die Kraft... Ein Lachen ist ein sehr variabel einsetzbares Ausdrucksmittel, das Sprache übergreift. Nicht nur die Art von Lachen (spöttisch, vorsichtig, laut), sondern auch der Klang davon spielt eine wichtige Rolle.

  • Musikvideos

     

    MTV und Co

    Li Hagman-Schmalenbach in „Himmelbett“, Episode aus „Midsommar Stories

    Li Hagman-Schmalenbach in „Himmelbett“, Episode aus „Midsommar Stories

     

    Hervorgegangen aus den Arbeiten der Performatler in den 70er und 80er Jahren haben sich die Videoclips zu einer eigenen Form weiterentwickelt, auch wenn sie, ähnlich wie die Werbung, häufig genug Anleihen bei Kinofilmen machen. Und natürlich ist die Erfolgsgeschichte der Musikvideos ganz eng an die von MTV gekoppelt.

     

    Während in der Anfangszeit viele Musikvideos häufig nur gedrehte Mitschnitte von Live-Konzerten waren, entstanden nach und nach, nicht zuletzt auch dank der jährlich vergebenen Music Video Awards, immer aufwändigere und anspruchsvollere Videoclips. Einige davon sind in höchstem Maße artifiziell. Insbesondere die Vermischung von Realem und Visionen und der wachsende Mut zum Künstlerischen führten zur Blüte der Videoclip-Kultur.

     

    Produktionsweise

    Der Name führt übrigens ein wenig in die Irre, da ein großer Teil der Musikvideos gar nicht auf Video, sondern auf 35mm-Film gedreht werden. Vor allem die hochwertige Qualität des Originalmaterials, welche dann alle denkbaren Bearbeitungsschritte zulässt, und der ans Kino erinnernde „Filmlook“ sind Gründe für diese Entscheidung. Die Budgets liegen zwischen 1500 Euro und 1 Million Euro, wobei die berühmtesten Interpreten und Bands auch die höchsten Etats mitbringen. Professionelle Produktionsfirmen, die sich auf Videoclips spezialisiert haben, beginnen allerdings meist erst ab 35.000 Euro.

     

    Die Drehzeit ist häufig recht kurz. Zwei bis drei Drehtage bei recht hohem Drehverhältnis und 16-Stunden-Tagen müssen meist genügen. Werden aufwändige Kamera-Trickaufnahmen gemacht (Time-Slice etc.), dauert so ein Dreh auch schon mal länger. Mehr Zeit und Aufwand wird verstärkt im Postproduktions-Bereich eingesetzt. Die aufwändigsten Compositing-Programme sind gerade gut genug, um die Stars und Sternchen optisch aufzupeppen.

     

    Am Anfang steht jeweils eine bereits fertige Musikproduktion. Diese muss am Set auf einem exakt gleichlaufendem Medium (z. B. DAT) zur Verfügung stehen. Sind die Interpreten im Musikvideo zu sehen, so singen sie in den Takes zum Playback der vorproduzierten Musik. Damit sie die Einsätze richtig treffen, werden so genannte Einzähler (zählen bis Vier oder Klicks bis zum Einsatz) vor die Clips akustisch aufgezeichnet. Um auch später im Schnitt trotz häufig durchgezeichneten Storyboards noch alle Freiheiten zu haben, werden oft längere Passagen als nötig (oder sogar der ganze Song) in jeder Einstellung mit Playback aufgenommen. Dann kann nachträglich freier entschieden werden, in welcher Einstellung welcher Songtext verwendet wird.

     

    Wichtigste Regel: Tonschnitt bestimmt den Bildschnitt, der Ton ist immer maßgebend.

     

    Für den Dreh von Musikvideos sind die sonst eher unnötigen Timecode-Klappen durchaus sinnvoll. Sämtliche Aufnahmen müssen nämlich präzise auf die Musik angelegt werden können, Timecode ist hierfür extrem hilfreich, wenn nicht unumgänglich.

     

    Stil

    Rhythmus und Melodie der Musik erlauben bereits eine starke Emotionalisierung, welche durch geeignete visuelle Sprache noch deutlich gesteigert werden kann. In den letzten Jahren haben sich eigene Stilformen für die meisten Videoclips herauskristallisiert (Fun, Gothic, Western, Country, Trash, Road, Religious). Generell steht der Stilwille ganz im Vordergrund, manchmal wird sogar der Song den medialen Inszenierungen unterworfen, im Negativfall sogar geopfert. Dabei wurde, beginnend in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts, eine starke Symbolsprache entwickelt, die mit zahlreichen Andeutungen und Zitaten arbeitet, um ein besonderes Lebensgefühl zu vermitteln. Freizeit, Party, Bürgertum, Arbeitswelt, Karneval, Armut, Weltuntergang, soziales Engagement, Luxuswelten, Natur, Urgewalten, Science Fiction, Elemente des Lebens, Anonymität der Menschen, Krieg oder Hunger sind einige der Themenbereiche, die immer wieder in Clips variiert werden. Reicht die Qualität von Musikgrundlage und Optik nicht aus, wird auch schon mal mit Gewalt oder Tabubrüchen gearbeitet. Die Indizierung der Clips wird als willkommene Publicity mit einkalkuliert.

     

    Regisseure

    Ähnlich wie die Songs, die sie transportieren, ist der Lebenszyklus eines Videoclips ernüchternd kurz. Einige Clipregisseure haben den Sprung ins Kino versucht. Viele von ihnen (Scott Kalvert, Joseph McGinty Nichol, Tarsem Singh, oder Hype Williams) haben aber sichtlich Schwierigkeiten, im Spielfilm mehr als nur tolle Optik und guten Sound anzubieten. Wer will schon einen stark überdehnten Videoclip mit Langweilefaktor im Kino betrachten? Geschichte, Psychologie und Schauspielführung beim Spielfilm stellen eben doch noch ganz andere Erfordernisse. Auf der anderen Seite haben auch renommierte Kinoregisseure wie Spike Lee oder Martin Scorsese sich an Videoclips herangewagt.

     

    Doch nicht nur in den USA, auch in Europa gibt es diverse Clipregisseure und Produktionsfirmen, die weltweit hoch angesehen sind. Frankreich etwa hat sich in diesem Bereich einen sehr guten Namen gemacht. Quentin Dupieux, der Flat Eric erschaffen hat, die Rolling Stones, Björk (sechs Videoclips), Beck oder die Chemical Brothers haben mit Regisseur Michel Gondry gearbeitet, Neneh Cherry und Missy Elliot mit Jean-Baptiste Mondino, U2, Red Hot Chili Peppers, REM, Garbage oder Alanis Morissette mit Stéphane Sednaoui.

     

    Wie auch im Kinobereich fördert der französische Staat das Genre der Videoclips sehr intensiv. Für Projekte, die zwischen 45.000 und 75.000 Euro kosten, gibt es Förderung, die Ausstrahlung im Fernsehen bringt Geld, und die CNC (Staatliches Filmzentrum) verleiht jedes Jahr 90 bis 100 Prämien (à 10.000 Euro) für qualitativ hochwertige Clips. Glückliches Frankreich!

     

  • One Shot Movies

    Susanna Simon Bad 500In Zeiten des analogen Films nahezu unmöglich, heute aber durchaus technisch machbar, stellen Filme, die in einer Einstellung gedreht sind, nach wie vor eine große Herausforderung dar.

  • Praktika

    Praktikumsplätze finden

     

    Internet-Portale:

    Crew United
     
     

    Praktikum in München

     

    Unter der Webadresse messetreff.com findest Du eine Liste der Filmproduktionen. Alle, bei denen ein Punkt davor steht, bieten Praktika an (nicht jederzeit, aber zumindest grundsätzlich). Dort kann man anrufen oder per E-Mail anfragen. Das ist besser, als wenn Du blind überall hin Bewerbungen schickst. Lieber erst fragen, ob Bedarf besteht, und dann einen kurzen Lebenslauf schicken.

     

    Adressen im Ruhrgebiet

     

    Eine sehr ausführliche Liste vieler Produktionen in NRW findest Du auf der Homepage des Produzentenverbandes in NRW: www.vffv.de. Anfragen, wo gerade ein Praktikum angeboten wird, dann sollte dem erfolgreichen Einstieg nichts mehr im Wege stehen. Wenn dich Praktika bei laufenden Dreharbeiten interessieren, so gibt es einen guten Produktionsspiegel zu Drehs in NRW auf der Homepage der Filmstiftung unter: www.filmstiftung.de.

     

    Doku in Berlin

     

    Mit Empfehlungen ist es, was Berlin angeht, schwierig, da wir die Doku-Szene vor allem in München (Peter Heller, Bertram-Verlag etc.) kennen. Es gibt aber verschiedene Wege, sich mit der Berliner Doku-Landschaft vertraut zu machen, z. B. die Site der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm mit Mitgliederverzeichnis deutschlandweit: agdok.de. Zudem kann man im TV (ARTE, 3sat und andere Sender, die „echte“ Dokus bringen) darauf achten, welche gefallen, und nachsehen, wer die produziert hat (Arte Homepage etc.).

     

    Unsere Tipps:

     

    Einstiegs-Praktikum am Set

    Es kommt vor allem darauf an, was man im Praktikum lernen will. Am Set werden üblicherweise immer Set-Runner gebraucht („hol mal den Molton aus dem Wagen“). Für einen ersten Einblick ist das auch recht nett, aber wirklich weiter kommt man damit nicht. Wenn man weiß, in welche Richtung die Ausbildung gehen soll, kann man am Set die entsprechenden Leute ansprechen und gleich nach Praktika Ausschau halten – der persönliche Kontakt ist ein enormer Bonus!

     

    Die Filmproduktion (Planung, Finanzierung, Management) ist ein Spezialfall. Die Produzenten sind nicht bei allen Produktionen am Set und das Arbeitsfeld ist eher das Büro. Wenn das der zukünftige Beruf werden soll, dann ist eine Bewerbung bei einer Filmproduktion angesagt.

     

    Produktion umfasst neben den Dreharbeiten sehr viel Projektentwicklung, Finanzierung oder auch Vertriebsarbeit. Ein Produktionspraktikum bedeutet also keineswegs automatisch Dreharbeit. Relativ nah an die Regie kommt ein Praktikum im Bereich Regie/Kamera/Ton, da kann man ziemlich viel vom Dreh mitbekommen.

     

    Wer Regie machen will muss alle für sein Handwerk relevanten (einschränkenden) Bereiche des Films kennen lernen. Also auch Produktion. Das Geld ist immer das Limit. Außerdem bekommt man bei der Produktion den besten Überblick über die Zusammenhänge. Empfehlung: Wenn Regie der Wunsch ist – alle Stationen durchlaufen. Denke Ton ist als Einstieg geeignet. Praktika in Produktion, Script, Regie und Kamera sollten folgen.

     

    Movie-College-Team

     

    Erfahrungsberichte von Movie-College Usern

     

    It ain’t that simple...

    Jetzt habe ich es jahrelang probiert, habe bei Produktionen Praktika gemacht und durfte Brötchen schmieren und Kaffee kochen, aber keiner hat einem irgendwas beigebracht über Film. Ich habe versucht an Filmschulen zu kommen... Ablehnung, Ablehnung, tut uns leid, na ja den ganzen Mist.

    Christina S.

     

    Ich finde es absolut scheißschwer, im Filmbereich einen Fuß in die Tür zu kriegen. Und ich habe keineswegs überzogene Ansprüche. Einfach nur mit anpacken – da krieg ich natürlich gleich zu hören dass sie da lieber junge Männer einstellen. Und Praktika im kreativen Bereich, auch Fehlanzeige. Ich habe extra eine auch technisch sehr anspruchsvolle Fotodesign-Ausbildung gemacht um bessere Chancen zu haben, aber meint ihr auch nur ein Kameramann lässt mich auch bloß das Stativ tragen? Wenn ich dann höre, wie die ihre Freunde und Privatbekannten ganz selbstverständlich ins Team schleusen oder Artikel lese wie „das Kamerahandwerk lernte Florian Ballhaus von seinem Vater“ – ja danke – mit Protektion ist es immer einfach. Ich habe jedenfalls den Eindruck dass die Filmwelt reichlich arrogante Leute anzieht die sich gerne interessant machen indem sie ihre Kenntnisse wie ein Industriegeheimnis hüten. Viel Wohlwollen gegenüber lernwilligem Nachwuchs habe ich jedenfalls nicht erkennen können, von Verantwortungsgefühl gegenüber jungen Berufskollegen (-aspiranten) ganz zu schweigen. Vielleicht bin ich an die falschen Leute geraten, aber langsam hab ich das Gefühl, es kann kein Zufall mehr sein.

    Maja

     

    Nach jahrelangem Versuchen, durch Klinkenputzen Fuß in der Welt des Films in Deutschland zu fassen, habe ich diesen Weg nun aufgegeben und mit einem Bekannten eine eigene Filmergruppe mit eigenem Equipment gegründet. Klar – dafür braucht’s ein wenig Geld, aber mit DV lässt sich ja schon so einiges machen. Ich denke durch viel Lesen und selbst angepackte Praxis lässt sich viel lernen. Ich habe natürlich auch vor, mich an einer Hochschule zu bewerben, aber ich werde deswegen nicht meine Zeit mit Arschkriechen vergeuden, sondern vielmehr SELBST produzieren. Dabei lernt man sicherlich mehr als beim Stativschleppen.

    Nicolas

     

  • Redakteurs-Safari

     

    Ital Empfang Rohrwacher 500Regie führen zu können, bedeutet in der professionellen Welt in der Regel auch Menschen finden, die einen für diese Tätigkeit haben wollen, diesen Job finanzieren.

  • Regie

    Aki und Mika KaurismäkiDer europäische Regisseur ist ebenso Künstler: Bei europäischen Regisseur-inn-en ist sogar oft die individuelle Handschrift gefragt

  • Regie & Kamera

    Berufe

    Immo Rentz und Mathias Allary

    Kameramann (Jörg Widmer) und Regisseur (Mathias Allary) bei Dreharbeiten zu “Liebe Leben Tod"

    Die schlechte Nachricht zuerst: Regie ist kein geschützter Beruf. Jeder kann sich Filmregisseur nennen, wenn man ihn Filme machen lässt. Beim Berufsbild Kameramann/-frau ist das zwar ähnlich, aber im Spielfilmbereich kann niemand seine Unfähigkeiten an der Kamera so leicht kaschieren, Fehler werden hier sofort sichtbar. Regieschwächen aber werden oft genug durch Eigenregie der Schauspieler und hochbegabte Regiekameraleute ausgeglichen. Es hat schon viele Filme gegeben, bei denen von der Regie außer: „Kamera ab, Ton ab und Bitte“ kaum weitere Äußerungen zum Gelingen des Filmes beigetragen haben.

     

    Die gute Nachricht: Die Mehrzahl der Regisseure verfügt über ordentliches bis hervorragendes Wissen um Kameratechnik und Bildgestaltung. Während die vorgenannten „ahnungslosen“ Regisseure ihre Kameraleute “einfach machen lassen”, wollen die gut ausgebildeten natürlich auch beim Bild mitgestalten. Wie also kann so eine produktive Zusammenarbeit zwischen Regie und Kamera aussehen?

     

    Begriffsbestimmung

    Der/die Kameramann/-frau ist u. a. zuständig für das Licht, den kreativen Einsatz des Aufnahmemediums (Filmmaterial/Video), die richtige Belichtung, die Bildkomposition, für die Kadrage der Bilder und die Bewegungen der Kamera. Der/die Regisseur/in ist zuständig für die Schauspielführung und die künstlerische Kontrolle aller gestalterischen Elemente. Die Regie ist also verantwortlich für den Film in seiner Gesamtheit. Dazu gehören auch die Bilder. Es handelt sich also um eine gemeinsame Anstrengung von Kamera und Regie. Kurzum: Zwei handwerklich-künstlerische Persönlichkeiten, die gemeinsam sich überschneidende Arbeitsbereiche haben, arbeiten beim Film zusammen.

     

    Die Arbeit mit Kameraleuten

    Zunächst einmal hängt der Beitrag der Regie zum Bild von deren Fähigkeiten in diesem Bereich ab. Es gibt Regisseure, die ihre Vorstellungen gar nicht mitteilen können oder wollen, die den Kameraleuten sagen: Nun mach mal! Vielen fehlt schlicht und einfach das Fachwissen oder die Erfahrung, um in diesem Bereich mitreden zu können. Das Wissen um die Bildaufnahme, wie man damit umgeht und wie man sich darüber abspricht, gehört zu den Basis-Werkzeugen der Regisseure. Andere wollen stets nur ihre eigene Vorstellung umgesetzt wissen und lassen Ideen und Konzepte des Kameramanns gar nicht erst zu. Manche würden am liebsten selbst die Kamera in die Hand nehmen und alles alleine machen. Damit verschenken Sie die Chance, etwas von den Fähigkeiten eines anderen zu lernen. Leider gibt es auch Regisseure, die über Bildgestaltung reden, ohne irgendeine Ahnung davon zu haben. So eine Arbeit ist dann besonders hart für die Kameraleute. Manchmal haben die Regisseure selbst von der Schauspielführung keine Ahnung und die Kameraleute geben diese, getarnt als Positionsanweisungen gleich mit. Auch wenn man auf Pressefotos merkwürdigerweise die Regisseure häufig an der Kamera sieht, haben sie da eigentlich gar nicht viel zu suchen. Wenn der Kameramann ausnahmsweise mal sagt "Schau mal durch, wie findest du das?", dann ist das in Ordnung. Wenn aber der Regisseur ständig auf dem Dolly mitfährt, dann stimmt irgend etwas nicht. Viele lösen den daraus resultierenden Konflikt mit einer Videoausspiegelung. Dann kleben dieselben Regisseure vor dem Monitor und haben noch immer keinen Schimmer von der Wirklichkeit vor der Kamera.

     

    Wie sag ich's?

    Die ideale Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Darauf basieren alle hervorragenden Filme und das erklärt auch, warum Regisseure oft mit den selben Kameraleuten zusammenarbeiten. So hat etwa Bernardo Bertolucci meistens mit dem Kameramann Vittorio Storaro, Ingmar Bermann mit dem Kameramann Sven Nykvist oder Tom Tykwer mit Kameramann Frank Griebe gedreht. Regisseure, die nicht begreifen, dass ein Film als Teamwork einiger Kreativer entsteht, haben Wesentliches nicht begriffen. Kompetente, erfahrene Regisseure aber besprechen alle gestalterischen Mittel, von der Wahl der Brennweite über Bildkomposition, Kamerabewegungen und Licht. Der Schlüssel zur vertrauensvollen Zusammenarbeit liegt im Gespräch. Leider gibt es auch Regisseure, die sich nicht vermitteln (können oder wollen). Sie erwarten quasi von der Kamera seherische Fähigkeiten. Dabei kann man im Dialog vielfältige Mittel verwenden. Ob mal mit Fotos, Beispielen aus der Malerei, Grafik oder einfach anderen Filmen arbeitet, selbst wenn einem das Fachvokabular gänzlich fehlt, kann man sich trotzdem verständigen. Man sollte stets die Auffassungen des anderen respektieren und prüfen, die eigenen Ideen durch Überzeugungsarbeit zu vermitteln versuchen. Dass es dabei auch zu unterschiedlichen Haltungen kommt, ist selbstverständlich, der Dialog dient dann dazu, sich abzustimmen. Wenn gleichwertige Kreative zusammentreffen, helfen die Argumente, die man aufwendet, um den anderen zu überzeugen, ganz nebenbei, seine Vision von dem Film zu vervollkommnen.

     

    Zusammenhänge

    Dreharbeiten zu "Franta"

    Innerhalb eines Teams gibt es mehrere Gruppen, die enger zusammen arbeiten. Der Kameramann etwa ist auf engsten Dialog mit Licht, Kamerabühne und Kameraassistenz angewiesen. Auch zwischen Kamera und Regie sollte ein enger Zusammenhalt bestehen, damit eine gemeinsame optische Vision im Film ihren Niederschlag findet. Allerdings sollten die wichtigsten Gespräche vorab stattgefunden haben, vor Drehbeginn. Kamera und Regie sollten engste Vertraute während der Dreharbeiten sein, ihre Arbeitsbereiche sind unmittelbar miteinander verzahnt. Eine besonders schwierige Situation entsteht, wenn der Regisseur falsche oder schlechte Bildideen erzwingt und der Kameramann um den Irrweg weiß. Doch auch der umgekehrte Fall, eine technisch vielleicht einwandfreie, für den Stoff aber falsche Bildgestaltung, kann Regisseure (vorausgesetzt sie wissen, was sie tun) in große Konflikte bringen. Doch kaum etwas ist schlimmer für laufende Dreharbeiten, als wenn Kamera und Regie vor versammeltem Team über die Bildgestaltung streiten. In diesen Fällen ist es hilfreich, wenn es ebenso kreative Redakteure oder Produzenten gibt, die mit starkem Engagement erspüren, was für das Projekt richtig ist. Gemeinsam mit ihnen lassen sich viele, selbst scheinbar unversöhnliche Gegensätze wieder aufheben.

     

    Fazit

    Ein erfahrener Regisseur weiß, welchen Effekt welche Optik hat und spürt ob das Licht die gewünschte Stimmung transportiert. Es ist eine Gratwanderung, seine Visionen zu vermitteln, die Ideen anderer zuzulassen. Wichtig bleibt vor allem die künstlerische Kontrolle und die produktive Art, seine Vorstellungen mit denen der anderen Kreativen im Team sichtbar zu machen. Denn was immer auch die Gründe sein werden, warum ein Film misslang (das schlechte Drehbuch, die unprofessionelle Produktion, die schlechten Schauspieler), letztlich wird jeder sagen, es lag an der Regie.

     

  • Regie 2 Aufgabe 3

    In diesem Lernmodul geht es um Abläufe und Organisation einer Plansequenz, also einer Szene, die in einer Einstellung gedreht werden soll, ohne jeden Schnitt

  • Regie 2 Lernmodul 3

    In diesem Lernmodul geht es um Abläufe und Organisation einer Plansequenz, also einer Szene, die in einer Einstellung gedreht werden soll, ohne jeden Schnitt

  • Regie und Darsteller

    Die Antworten auf Fragen der User zur Regie haben wir in der Anfangszeit des Movie-College online beantwortet...

  • Regie-Assistenz

    RegieAssistenz1200Was genau macht eigentlich die Regieassistenz in Vorbereitung und Drehphase eines Films? Einblicke in ein komplexes Berufsbild...

  • Regie-Geschichte

    Schriftrolle 500Den Regisseur gab es nicht immer: Früher waren Theaterschauspieler noch Chef über sich selbst, und der Beruf des Regisseurs, wie wir ihn heute kennen, entspringt weitgehend aus dem Film.

  • Regie-Vorarbeit

    Vorproduktion aus Regieperspektive

     

    Auswahlbilder von der Motivsuche zu „Liebe, Leben, Tod“

    Motiv: Abbruchhaus

    „Simon wird von Schlägerbande verprügelt“.

     

    Wenn die lange Phase der Entwicklung und Überarbeitungen des Buches abgeschlossen ist (das kann manchmal Jahre dauern), geht der Film in die nächste Phase, die so genannte Vorproduktion.

    Motivsuche

    Auswahlbilder von der Motivsuche „Liebe, Leben, Tod

    Während der Vorproduktion werden für die einzelnen Bereiche die Budgets festgelegt, Szenen werden geplant, Drehpläne werden erstellt. Dafür sollte der Regisseur genau wissen, wie lang er für welche Szene benötigt. Bevor die erste Einstellung gedreht ist, sollte der Film auf dem Papier bereits weitgehend existieren.

     

    Für den Regisseur bedeutet diese Zeit: Letzte Besetzungsarbeiten, Motivbesichtigungen, Besprechungen, aber auch Abnahmen von Kostümen, Ausstattungen, Drehorten. Kurz gesagt, täglich unzählige Fragen beantworten.

    Die Entscheidungen, auch die Kleinste, sollten genau überlegt sein, denn spätestens am Drehort, wenn der Requisiteur in der Essen-Szene eine Sardinenbüchse auf den Tisch der „hungernden Hafenarbeiter“ dekoriert, obwohl Sie sich viel eher dampfende Pellkartoffeln vorstellen, kommt unweigerlich: “Das war aber so besprochen!“

     

    Um den Überblick nicht zu verlieren...

    Abbruchhaus

    Abbruchhaus

    Es gibt unterschiedlichste Systeme, wie man sich die verschiedenen Aspekte jeder Szene, die für die Regieassistenz wichtig sind, notieren kann. Egal wofür man sich entscheidet, es muss Übersicht und vollständige Kontrolle über alle Erfordernisse einer Szene verschaffen.

     

    Selbstverständlich gibt es auch Programme, die es erlauben die Auszüge am Computer zu erstellen. Doch gerade bei einer so mobilen Tätigkeit wie der Regieassistenz ist es nicht immer erstrebenswert, überall das Notebook,- oder pad mitzuschleppen. Erst recht nicht am Set. So arbeiten sehr viele nach wie vor auf Papier. Und erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut.

     

    Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Inzwischen gibt es sogar Apps, die die Daten zentral in einer Cloud abspeichern, sodass Produktion, Schneideraum und Regie jederzeit auf die Informationen zugreifen und diese ggf. überarbeiten können.

     

    Hier ein typisches Formular, welches für jede einzelne Szene eines Drehbuchs eingerichtet wird. Der Farbcode bedeutet, dass man an dieser Stelle festlegt, mit welchen Buntstiften man sich welche Bereiche im Drehbuch markiert.

  • Regiearbeit

    Mathias Allary Portrait 1000Portrait der Süddeutschen Zeitung über die Filme von Mathias Allary, geschrieben von Gisa Funck

  • Regiespiele

    Dreharbeiten500Wer das Equipment vor die Geschichte, die Kraft der Schauspieler und die Bildgestaltung stellt, hat im Grunde genommen nicht verstanden, wo sich die magischen Momente beim Film wirklich abspielen.

  • Seminar Regie

    Franta (Set) Franta und das Team600Regie zu führen kann man, zumindest in vielen wichtigen Bereichen, auch Online erlernen

  • Seminar-Gebühren

    Dreh Busbahnhof 2000

     

    Gebühren für die Seminarteilnahme

    Unsere Absicht war es, deutlich unter den Gebühren anderer Anbieter für Seminare zu bleiben und dennoch deren Qualität und Inhalte deutlich zu übertreffen. Wir bieten die Online-Seminare deshalb zu folgenden Tarifen an:

     

    Corporation 798,00 Euro (inkl. 19% MwSt.)
    Für Firmenangestellte und andere Teilnehmer, sofern eine Firmenrechnung gewünscht wird.

    Freelancer 598,00 Euro (inkl. 19% MwSt.)
    Für Selbständige (Rechnungsstellung auf Teilnehmeranschrift), Lehrer und Privatpersonen.

    Trainee 538,00 Euro (inkl. 19% MwSt.)
    Für Studenten, Auszubildende und Praktikanten oder bei Erwerbslosigkeit. (Subventionierter Tarif)

     

    Um auch dem talentierten Nachwuchs und kreativen Freischaffenden eine qualifizierte Fortbildung zu ermöglichen, werden die Seminare subventioniert. Fairerweise wird die Gebühr für Schüler, Studenten, Praktikanten und Auszubildende am stärksten subventioniert

     

    Multiplikator-Förderung

    Firmen erhalten einen Zusatzrabatt von 10% auf den Corporate Tarif, wenn Sie als Multiplikatoren fungieren, d. h. wenn sie Praktika anbieten, Nachwuchsfilmprojekte unterstützen oder bereits unterstützt haben. Bitte Nachweis beilegen!

     

    Team & Partner

    Wenn Sie sich zu mehreren (mindestens 2 Personen) anmelden, erhält jeder von Ihnen 10% Nachlass. Anmeldungen bitte unbedingt zusammen absenden! Gruppen erhalten Sonderrabatt. Näheres auf Anfrage.

     

    Ratenzahlung

    In begründeten Ausnahmefällen bieten wir die Möglichkeit, in Raten zu zahlen, an. Dabei muss ein schriftlicher Nachweis erbracht werden, dass es nicht möglich ist, die Summe mit einem Mal zu begleichen. Die Gebühren werden dann auf drei Monatsraten aufgeteilt.

     

    Verschiedene Reduzierungen können nicht kumuliert werden. Pro Anmeldung kann jeweils eine Rabattform zur Anwendung kommen.

    Infos zu den Seminaren

     

  • Set-Kleidung

    Schlechtes Wetter gehört dazu, vor allem, wenn es so im Drehbuch steht

    Schlechtes Wetter gehört dazu, vor allem, wenn es so im Drehbuch steht

     

    Eigentlich kann nur jemand, der mehrere Dreharbeiten erlebt und gut überstanden hat, verstehen, weshalb es Sinn macht, sich über die Bekleidung am Set Gedanken zu machen. Das man optimales technisches Equipment am Set benötigt, leuchtet ja noch ein, aber die Kleidung? Das kann doch so schwer nicht sein, der eigene Kleiderschrank sollte doch den meisten Situationen gewachsen sein, oder?

    Nicht ganz. Dreharbeiten haben ziemlich viel gemein mit Expeditionen. Man ist für einen relativ langen Zeitraum von seiner gewohnten Umgebung fern, hat keinen Schrank oder Schreibtisch dabei und sollte deshalb immer alles Erforderliche dabei haben, sonst drohen schwerwiegende Verzögerungen. Je nach Aufgabenbereich muss man am Set Drehbuch, Bild/Ton Negativberichte, Stifte, Schwämmchen, Make-Up, Walky-Talky, Messband, Fotoapparat, Taschenmesser, Werkzeuge, Arbeitshandschuhe, Kreide, Boardmarker, Handy, Schere, Lassoband, Gaffer-Tape, Pinsel, Leder etc. bei sich tragen.

     

    Jacken

    Da man meistens die Hände zum Arbeiten frei haben will, kann man keine Köfferchen am Drehort herumtragen. Es wird schnell klar, dass man seine Sachen möglichst am Körper tragen sollte. Zweckmäßige Jacken sollte also möglichst vielseitige, und zahlreiche Taschen anbieten, um alles Erforderliche unterbringen zu können. Selbstverständlich spielt auch die Lage der Taschen ein wichtige Rolle, zwei in optimaler entspannter Armposition braucht man allein, um sich bei Kälte die Hände wärmen zu können. Die Handytasche sollte leicht ohne Verrenkungen erreichbar sein (Nicht vergessen: Nur in Drehpausen. Wenn gedreht wird sollten alle Handys aus sein).

     

    Einsatz von Windmaschinen lassen es zusätzlich ungemütlich werden

    Windmaschinen lassen es zusätzlich ungemütlich werden

     

    Nicht ganz unwichtig ist auch das Temperaturverhalten der Jacken. Am Set kann es vorkommen, dass man sehr lange an einer Stelle verharren muss. Laufen, um sich zu wärmen ist nicht. Die Jacke sollte also auch bei großer Kälte absolut vor Wärmeverlust schützen, zugleich aber atmungsaktiv sein. Eine Jacke für alle Jahreszeiten gibt es eigentlich nicht, mindestens zwei, eine für Frühjahr und Herbst, sowie eine Winterjacke mit wärmendem Innenfutter sind sinnvoll.

    Wasserdicht sollten sie sein, und hochwertige Kapuzen haben, denn die engen Budgets bei Produktionen erzwingen Drehtage bei fast jedem Wetter. Hinzu kommen Situationen mit künstlichem Regen, bei denen es wichtig ist, auch unter der Feuerwehrdüsen noch trocken zu bleiben.

    Damit man an den oft recht engen Sets nicht ringsum alles umschmeißt, sollten Jacken nicht aufgebläht wie Pellwurst sondern grundsätzlich eng geschnitten oder noch besser, taillierbar sein. Das Obermaterial sollte möglichst geringe Raschel- Geräusche beim Gehen oder Bewegen erzeugen, der Ton wird es Ihnen danken.

     

    Westen

    Wie die Jacken sollten die Westen möglichst vielfältige Unterbringungsmöglichkeiten in Form von Taschen anbieten. Für kältere Drehs sind gefütterte, für warme Tage strapazierfähige Baumwoll-Westen zu empfehlen. Mindestens vier weite Taschen sollte die Weste haben, je mehr Einteilungen desto besser.

     

    Farbgebung

    Wer sich von seinem Job her häufig in Gefahrenbereichen aufhält, etwa unter Kamerakränen, Scheinwerfern oder gar zum Absperren auf Verkehrswegen stehen muss, sollte auffällige gut sichtbare Farben wählen, etwa Orange oder Rot. Wer eher unauffällig bleiben will oder sollte, etwa wenn man sich als Regieassi unter die Komparsen mischen muss oder an der Kamera steht und nicht in Spiegelungen im Set sichtbar werden darf, sollte eher dunklere Farben, vorzugsweise Schwarz wählen.

     

    Gürteltaschen

    Wenn die eigene Jacke zu wenige Taschen anbietet oder es einfach zu warm ist und man nur ein T-Shirt trägt, können Gürteltaschen den notwendigen Platz anbieten. Speziell für Kamerabühne oder Licht eignen sich Gürteltaschen, bei denen einzelne Fächer die Aufnahme auch von Schraubenzieher, Zange und Taschenmesser erlauben. Auch kleine Taschen zur Aufnahme von Wäscheklammern zu Befestigen von Filterfolien an den Scheinwerfern sind recht nützlich. Standfotografen können hier ihre belichteten und unbelichteten Filme bei sich tragen.

    Solange das Stromaggregat nachts noch draußen läuft, findet man sich beim Arbeitslicht noch halbwegs zurecht. Aber irgendwann wird auch das ausgeschaltet, dann sind Taschenlampen angesagt, gut wenn man eine am Körper trägt. Auch für Walkies mit Headset sind Gürteltaschen ideal, falls man keine Jacke hat, die entsprechende Taschen bereitstellt.

    Für Maskenbildner gibt es Gürteltaschen mit den wichtigsten Utensilien zum Auffrischen und Abtupfen in der Szene, für Kostümbildner Taschen für Textilbürste, Fusselbürste, Nähzeug etc.

     

    Künstlicher Regen bringt zur nächtlichen Kälte auch noch Nässe

    Künstlicher Regen bringt zur nächtlichen Kälte auch noch Nässe

     

    Wer die Klappe schlägt (z.B. Materialassi, Script etc.) braucht sinnvollen Stauraum für Stifte, Schwämmchen, Lassoband und evtl. Negativbericht. Auch hier helfen Gürteltaschen weiter.

     

    Riemen, Gurte, Schlaufen

    Mit An- und Umhängeriemen, an denen sich Karabinerhaken oder Klettverschlüsse befinden, kann man einzelne Objekte auch anhängen, damit man sie nicht verliert. Beleuchter haben auf diese Weise ihre Arbeitshandschuhe, Gaffer Tape oder Lassoband am Gürtel. Kameraassistenten befestigen so oder mit einer kleinen Tasche ihr Messband am Gürtel.

     

    Handschuhe

    Beleuchter müssen am Set schwere Scheinwerfer, Stahlstative, Gerüste, Vorschaltgeräte und vieles Andere mehr Tragen, Aufstellen und Einrichten. Um die Hände zu schützen und besseren Halt zu haben, sind Arbeitshandschuhe aus Leder sehr sinnvoll. Für Sommerdrehs gibt es auch Fingerlose Lederhandschuhe. Die einfache Variante gibt es im Autozubehör, doch es lohnt sich, ein paar Euros mehr in gute Handschuhe zu investieren. Professionelle Beleuchter-Handschuhe gibt es im Movie-College-Shop

    Für die übrigen Jobs sind bei Kälte Fingerhandschuhe zu empfehlen, damit man sich beim Bedienen irgendwelcher Geräte nicht jedes Mal die Handschuhe ausziehen muss. Das Non Plus Ultra in diesem Bereich sind "Handschuhe mit Fingerkappe", die sowohl wie Fäustlinge funktionieren, als auch, wenn man den vorderen Teil abklappt, darunter Fingerhandschuhe sind, bei denen die Fingespitzen frei sind. So kann man perfekt Geräte bedienen.

     

    Schuhe

    Für alle Jobs sind grundsätzlich Kunststoffsohlen angesagt, Ledersohlen machen einfach zu viel Lärm, das schadet dem guten Ton. Bitte auch darauf achten, dass die Gummisohlen nicht auf glatten Böden quietschen. Bei Winterdrehs unbedingt auf gute Wärmeeigenschaften achten, nichts ist schlimmer am Set, als wenn man stundenlang in der Kälte stehen muss und die Füße kaum mehr spürt. Grundsätzlich sind gute Outdoor-Schuhe etwa zum Bergwandern auch für Drehs in kalten Jahreszeiten optimal geeignet.

    Das lange Stehen an kalten Drehorten macht es nicht so einfach, den kalten Boden nicht zu spüren. Hier helfen entsprechend gut isolierende Winterstiefel,- viele davon stammen aus Kanada, wie etwa die Boots von Sorel. Wer keine hat oder wenn die nicht ausreichten, waren akkubetriebene Schuhheizungen ein rettendes Ad-On. Inzwischen gibt es mit Sohlenwärmern (Wärmepads) von Heat Company hervorragende Alternativen, sie halten einen ganzen Drehtag hindurch warm und kommen ohne giftige Chemikalien aus.

    Auf Schnee und Eis sind entsprechende Profile wichtig, wer eine Kamera für 50.000 Euro auf der Schulter trägt, sollte darauf achten, nicht mit dem guten Stück auszurutschen.

    Wer häufig mit schwerem Equipment hantiert, insbesondere Beleuchter und Kamerabühnenleute, kann seine Füße vor Verletzungen durch schwere Stative, Gegengewichte etc. durch Schuhe mit Metallkappen schützen. Die gibt es natürlich bei Herstellern für Berufskleidung aber teilweise auch in normalen Schuhgeschäften. Der britische Schuhhersteller Doc Martens produziert solche Schuhe auch für die englische Polizei und Armee.

     

    Hosen

    Gleise

    Gedreht wird immer und überall, wie das Drehbuch es bestimmt

     

    Was für Jacken gilt, gilt auch für Hosen- möglichst viele große Taschen sollten sie haben. Da man am Set selten ausreichend Stühle vorfindet, setzt man sich halt da hin, wo Platz ist, auf den Boden, auf Steine, Kies oder ins Gras. Robustheit ist also ein zweites Kriterium bei der Wahl. Deshalb trifft man häufiger die Bundeswehr-Kampfhosen am Set, die haben viele Taschen, allerdings können die Knöpfe beim schnellen öffnen und schließen schnell nerven.

    Praktischer sind daher die sogenannten Cargo-Hosen, die etwas friedlicher aussehen und die es in Kurz und Langversion gibt. Reiss- oder Klettverschlüsse erlauben schnellen Zugang zu Werkzeugen etc. Zudem gibt es Regenfeste Ausführungen, die weil atmungsaktiv, auch schlechte Wetterlagen gut überstehen.

    Wenn es sehr kalt ist beim Dreh, sind Isolationshosen dringend angesagt. Mit synthetischen Fasern sind sie kompakter,- Daunenhosen sind hier einfach zu sprerrig und voluminös.

     

    Kappen

    Bei stundenlangem Warten unter brühender Sonne sind Kappen (möglichst in hellen Farben oder Weiß, wegen der Reflektion) eine große Hilfe. Sie schützen den Kopf und das Gesicht vor zu starker Sonneneinwirkung.

     

    Es kommt darauf an...

    Wer sich mit seiner Kleidung auf die Drehbedingungen, die Notwendigkeiten von Kamera und Licht und das Wetter richtig einstellt, der kann mit allen Drehsituationen gut zurecht kommen.

     

  • Stab & Hierarchie

    Drehteam Sofa 2 1000Die Begriffe verraten noch ihren Ursprung und tatsächlich erinnert trotz der kreativen Situation Manches an Filmsets noch an das Militär...

  • Teamführung

    Eigentlich klingt das nach Bürokonstellationen und BWL, aber können Personalführungs-Tricks helfen, wenn am Filmset Probleme hochkochen?

  • Textarbeit

    Schauspieler haben eine Menge Textarbeit, die spätestens am Set ausgearbeitet sein muss. Welches Gefühl, welche Absicht, welcher Gedanke?