Filmteam

  • Die kleinen Dinge

    Es sind die Details, die kleinen Dinge am Set, welche die Arbeit erleichtern, das Teamgefühl stärken. Erfahrene Produzenten wissen das und legen auch auf die Kleinigkeiten Wert, die vielleicht nicht direkt im Bild zu sehen sind – indirekt aber dafür umso mehr die Qualität des Produktes heben. Schließlich organisieren und leiten sie den Dreh nicht nur, manchmal sind auch Vater, Mutter und der gute Geist des Teams.

    Beginnen wir mit dem Naheliegendsten: Der Verpflegung. Während der Drehzeit befindet sich ein Filmteam im Ausnahmezustand. Seine Mitglieder kommen so gut wie nicht zum Einkaufen, die Läden haben nach Drehschluss meist geschlossen, man ist also auf Ihre Verpflegung angewiesen.

     

    Verpflegung am Set

     

    Gutes Essen zu allen Mahlzeiten, welche auch auf individuelle Ernährungswünsche (Vegetarisch) eingeht, trägt deutlich zur Zufriedenheit des Teams bei.

     

    Für die Nebenverpflegung (belegte Brötchen, Kuchen, Getränke) keine Billigprodukte, sondern hochwertige Waren günstig einkaufen (Gewerbe-Großmärkte).

     

    Verpflegung in Restaurants in unmittelbarer Nähe des Drehorts, mit denen man z.B.  für 3 oder 4 Auswahlgerichte feste Preise aushandelt, wird meist als willkommene Alternative zum Catering am Set empfunden. Sinnvoll: Vorherige klare Ansage, dass neben dem Essen nur ein alkoholfreies Getränk pro Teammitglied übernommen wird.

     

    Um Zeit zu sparen, sollte ein Blatt auf dem die Auswahlgerichte gelistet sind, bereits Vormittags am Drehort herumgereicht werden, auf dem jeder seinen Wunsch einträgt. Dann kann man die Liste mit Vorlaufzeit dem Restaurant übergeben, damit alle Gerichte möglichst schon fertig sind, wenn das Team eintrifft.

     

    Lassen sich an Motiven keine Restaurants erreichen, ist es wichtig für das mobile Catering vernünftige Essgelegenheiten einzurichten. Niemand isst gerne mit dem Pappteller auf den Knien. Bierbänke und Tische sind sehr zu empfehlen. Für Buffets kann man leichte Alu-Tapeziertische verwenden. Die wiegen fast nichts und sind schnell auf-, und abgebaut. Bei Sonnenhitze sind auch diese Pavillons aus dem Gartencenter sehr gute Schattenspender.

     

    Die Widrigkeiten am Drehort sind oft vielfältig. Meistens kennt nur die Produktion vorab das Motiv und kann etwa in der Dispo auf mögliche Besonderheiten (rutschiges, feuchtes Gelände, kalte Räume etc.) hinweisen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, wenn die Set-Aufnahmeleitung dem Team auch bei diesen Gegebenheiten hilft.

     

    Nützliche Helfer

     

    Bei nächtlichen Dreharbeiten im Sommer an stehenden Gewässern wirken die Filmscheinwerfer wie Magnete auf sämtliche Insekten, vor allem natürlich auf Mücken. Kluge Aufnahmeleiter verteilen an das Team Insektenschutz-Mittel zum Einreiben.

     

    Dreharbeiten unter Sonnenhitze auf offener Fläche ohne rettenden Schatten kann man mit Sonnenschutz-Mittel besser überstehen.

     

    Bei Dreharbeiten in kälteren Jahreszeiten sind Heizstrahler und noch mehr warme Getränke sehr wichtig. Aufwärmräume oder mehrere Wohnmobile mit Standheizung können auch bei bitterer Kälte weiterhelfen.

    So banal es auch klingt, auch die Frage von Toiletten sollte für jedes Motiv vorab geklärt und organisiert sein. Finden sich vor Ort keine Lösungen, so lassen sich mobile Toiletten anmieten.

    Die Organisation eines Drehs ist stets auf präzise Vorhersagen des lokalen Wetters angewiesen. Infos darüber können auch in der Dispo sinnvoll sein, damit sich das Team sinnvoll kleidet. An Regentagen sind ein paar zusätzliche Schirme oder Regenkleidung hilfreich.

    So ein Filmteam ist meistens bunt zusammengewürfelt. Einige kennen sich, die meisten begegnen sich jedoch zum ersten Mal und müssen während der kommenden Drehzeit oft auf engstem Raum, manchmal unter erschwerten Bedingungen und zugleich sehr stark als Team zusammenarbeiten. Man darf auch nicht vergessen, dass einige Teammitglieder auch ihre persönlichen Konflikte mit in die Arbeit hineintragen.

     

    Teamgeist

    • Kurz vor Drehbeginn kann ein kleines „Warm-Up“ helfen, dass sich das Team kennenlernt. Wichtig für alle Festivitäten ist ein sinnvolles Timing. Besser vor freien Tagen einplanen und nicht vor Drehtagen. Falls das Fest länger dauert, hat das Team sonst vielleicht zu wenig Schlaf bekommen, so etwas kann einen Drehtag stark beeinträchtigen.
    • Die Produktion kann z. B. aus den Lohnsteuerkarten der Mitarbeiter erkennen, wer während der Drehzeit Geburtstag hat. Eine kleine Überraschungstorte am Drehort ist eine freundliche Geste, die von allen positiv bewertet wird.
    • Nach der Hälfte der Drehzeit kann ein kleines „Bergfest“ bei der Motivation eines vielleicht schon stark beanspruchten Teams helfen. Ebenso wichtig ist das Abschlussfest, welches man sinnvollerweise ein paar Tage hinter den Drehschluss legt.
    • Eine etwas seltsame Angewohnheit mancher Teams, die so genannte Schnapsklappe, geschlagen, immer wenn sich bestimmte Klappennummern wiederholen (z. B. 3-3-3), sollte nicht kategorisch abgelehnt, aber auch nicht allzu intensiv „begangen“ werden. Schnapsklappe auf die Regie bedeutet, der/die Regisseur/-in gibt eine Runde Sekt aus. Es hat schon Filmteams gegeben, die mehrmals täglich Schnapsklappen auf Produktion, Ausstattung, Kostüm, den Nikolaus... schlugen, dazu Sekt aus Plastikbechern tranken und folglich den Dreh in einer Art Dämmerzustand abgewickelt haben.
  • Teamwork ist alles!

    Das Filmteam von

    Das Filmteam von "Liebe, Leben, Tod" zusammen mit Katharina Thalbach und Jacques Breuer

    Erfolg und Misserfolg eines Filmes hängen ganz eng mit den Darstellern und dem Stab zusammen. Wenn es Ihnen gelingt, die richtigen Leute für Ihr Projekt zu gewinnen, die Ihre Vision verstehen und unterstützen, so werden alle Beteiligten ihren ganz eigenen Anteil zum Erfolg des Vorhabens beitragen.

     

    Zahlreiche Kreative arbeiten an einem Film zusammen, neudeutsch spricht man auch gerne von den verschiedenen "Gewerken", die bei einem solchen Projekt zusammenarbeiten. Wer so alles zu einem Team gehört und welche Funktionen es da so alles gibt entnehmen Sie am Besten den Stablisten diverser Filme. Die wichtigsten Jobs beim Film haben wir in diesem Bereich zusammengestellt. Weitere Informationen zu den einzelnen Berufsbildern bieten die Berufsverbände auf ihren Seiten an.

     

    Regie

    Regie & Kamera

    Regie-Assistenz

    Script/Continuity

     

    Kamerateam

    Der Kameramann bringt sein ganzes Können und Wissen um Bilder, Licht, Farben und Bewegung mit in Ihren Film ein. Mit ihm zusammen werden Sie die Auflösung planen, herausfinden, welche Bildsprache für die Geschichte optimal ist.

     

    Kamera-Assistenz

    Kamera-Bühne

     

    Schauspieler

    Schauspieler

     

    Ausstattung

    Der Ausstatter (Filmarchitekt) ist ganz entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Geschichte, er muss Ihre Vorstellungen in glaubhafte Räume pflanzen. Gemeinsam mit den Requisiteuren und der Baubühne schafft er (sie) eine neue Wirklichkeit, jene, die Ihrer Geschichte und Ihren Wünschen entspricht. Außerdem wirken sie entscheidend bei der Herstellung eines bestimmten Looks oder einer dezidierten Farbdramaturgie mit.

     

    Requisite

    Kostümbildner

    Maske

     

    Ton

    Tonmeister

     

    Besetzung

    Die Besetzung entscheidet darüber, ob Ihre Figuren lebendig werden oder immer nur Behauptungen bleiben. Dabei werden Sie sich gewiss von verschiedensten Kriterien leiten lassen. Aussehen, Können, Stimme und auch der Bekanntheitsgrad der Darsteller spielen eine Rolle. Letztlich sollten Sie sich aber vor allem von Ihrem Gefühl leiten lassen. Wenn Sie sich nicht alleine um die Besetzung kümmern wollen, gibt es zahlreiche CasterInnen, die Ihnen den Film besetzen. Einige von ihnen haben einen richtig guten Ruf und tragen sehr zum Gelingen der Filme bei.

     

  • Die Situation für Filmschaffende ist auch in Österreich schwierig. Kollektivvertrags für Filmberufe haben die Gewerkschaft "younion" und der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft - derstandard.at/2000068807527/2-5-Prozent-mehr-Lohn-fuer-Filmschaffende-beschlossenKollektivvertrags für Filmberufe haben die Gewerkschaft "younion" und der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft - derstandard.at/2000068807527/2-5-Prozent-mehr-Lohn-fuer-Filmschaffende-beschlossenKollektivvertrags für Filmberufe haben die Gewerkschaft "younion" und der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft - derstandard.at/2000068807527/2-5-Prozent-mehr-Lohn-fuer-Filmschaffende-beschlossenDie Gewerkschaft Younion und der Fachverband der Film,- und Musikwirtschaft haben eine Erhöhung der Gehälter um 2,5 % beschlossen

  • Tuchfühlung

    Drehzeit – für einige Wochen oder Monate werden sehr viele Menschen, die sich vielleicht vorher nicht kannten, und die alle ihre ureigene Biographie mitbringen, sehr intensiv zusammenarbeiten und ein kleines Stück Lebenszeit miteinander verbringen. Kommt es zu schwerwiegenden Störungen in diesem Mikrokosmos, der sich Team nennt, sind Produktionsleiter und Produzent gefordert, mit Menschenkenntnis, Sachverstand und Feingefühl Schaden vom Filmprojekt abzuwenden.

     

    Alleskönner

     

    Auch wenn Sie sich nicht auf Ton, Bild, Schnitt, Licht oder Kamera spezialisieren wollen und diese Themen Sie wenig interessieren: Als Produzent sollten Sie versuchen, Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen. Ihr Wissen benötigen Sie nicht nur in direkt kreativen Aufgaben, sondern auch in der Organisation. Es hilft Ihnen einzuschätzen, wie Zeitaufwand, Kosten und Qualität zusammenhängen aber auch dabei, die Ursachen für mögliche Fehler konkret herausfinden zu können.

     

    Sie müssen lernen, Ihre eigene und die Arbeit des ganzen Teams von der Beobachtung am Drehort, ganz besonders aber von den Filmmustern her beurteilen zu können. Sie haben nicht die Zeit, bis zum fertig geschnittenen Film zu warten, um zu wissen, was gut, was schlecht gemacht wurde. Wenn das Material abgedreht ist, interessiert sich niemand für Ihre logischen Erklärungen, warum bestimmte Bestandteile des Filmes nicht so gut gelungen sind.

     

    Suboptimale Ergebnisse

    Selten wird es gelingen, in allen Arbeitsbereichen die absolut besten Mitarbeiter zu verpflichten. Und Sie werden auch damit leben müssen, wenn beim Dreh Teilbereiche nicht absolut optimal ausfallen. Womit Sie aber nicht leben sollten, sind eindeutige Unfähigkeiten, welche sogar die Dreharbeiten oder die Verwendbarkeit des gedrehten Materials in Frage stellen:

     

    • Scheuen Sie sich nicht, so schwer es auch fällt, Teammitglieder auszuwechseln, wenn diese die hochwertige Arbeit des ganzen Teams durch Nachlässigkeit oder Unfähigkeit gefährden.

     

    Wir hatten in einer Produktion einmal einen Kameraassistenten, der die Entfernung von der Kamera (Bildebene) bis zu den Schauspielern nicht mit dem üblichen Maßband maß, sondern seine Arme in die Luft streckte und mit „geschultem Auge“ schätzte. All dies mit einer Mimik unantastbarer Professionalität. Auf Nachfragen meinte er, er wisse, was er tue und verbat sich jede Einmischung. Die ersten Unschärfen in den Filmmustern schob er den Optiken zu. Wir ließen sie überprüfen, sie waren in Ordnung. Vermutlich sei die Kamera, genauer deren Auflagemaß, nicht in Ordnung. Wir wechselten die Kamera. Die neue Kamera änderte an gelegentlichen Unschärfen trotzdem nichts. Sie können sich denken, was bzw. wen wir als nächstes auswechselten... Von da an waren sämtliche Aufnahmen gestochen scharf.

     

    Dunkle Aura

    • Es kann auch vorkommen, dass Mitarbeiter sich in einer persönlichen Krise befinden und durch extrem negative Kommentare und Äußerungen ein ganzes Team in Lähmung versetzen können. Damit sind nicht Situationen gemeint, in denen jemand etwa einen Trauerfall zu beklagen hat. Das kann im wirklichen Leben und bei Dreharbeiten immer auftreten. Ein Filmteam kann damit umgehen und auch für die Betroffenen ist die Arbeit am Projekt unter Umständen hilfreich, den Schmerz zu überwinden.

     

    Eine Regieassistentin brachte, aus welchen persönlichen Gründen auch immer, in den Vorbereitungen zu einem Spielfilmprojekt durch Äußerungen wie „Das kann man nicht schaffen...“ und „Den Dreh muss man doch abbrechen...“ eine so negative Grundstimmung auf, dass auch andere Mitarbeiter an dem Projekt zu zweifeln begannen. Dass die Regieassistentin auch in ihren Vorbereitungen auf der Stelle trat, versteht sich von selbst. Der Drehbeginn schien unter diesen Umständen gefährdet. Man trennte sich im gegenseitigem Einvernehmen. Die neue Regieassistentin machte ihren Job vorbildlich und die Dreharbeiten verliefen einwandfrei.

     

    In einem solchen Fall sollte der Produktionsleiter oder Produzent möglichst bald das Gespräch mit dem oder der Betreffenden suchen und versuchen herauszufinden, wie man helfen kann und wie man einen Weg aus der Krise findet. Manchmal muss man sich aber auch trennen.

     

    Spannungen

    • So wie bei Dreharbeiten häufig Freundschaften entstehen können, so sind auch Animositäten einzelner Mitarbeiter untereinander möglich. Spätestens wenn ein großer Teil der Energien in gegenseitige Beschimpfungen und Aggressionen gegeneinander investiert werden, sollten Sie die Notbremse ziehen und das Gespräch zwischen den Parteien suchen. Wenn Ihre mündliche (Zeugen) oder schriftliche Abmahnung keine Besserung erbringt, ist eine Trennung wie immer nicht auszuschließen.

     

    Diese Beispiele sind nicht gedacht, Sie zu erschrecken. Aber obwohl die Atmosphäre bei Dreharbeiten in aller Regel freundlich ist, so können auch hier  Problemsituationen entstehen. Siehe auch: Problememacher.

     

  • Bei Dreharbeiten zur englischen Krimiserie "Rellik" musste der Leichenfund-Dreh in einem Park abgesagt werden, weil die Polizei eine echte Leiche fand

  • Ein Location Scout, der für die nächste Staffel von "Narcos" in Mexico Drehorte suchte, wurde bei seiner Arbeit erschossen

  • Chaos sortieren

    Dreh Moneyfix

    Dreh für Moneyfix mit kleinem Team

    Die Gagen sind Verhandlungssache. Eine Richtlinie stellen die Tarife der Gewerkschaft Verdi (Gewerkschaft) dar, die diese mit den beteiligten Produzentenverbänden ausgehandelt haben. Doch man sollte nicht unterschätzen, welche Zusatzkosten die so genannten Personal-Nebenkosten darstellen.

     

    Haben Sie schon mal versucht, ausgerüstet mit Listen, Richtlinien, Taschenrechner und Buntstift, die Sozialabgaben, Zuschläge etc. für einen einzelnen Mitarbeiter zu berechnen. Ganz schön heftig, nicht wahr. Aber keine Sorge, CineCalc (Vollversion) nimmt ihnen das ab und zwar für sämtliche Mitarbeiter ihrer Produktion. In der Lite-Version von CineCalc können die Personalnebenkosten als Prozentsatz aus den Summen der Gagen berechnet und als Pauschalen eingegeben werden. Für die Zuschläge (Überstunden, Feiertage etc.) kann man mit Pauschalen arbeiten.

     

    Neue Spielregeln

    Ein schwieriges Kapitel. Alle paar Jahre setzen die Gewerkschaften oder der Gesetzgeber oder wer auch immer, alle verfügbare Energie daran, die Abrechnungsmodalitäten noch komplizierter zu gestalten, als sie bisher schon waren. Viele innere Widersprüche werden bei dieser Gelegenheit ebenfalls eingebaut und gelegentlich durch vorsichtige Rundschreiben etwa an die Mitglieder der Gewerkschaft für einen Irrtum erklärt.

     

    Da Sie mit CineCalc  im Lauf der Jahre viele Kalkulationen erstellen werden, haben wir Ihnen die Möglichkeit geschaffen, die Veränderungen der Sätze selbst einzugeben. Zu diesem Zweck befinden sich über dem Bereich der Nebenkosten diverse Eingabefelder für die Höhe der Krankenkassenkosten, der Zuschläge auf Nachtarbeit, Feiertage etc.

    Bemessungsgrenze

    Dies sind die jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen (Höchstgrenzen) der Krankenkassen, und wie die Dinge in der Welt so stehen, werden sich diese gewiß auch bei Gelegenheit wieder mal erhöhen. Basis für uns sind die Sätze der AOK. Hier erhalten Sie im Zweifelsfall die aktuellen Werte. Natürlich gibt es immer auch Ksssen die teurer und andere die etwas günstiger sind, doch als Mittelwert für die Vorkalkulation funktionieren die Werte der AOK bestens.

     

    Also wenn die Anschaffung oder Ihr letztes Update von CineCalc  bereits länger zurückliegen, dann überprüfen Sie bitte, ob die wichtigsten Werte der Personalnebenkosten noch stimmen.  Die farbig markierten Felder können von Ihnen jederzeit aktualisiert werden.

    Grundsätzlich gilt: Der Bereich Personalnebenkosten geht von der Annahme aus, dass die Einheit der Abrechnung in der ersten drei Blöcken grundsätzlich in Wochen ausgewertet wird, die sonstigen Kräfte im vierten Block (Sonstiger Stab) nach Tagen!

     

    Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, den Beleuchtern Wochenpauschalen aufs Auge drücken zu wollen. Dies widerspricht nicht nur der Praxis, sondern es bringt die programmierten Sätze von CineCalc derart durcheinander, dass die berechneten Überstundensätze oder Zuschläge etc. nicht mehr den tatsächlichen Sätzen entsprechen.

     

    Also belassen Sie es bitte bei den Tagessätzen im vierten Block. Und umgekehrt bitte in den oberen Blöcken die allgemein üblichen Wochengagen belassen, und nicht plötzlich Tagesgagen einsetzen wollen. Wenn Ihr Dreh nur 3 Tage dauert, dann geben sie bitte 1,7 in der betreffenden Spalte ein.

     

    Urlaub

    Schublade, aus der Zeitungsauschnitte quillen

    Damit Sie jedoch auch entscheiden können, ob und wer Anrecht etwa auf Urlaubsabgeltung hat, oder wer sozialversicherungspflichtig ist, gibt es ganz links am Anfang der Felder für Sozialabgaben zwei Spalten in denen Sie jeweils Ja oder Nein eingeben können.

     

    In der Regel werden Sie in der Spalte Vers. Pflicht? ein „Ja“ eingeben, denn wie allgemein bekannt ist, duldet der Gesetzgeber nur für ganz wenige, handverlesene Berufe die Rechnungstellung. Das sind etwa der Filmarchitekt, der Autor oder der Regisseur. Manche Teammitglieder behaupten zwar vehement das Gegenteil, aber es sollte bei wenigen Ausnahmen wie “Produktionsberatung“, “Look-Design“ oder “Licht-Design“ bleiben.

     

    Urlaubsanspruch

    Wenn ihr Mitarbeiter mehr als 7 Arbeitstage zusammenhängend bei Ihnen beschäftigt ist, erwächst daraus ein Urlaubsanspruch. CineCalc wertet ihre Eingaben aus, und berechnet die Zahl der Urlaubstage, und den Betrag, den es kostet, diese Urlaubstage auszuzahlen. Das Programm erkennt übrigens auch, wenn Sie versehentlich jemand Urlaub verschreiben wollen, der weniger als 7 zusammenhängende Arbeitstage bei Ihnen beschäftigt ist. In dem Fall wird einfach automatisch kein Urlaub berechnet. Sie können aber auch, und das ist im Low- Budget-Bereich durchaus üblich mit dem Team vereinbaren (Vertragsbestandteil), dass keine Urlaubsgelder gezahlt werden.

     

    Nachtzuschläge

    Nachtzuschläge

    Die Nachtzuschläge werden in Stunden berechnet. Geben sie also bitte ein, wie viele Stunden Nachtdreh sie beabsichtigen. Die Zuschläge für Sonntage oder Feiertage hingegen berechnen sich nach Tagen. Hier also bitte einzelne Tage eingeben!

     

    Überstunden

    Übrstunden

    Die Anzahl der Überstunden bezieht sich auf die gesamte Drehzeit und errechnet, verteilt auf die Wochen eine durchschnittliche Überstundenzahl pro Woche, die wiederum dafür ausschlaggebend ist, wie hoch der prozentuale Zuschlag pro Stunde ausfällt. Der unterscheidet sich nämlich in Abhängigkeit davon, ob 2, 6 oder mehr als 10 Stunden pro Woche Überstunden sind. Wie schon gesagt, man hat sich viel Mühe gegeben, es kompliziert zu gestalten. Aber keine Sorge, CineCalc berechnet die voraussichtlichen Kosten so genau wie möglich.

     

    Spesen

    Inzwischen differenziert man 3 unterschiedliche Abwesenheiten vom Firmensitz. 8, 14 und 24 Stunden. Bitte geben sie ein, wie viele Tage der jeweiligen Dauer der betreffende Mitarbeiter vom Firmensitz abwesend sein wird. Übrigens: Sollten Sie versehentlich in der Spalte mehr Tage eingegeben haben, als der Mitarbeiter überhaupt Arbeitstage in ihrem Projekt hat (Kann ja mal vorkommen, in der Eile...) warnt Sie das Programm indem es die Zahl der verbleibenden Drehtage (rechts neben den Eingabefeldern) rot einfärbt. In diesem Fall bitte korrigieren!

     

    Sozialnebenkosten

    Bei den Kosten der Krankenkasse, der Rentenversicherung und Pflegeversicherung wurde im Prinzip die AOK-Liste verwendet, die im oberen Durchschnitt angesiedelt ist. Gewiß wird es im Team auch Mitarbeiter geben, die in günstigeren Kassen (Technikerkrankenkasse etc.) versichert sind, aber eben auch andere, die teurer versichert sind, oder gar privat und dafür einen Arbeitgeberanteil erwarten. So ergibt sich am Ende ein Durchschnittswert, der relativ nahe am Durchschnittswert liegt, den CineCalc für Sie ermittelt hat.

     

    Erschrecken Sie nicht über die hohen Beiträge zur Krankenkasse. Das ist realistisch. Die Kassen hängen nämlich der umstrittenen Meinung an, dass Filmschaffende 12 Monate im Jahr arbeiten und durchgehend hohe Monatsgehälter bekommen.

     

    So kann es Ihnen passieren, wenn Sie etwa als Regisseur für einen Film, an dem Sie 1 Jahr arbeiten, Ihr Honorar in einem einzigen Monat ausgezahlt bekommen, dass die Krankenkasse in der Annahme einen Spitzenverdiener vor sich zu haben, den Höchstsatz kassiert. Bei 7500,- Euro,- Regiegage (Nachwuchsreihe ZDF oder SWF) zieht Ihnen die Kasse an Sozialnebenkosten 1700,- Euro,- ab. Für das Finanzamt bleiben Sie glücklicherweise unter der Besteuerungsgrenze. Bleiben für den Lebensunterhalt und die Minimum-Sozialnebenkosten während des restlichen Jahres noch 5800,- Euro. Glückwunsch!

     

    Verpflegung

    Bitte kreuzen Sie in der Spalte für Catering ein X an, wenn Sie für die betreffenden Teammitglieder oder Darsteller ein solches vorgesehen haben. Einerseits berechnet CineCalc hierfür die Kosten, andererseits nimmt es die vom Gesetzgeber vorgesehene Verrechnung mit Spesen etc. vor. Essen am Drehort wird nämlich als Einnahme (genauer geldwerter Vorteil) betrachtet!

     

    Bei der Zusammenfassung von Personalnebenkosten findet sich auch eine Position LST auf Catering. Diese Position berücksichtigt, dass der Gesetzgeber beschlossen hat, Tagessätze für Verpflegung steuerpflichtig zu machen. Diese werden schlicht als Einnahme gewertet, auch wenn die Ausbeute lediglich mit dem Mund erfolgt, und nicht per Scheck oder  Banküberweisung. Das sind diese so genannten Geldwerten Vorteile etc. Nun ja, also das müssen Sie auch kalkulieren und bedauerlicherweise auch zahlen. Allerdings gibt es auch inzwischen Urteile und Fälle, wo davon ausgegangen wird, dass diese Beträge wegen der Schwere der Arbeit nicht als Geldwerter Vorteil gewertet werden können. Wenn Sie das Risiko eingehen wollen, können Sie die Steuersätze auch nullen. Das reduziert die Produktionskosten.

     

    Vergessen Sie bitte nicht, auch bei den Darstellern und den Komparsen die betreffenden Eingaben zu machen. Auch für Komparsen müssen sie, allerdings nur pauschal Sozialabgaben leisten! Die linke Spalte listet die Gesamtzahl der Komparsen und Tage auf. Rechts bitte die Kreuzchen für das Catering nicht vergessen! Damit die Damen und Herren nicht hungern oder dürsten müssen...

     

    Sonstige Kassen

    Dann gibt es da noch die Zusatzversorgungskassen der Rundfunkanstalten. Wenn sie dort Mitglied sind, müssen Sie Beiträge für Ihre Mitarbeiter, die ebenfalls Mitglied sind, abführen.

     

    Berufsgenossenschaft

    Produzenten sind in der Regel Mitglied bei der Berufsgenossenschaft, über die ihre Mitarbeiter dann auch gegen Berufunfälle versichert sind. Dafür muss der Produzent einen Prozentsatz von den Sozialnebenkosten an die Berufsgenossenschaft abführen, in der Regel erfolgt dies jährlich. Ganz oben (U68) können Sie CineCalc  mitteilen, ob Sie Mitglied sind. Die für den Filmbereich zuständige Berufsgenossenschaft ist die BGFE, die Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik.

     

  • Filmteam

    Filmteams sind ein fragiles Gebilde.

    „Ich kann so nicht arbeiten!“

    Unzulänglichkeiten können überall auftreten und lassen sich im Gespräch durch Veränderungen, Einsicht, Motivation, Vorbild, Disziplin und Teamgeist meistens abstellen. Ansprechpartner (siehe Konflikte) können idealerweise Aufnahme- und Produktionsleiter, aber auch Regieassistenten sein.

     

    Davon aber soll hier nicht die Rede sein, sondern von Querulanten, Nörglern von Kritikastern, die Schwierigkeiten verursachen. Es gibt sie nämlich nicht nur am klassischen Arbeitsplatz, im Büro oder in Behörden, sondern auch am Filmset. Für so manchen sind Dreharbeiten schon zur persönlichen Hölle geworden. Produzenten, die unter seelischem Druck lebensgefährlich erkrankten, kamerapreisgekrönte Kameraleute, die nie wieder eine Kamera in die Hand nehmen wollten, Tonmeister, die jeden Abend zitternd und weinend nach Hause kamen, waren die Opfer. Was tun, wenn man als Produktionsfahrer mit dem achtsitzigen Kleinbus den arroganten Schauspieler vom Flughafen abholt und der sich weigert, „in diesen Viehtransporter“ einzusteigen?

     

    Innerer Drehschluss

    Set-Licht

    Holen Sie die Problememacher aus dem Schatten, machen Sie Konflikte öffentlich.
    Innerhalb eines Teams finden sich neben denen, die ihre Arbeit engagiert ausüben, stets einige Mitarbeiter/-innen, die einfach „schwierig“ sind. Sie verursachen Probleme, dort wo keine sind, sind bemüht, andere ebenfalls mit ihrer Unzufriedenheit zu infizieren und kosten viel Zeit und letztlich Geld. Denn so ein Team, bestehend aus vielen Einzelpersonen ist eine fragile Konstruktion auf Zeit. Ganz schnell kann sich aus Unzufriedenheit Feindseligkeit entwickeln und die Dreharbeit zum Spießrutenlauf werden. Bei vielen Teammitgliedern führt das zum „inneren Drehschluss“, zu schlechter Arbeitsatmosphäre und Antriebslosigkeit. Wenn die Stimmung erst einmal eisig ist, fehlt einfach die Motivation, die Energie ins Filmprojekt zu stecken. Sie finden Problememacher in allen Aufgabenbereichen. Selbst einige wenige Regisseure leben den Mythos der „ewigen Feindschaft zwischen Regie und Produktion“ mitten am Set aus.

     

    Es hilft bei der Vermeidung oder Lösung solcher psychosozialer Konfliktsituationen durchaus, die verschiedenen Problem-Charaktere zu kennen. Vor allem sollten Sie herausfinden, worin das Grundproblem des Störers besteht, welche Ziele er verfolgt und ihm klar signalisieren, dass er bei Ihnen damit nicht landen kann. Sie sollten rechtzeitig erkennen, wann jemand Sie zum Opfer machen will, stets gelassen reagieren und sich niemals auf das Niveau der Problemperson begeben.

     

    Das Who is Who der Problememacher

    Der Miesmacher

    Er verbreitet im Team vor allem schlechte Laune. Das Catering ist drittklassig, die Arbeitszeiten zu lang, das Hotel für das Team unmöglich und das Drehbuch ohnehin Mist. Man sollte Erschwernis-Zuschlag wegen des schlechten Hotels verlangen. Oder das Essensgeld auszahlen lassen, und jeder kann sich selbst mittags was zu Essen kaufen. Zudem entdeckt er an jeder Ecke Unwägbarkeiten und Probleme, die man eigentlich kaum lösen kann. Auch die Anschlüsse von Szene zu Szene, die können ja gar nicht funktionieren. Dabei hätte man wirklich etwas besseres verdient. Er zieht die Kollegen mit in einen tiefen Abgrund der Unzufriedenheit. Es dauert gar nicht lange, und ein Zustand der Lähmung verlangsamt diverse Arbeitsabläufe am Set. Die Regieassistentin sieht plötzlich keinen Weg, das Pensum in die Drehzeit hineinzuzwängen.

     

    Strategie

    Sie haben es nicht mit konkreten Problemen, sondern mit einer Lebenshaltung zu tun. Deshalb sollten Sie den Nörgler in seinem Grundgefühl ernst nehmen, aber keinesfalls in seinem Dauerleid bestätigen. Lassen Sie es nicht an sich herankommen, bleiben Sie höflich, aber bestimmt.

     

    Der Hinterlistige

    Er/Sie steht nicht wirklich im Vordergrund. Das tun andere durch ihre Leistungen und natürlich missfällt ihm das. Deshalb werden Gerüchte, Andeutungen und Lügen gezielt eingesetzt, um andere aufzuwiegeln. Man hat schließlich üble Geschichten gehört, wie X sich bei der letzten Produktion verhalten hat. Und die Produktion habe ja die letzten zwei Filme in den Sand gesetzt. Man müsste die Gagen vielleicht im voraus verlangen. Es freut ihn, wenn es gelingt, in anderen Neid zu schüren. Verdienen die vom Produktionsstab tatsächlich höhere Gagen? Warum müssen Maske, Licht und Kostüm zu so früher Stunde am Drehort sein, während die anderen zwei Stunden länger ausschlafen können?

     

    Er selbst ist heiter und gesprächig, hält sich ansonsten ganz im Hintergrund. Denn natürlich soll nach außen der Eindruck entstehen, er selbst habe mit dem Ärger gar nichts zu tun.

     

    Strategie

    Da es ja die anderen sind, die laut schimpfen oder einfach nur spürbar unzufrieden werden, fällt es schwer, den Urheber auszumachen. Doch dessen Angriffe sind massiv und Sie müssen ihm unbedingt direkt mitteilen, dass Sie um diese wissen. Machen Sie ihm deutlich, dass Sie wissen, welches Spiel er treibt. Bleiben Sie sachlich und bitten Sie ihn um ein Gespräch zu den kritisierten Punkten.

     

    Der Zweifler

    Alles muss sehr genau überlegt sein, Improvisation ist ihm ein Gräuel. Bevor nicht jeder Aspekt wirklich durchdacht ist, geschieht erst einmal gar nichts. Und bevor man an den Erfolg glaubt, sollte man erst einmal möglichst viele Bedenken äußern. Jede Veränderung, jeder Vorschlag wird aus Prinzip erst einmal angegriffen. Wozu neue Ideen diskutieren, das könnte nur Probleme machen?

     

    Strategie

    Argumente helfen nichts und auch den Charakter werden Sie in der Drehzeit nicht verändern können. Am besten Sie setzen ihn irgendwo ein, wo es nicht auf Zeit ankommt. Und lassen Sie ihn in dem Gefühl, der einzig vernünftige Geist in dem ganzen Team zu sein.

     

    Der Streitsüchtige

    Einschüchterung ist für ihn ein Genuss. Deshalb strebt er Positionen innerhalb des Teams an, die ihm erlauben, andere einzuschüchtern. Regie, Produzent, Hauptdarsteller fallen einem da zunächst ein. Regisseure etwa, die Praktikanten zusammenbrüllen, weil diese vergessen haben, aus welcher Teekanne sie am Nachmittag ihren Rooibush-Tee zu trinken pflegt, zählen zu dieser Spezies. Zu denen, die ihm dienen und ihn unterstützen, ist er zuckersüß, alle anderen sollen was erleben, schließlich sind sie gegen ihn. Auch wenn man weiß, dass tiefsitzende Minderwertigkeitsgefühle dahinter stecken, ist der Umgang mit ihm extrem unangenehm. Man möchte möglichst weit weg sein, fürchtet den barschen Umgangston und Schikanen.

    Strategie

    Ja, zugegeben, auch Ihnen macht das Verhalten Angst. Die dürfen Sie aber nicht zeigen, auch nicht ihren Ärger über das unsinnige Verhalten. Es nützt gar nichts auf Kollisionskurs zu gehen. Halten Sie fest an ihrer Meinung und meiden Sie die Konfrontation. Beim nächsten Dreh werden Sie gewiss einen freundlicheren Ersatz für ihn finden.

     

    Der Selbstgerechte

    Er ist ein Profi, hat alles schon gemacht, in viel aufwändigeren Produktionen gearbeitet und durchschaut alle Fehler, die gemacht werden, längst. Eigentlich gebührt ihm die Führungsposition, aber man weiß ja, wie die aktuelle Produktionsleitung sich an ihren Job gemogelt hat. Wenn es nach ihm ginge, würde das alles besser laufen. Niemand ist so routiniert und fit wie er, über die inneren Verspannungen redet er nicht. Und die Fehler anderer fallen ihm sofort ins Auge, doch dafür hat er kein Verständnis, baut sie bestenfalls in seine bissigen Witze ein. Null Toleranz, nur keine Nachgiebigkeit. Auch im Benutzen anderer Teammitglieder, die ihn sogar bewundern, sowie im Gründen von Oppositionen. Vielleicht fällt ja auch jemand aus, macht schlapp, rausgemobbt. Dann springt er ein, als Rettungsengel quasi. Kritik kann er auf keinen Fall einstecken. Warum auch?

     

    Strategie

    Eine wirklich harte Nuss. Eine faire Auseinandersetzung ist praktisch unmöglich. Es hilft nicht, sich mit ihm anzufreunden, auch nicht, vor ihm Mauern zu errichten. Bleiben Sie sachlich und ruhig im Gespräch und zeigen Sie ihre Kompetenz und innere Stärke.

     

    Der Tausendsassa

    Ja, eigentlich hat er ja sonst als Kameramann gearbeitet, macht den Job hier als Beleuchter nur wegen der Kohle. Aber wenn er mit ansehen muss, was für einen Mist der Kameramann abliefert, kann ihm Angst und Bange werden. Zum Beispiel der Lichtaufbau der letzten Szene, das hätte man mit weniger Aufwand besser hingekriegt. So hat es doppelt so lang gedauert, und das ganze Team muss drunter leiden. Er ist eigentlich immer viel besser informiert und spricht auch gerne laut und im Vordergrund stehend darüber. Er muss geliebt werden und kompensiert Minderwertigkeitsgefühle durch Fachwissen.

     

    Strategie

    Lassen Sie sich nie auf Fachdiskussionen ein! Die sind sein Spezialgebiet, da können Sie nur verlieren. Zeigen Sie sich interessiert an seinen Meinungen, signalisieren Sie, dass sie ihn für kompetent halten. Zeigen Sie aber auch klar Ihr Vertrauen in die übrigen Teammitglieder, besonders jene, die er für inkompetent hält.

     

    Fazit

    Diese Hinweise sollen Ihnen helfen, Distanz zu gewinnen zu den kleinen und größeren Giftdosen, die von Problememachern im Team verteilt werden. Reagieren Sie stets frühzeitig, bevor schlechte Stimmungen sich hochschaukeln und machen Sie Konflikte öffentlich. Wenn Probleme vor dem ganzen Team besprochen werden, bleibt nicht viel Raum für Intrigen. Und seien Sie versichert, die Situationen, die Sie erleben, sind kein Einzelfall.

     

  • Es gibt zahllose Stories, die von Auseinandersetzungen zwischen Regisseur und Produzent vom Film handeln. Wer trägt hier die Schuld, wenn überhaupt? Wie entsteht aus einer anfänglichen Kooperation ein Streit und wie geht man dem am besten aus dem Weg?

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    Ihr Produzent wird für den Dreh ein Team zusammenstellen. Genauer gesagt, sein Produktionsleiter wird dies für ihn tun. Natürlich ist diese Zusammenstellung des Teams von vielen Faktoren abhängig.

    Fällt die Drehzeit in den Sommer, die “Hauptdrehzeit” während des Jahres, so ist die Auswahl an Mitarbeitern, die gerade Zeit haben, geringer. Für alle "Freelancer" die wichtigste Arbeitszeit und geschicktes Planen der verschiedenen machbaren Jobs bei Dreharbeiten steht für die Teammitglieder im Vordergrund. 

     

    Auch gibt es häufig noch Verschiebungen des Drehbeginns, etwa wenn die Finanzierung doch nicht ganz geschlossen ist oder sich Veränderungen bei den Terminen der Schauspieler ergeben haben. Ein “Dreamteam” lässt sich da schwerer verwirklichen.

     

    Bei den meisten Positionen verlässt sich die Regie auf die Zuverlässigkeit und Menschkenntnis der Produktion. Aber natürlich gibt es Positionen im Team, die einen großen Einfluss auf die Gestaltung haben.

    Ein guter Produzent befragt seinen Regisseur, ob er Vorschläge machen möchte. Natürlich lässt der Produzent sich nicht das ganze Team vorschlagen, aber ein paar wichtige Funktionen vielleicht schon.

     

     

    Frage 1

    Auf welche Teampositionen würden Sie gerne Einfluss nehmen, wo wirkt sich die eigene Auswahl besonders auf den kreativen Prozess aus?

     

     

    Frage 2

    Wenn Sie vielleicht noch nicht so viele Profis kennen, aber dennoch möglichst gute oder zu Ihrem Projekt passende Leute finden möchten, welche Ideen haben Sie, um Namen, Empfehlungen etc. zu bekommen? In diesem Zusammenhang fällt einem natürlich in Deutschland die Arbeitsagentur, (in der Schweiz das RAV und in Österreich AMS) ein, aber sicherlich haben Sie da bessere Ideen:

     

     

    Im Seminarbereich Regie können Sie sich über die Bedeutung der Farbeim Film informieren.

     

    Hier finden Sie mehr Informationen über Beispiele aus der Filmgeschichte, in denen die Farbe eine große Rolle spielte.

     

    Insbesondere die "Expressive Farbenlehre", welche sich mit den Bedeutungen hinter den einzelnen Farben beschäftigt, kann im Film nützlich sein.

     

    Was die Werbung in allen nur denkbaren Mediensich zu Nutze macht, kann auch Ihrem Film (falls er nicht in Schwarzweiß gedreht ist) helfen, Stimmungen optimal zu vermitteln.

     

    Dabei sollten Sie, wie bei allen gestalterischen Mitteln, sehr genau und eindeutig arbeiten. Der Zuschauer braucht klare Signale, selbst, wenn er diese nur unbewusst aufnimmt. Ein sorgfältiges Nachdenken über die Filmfiguren und die gestalterischen Möglichkeiten, deren innere Befindlichkeiten zu veräußerlichen, ist ein wichtiger, vorbereitender Gestaltungsschritt.

     

     

    Frage 3

    Mit welchen Departments werden Sie grundsätzliche Überlegungen etwa zur Farbgestaltung anstellen? Haben Sie die Farbtheorien auf den Online-Seiten mal in Hinblick auf die Hauptfiguren von “Liebe, Leben, Tod” überdacht? Welche Farbstellungen würden Sie in Zusammenhang mit Leyla, Frau Mischke, Lara und welche bei Paul vorschlagen? Gibt es Entwicklungen bei Leyla, Lara oder Paul innerhalb der Geschichte, bei der sich an der Farbstellung etwas ändern sollte?

     

     

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    Bitte senden Sie Ihre Lösungen ans Movie-College.

     

     

     

  • An dieser Stelle werden Projekte und ihre Macher vertreten sein

  • Ohne sie geht nichts. Wenn man ihr Berufsbild beschreiben soll, kommen einem zunächst unzählige organisatorische Dinge in den Sinn

  • Eigentlich klingt das nach Bürokonstellationen und BWL, aber können Personalführungs-Tricks helfen, wenn am Filmset Probleme hochkochen?

  • Es gibt einige Stichworte in Drehbüchern, bei deren Klang erfahrene Produzenten und deren Produktionsleiter Gänsehaut bekommen:

    Tiere

     

    Auch viele Schauspieler fürchten Szenen oder gar Filme, in denen sie neben Tieren spielen. Zu groß ist einfach die Attraktivität, da kann sich der erwachsene Schauspieler noch so sehr bemühen, die Aufmerksamkeit der Zuschauer wird auf jeden Fall beim tierischen oder dem jungen Spielpartner liegen.

     

    Regisseure und Produktionsleiter denken dreimal nach, bevor sie Szenen mit Kindern oder Tieren einplanen. Während bei Kindern vor allem die reduzierten Arbeitszeiten für Kinder (5 Std. am Drehort, davon maximal 3 Std. Drehzeit pro Tag) die Planung erschweren, liegt es bei Tieren an deren mangelndem Willen, Regieanweisungen zu folgen.

     

    Die „einfache“ Lösung

    Immer wieder sind Filmteams ganze Tage damit beschäftigt so banale Szenen, wie eine Katze die zum Darsteller A tapst und sich mal eben streicheln lässt zu drehen. Und immer wieder fallen die Planungsstäbe der Teams auf scheinbar simple Lösungen herein.

    Die Freundin der Maskenbildnerin hat genau so eine Katze wie gewünscht und die ist so zahm, dass sie sich von jedem streicheln lässt... Der Nachbar vom Aufnahmeleiter hat eine total süße Katze, die sogar kleine akrobatische Kunsttücke kann...

     

    Gemach, gemach! Eigenlösungen sind riskant

    • Team liegt lockend und mit allen Köstlichkeiten der Tierfutterindustrie ausgestattet am Set und versucht zum 76 ten Male die Katze dazu zu bringen, doch zum Darsteller im Bild zu tapsen, statt wahlweise zu ihrem „Frauchen“ oder dem Kameraassistenten, dessen Schuhe eine nicht nachvollziehbare Anziehung auf das Tier zu haben scheinen.
    • Außerdem rennt die Katze viel zu schnell, das passt dem Kameramann gar nicht. Der eilig herbeigeholte Tierarzt der dem Tier ein Beruhigungsmittel verabreicht (wie tierlieb!), bewirkt tatsächlich, dass das Tier langsamer zu ihrem Frauchen oder den Schuhen des Kameraassistenten tapst. Den Hauptdarsteller lässt das niedliche Tierchen nach wie vor unbeachtet links liegen.

     

    Variante II

    • Der große, bedrohliche Schäferhund, der den Einbrecher-Darsteller beim Einbruch in die Villa stellen soll ist das Haustier des Baubühnen-Mannes. Doch so sehr der „Einbrecher“ sich auch bemüht, ängstlich und erschreckt zu wirken, da der Schäferhund ihn ständig nur freundlich beschnuppert, gelingt die Szene einfach nicht.
    • Selbst Tiere, die „normalerweise“ auf alle Anordnungen ihrer Eigner reagieren, verändern vor der Kamera, insbesondere vor einem Filmteam, ihr Verhalten.
      (Von Menschen hört man ab und zu Ähnliches).

     

    Was kann man tun? – Nun bei Goldfischen oder Pferden, die am Zügel durchs Bild geführt werden sollen oder gar nur in der Box stehen, sind keine besonderen Probleme zu erwarten. Auch Spinnen, Goldhamster oder Meerschweinchen im Terrarium stellen das Team nicht vor unlösbare Probleme.

    Katze

    Nicht dressierte Tiere halten sich eher selten an Regieanweisungen

    Mit Profis arbeiten

    Tiere, insbesondere Katzen und Hunde, wenn sie denn unbedingt in Szenen vorkommen müssen, sollten sobald sie auch nur die geringste „Aufgabe“ zu bewältigen haben, ausschließlich dressierte Tiere sein.

     

    Es gibt diverse Tier-Service Firmen die eine große Bandbreite auch exotischer Tiere für alle Aufgabengebiete trainiert haben. Manchmal, wenn ein Tier innerhalb eines Filmes besonders viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen muss, werden auch zwei ähnliche Tiere eingesetzt, die unterschiedliche Fähigkeiten andressiert bekommen haben.

     

    Wenn in einem Film Tierbabys eine wichtige Rolle spielen, kann es sein, dass wegen des raschen Wachstums mehrere ähnliche Tierbabys während der Drehzeit mitspielen.

    Mag sein, dass man den Hund des Baubühnen-Mannes kostenfrei bekommen kann, wohingegen das trainierte Tier schon mal 500,- Euro am Tag (inkl. Trainer) kosten kann. Bedenkt man aber, was so ein ruinierter Drehtag inklusive aller Teamgehälter kostet, ist dieses Geld nicht schlecht investiert.

     

Workshops 2019

Viel Kreatives vor? Mit Movie-College Hands-On Workshops Filmlicht, Filmton/Location Sound, Kamera, Drehbuch u.v.a, kann man sein Knowhow spürbar verbessern und stärkere Filme machen. Am 27. und 28 Juli findet der nächste Workshop Kamera statt.  Jetzt Anmelden!