• Analoge Film Drehs

    Film 16mm Spule 1000Früher der Standard, sind heute einige Herausforderungen zu meistern, um analog auf Film drehen zu können.

  • Beispiel Kalkulation

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  • Displays

    Messe 17 500 Um in den Genuss von HD, 4K oder 8K- Vergnügen zu kommen, stellt sich erstmal die Frage nach dem richtigen Bildschirm.

  • DV: Video

    DV Kasetten Vergleich 1000DV steht für digitales Video und leutete die Revolution der Videoaufnahmen ein...

  • Einlegen

    Kassette Arri SR3Noch kann man auf analogem Film drehen. Wie genau kommt nun der Film überhaupt in die Kamera?

  • Erzählhaltung

    Dreharbeiten500Viele aktuelle TV-Movies vermitteln vielleicht den Eindruck, kleine, witzige Liebesgeschichten  stünden im Mittelpunkt menschlicher Wahrnehmung, doch es ist nicht ausschließlich so.

  • Fabrik des Sehens

    "La Fabbrica Des Vedere", ein kleines, privates Filmmuseum mitten in Venedig, lässt die Magie des Kinos lebendig werden.

  • Gimbal

    Sind sie wirklich geeignet, die Meisterin der ruhigen und zugleich bewegten Kamera, die Steadicam abzulösen?

  • H264-Codec

    Cooler Codec, uncoole Rechtslage

    Codec

    Die Kamerahersteller haben die Lizenzproblematik ganz einfach ins Kleingedruckte der Handbücher verschoben und lassen die professionellen Anwender im Regen stehen.

    Noch wird nur an wenigen Stellen darüber nachgedacht, ein Skandal von noch nicht absehbaren Ausmaßen droht die Verwendung des allseits beliebten Codecs zu werden. Wer mit HD arbeitet, kommt kaum um diesen Codec herum, H.264 heißt er, oder auch gerne MPEG-4 AVC oder Quicktime (ab Version 7) genannt. Er kann die umfangreichen Datenmengen, die bei digitaler Aufzeichnung in HD anfallen, sehr effizient zusammenschrumpfen, ohne dass einem die herben Verluste allzu sehr auffallen. Ganz gleich, ob man mit hochwertigen Videokameras in HD dreht oder mit den beliebten SLR-Fotoapparaten mit Videofunktion: Die meisten benutzen H.264 zum Aufzeichnen der Videodateien. Und alle User, ganz gleich, ob Amateure, Semiprofis oder professionell, arbeiten reichlich mit dem Codec, schließlich sind nicht HD-Produktionen bei den Fernsehsendern inzwischen so gut wie unverkäuflich geworden.

     

    Was uns aber die Hersteller von Soft- und Hardware verschwiegen oder zumindest in den Bereich des Kleingedruckten verschoben haben, ist der Umstand, dass man für die Nutzung dieses Codecs Nutzungsrechte besitzen muss, welche die Hersteller oft gar nicht eingeholt haben.

     

    Spielregeln einseitig verändert

    Canon D7

    Videofähiger Fotoapparat (Canon D7) mit Codec von ungeklärter Rechtssituation

    Ende 2010 endet die sogenannte Einführungsphase von H.264. Nur in diesem "first term of the License" ist die Verwendung des Codecs für alle Anwender kostenlos. Das ändert sich ab Januar 2011. Im Fall von Blue-Ray-Playern ist die Lage relativ einfach, da entrichten die Gerätehersteller für jeden Player 20 US Cent pro Gerät und die Sache ist erledigt. Videoportale, welche Videos mit dem Codec anbieten und mehr als 100.000 User haben, zahlen pauschal 10.000 USD.

     

    Deutlich komplizierter gestaltet es sich aber bei der Aufnahmeseite, wo diverse Kamerahersteller einen rechtsunsicheren Raum geschaffen haben, indem sie die kommerzielle Nutzung des Codecs mal eben ausschließen. So wird in den AGB zu Sonys NEX-3, NEX-5, HXR-NX5E oder auch zu FinalCut Pro lediglich eine private Nutzung dieses Codecs gestattet. Doch auch bei den anderen Kameraherstellern wie Panasonic finden sich ähnliche Passagen, in denen ausschließlich private Nutzung lizensiert wird. Theoretisch ist damit für jede kommerzielle Nutzung von AVC, sei es zum Aufzeichnen oder zum Bearbeiten, Schneiden etc. der lizenzrechtlichen Genehmigung durch den Lizenzgeber, im Fall von H264, die MPEG LA, erforderlich. Auch wenn diese derzeit unter bestimmten Umständen (z. B. kostenfreier Zugang für Zuschauer) vielleicht noch gebührenfrei erteilt wird, so kann sich die Situation jederzeit ändern.

     

    Monopoli

    Besonders fragwürdig an dieser ganzen Rechtslage ist, dass diverse Kameras ja gar keinen alternativen Codec anbieten und man gezwungen ist, bei kommerzieller Verwendung die Lizenz zu erwerben. Da haben sich die Hersteller der Geräte das Leben sehr einfach gemacht. Einerseits bewerben und verkaufen sie die Kameras mit bzw. wegen der professionellen Arbeitsmöglichkeiten, andererseits tun sie so, als würden die Anwender locker viele Tausender für solche Kameras hinlegen, um lediglich private Homevideos zu drehen! Man darf gespannt sein, wann erste Prozesse auf Produktionsfirmen und Freelancer zukommen.

     

    Bezogen auf die Filmgeschichte müsste man sich mal vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn man jahrelang Filme auf chemisch analogem Filmmaterial gedreht hätte und plötzlich kämen Firmen wie Agfa (die den einstreifigen Farbfilm erfunden haben) oder Kodak (die ihn verbessert und massentauglich gemacht haben) und würden Lizenzzahlungen von den Filmherstellern einfordern, die damit Filmwerke produziert haben. Oder die Hersteller von Objektiven verlangten im Nachhinein Gebühren für die Durchleitung von Licht durch ihre Linsen für professionelle Zwecke. Ein Unding! Bis zu einer Klärung dieser ungelösten Fragen sollten professionelle Anwender mindestens in den Produkten, die sie ausliefern, den Codec vermeiden (z. B. Quicktime oder MPEG 4). Inwieweit man rekonstruieren kann, mit welchem Codec die Aufnahmen entstanden, steht auf einem anderen Blatt.

     

  • Kurbelköpfe

    Warrel Head Mont2 500Man kennt sie aus den "Making Of" Videos amerikanischer Blockbuster- jene Schwenkköpfe, die per Kurbel bedient werden. Was macht sie so besonders?

  • Motion-Control

    Vom Spiegeltrick zum Motion-Control... Schublade, aus der Zeitungsauschnitte quillen

    Die immer größeren Möglichkeiten der Filmtricks, allen voran das Compositing haben die Notwendigkeit präziser, wiederholbarer Bewegungen der Kamera entstehen lassen. Die Antwort auf diese neuen Erfordernisse lautet: Motion-Control

    Präzision bei der Herstellung verschiedener, zu kombinierender Bildebenen war eigentlich schon immer gefordert. Ob bei den Spiegeltricks (Schüftan-Verfahren) oder Travelling Mate, stets mussten die Bildteile, die auf den unterschiedlichen Bildebenen (Layer) in der Kamera direkt oder auf der Oxberry (optische Bank) kombiniert werden sollten, präzise zueinander passen. Dies bezog sich auf den Bildinhalt, das Licht, die präzise Begrenzung der Masken etc.

    Wenn man etwa in Filmen der Fünfziger und Sechziger Jahre die Schauspieler im Studio in ein Auto setzte, und durch Rückprojektion die Straßen, über die es fuhr hinzufügte, so sah es schnell künstlich aus, wenn die Bewegungen des Autos oder der Schauspieler nicht mit denen des Hintergrundes übereinstimmten.

    Die Kamera musste bei derartigen Trickmanövern selbstverständlich absolut starr auf dem Stativ bleiben. An Eigenbewegungen der Kamera wie Schwenks oder Kamera war dabei gar nicht zu denken.  Schließlich hätte der Kamera-Schwenker wenn er denn über die Schauspieler im Studio-Auto geschwenkt hätte, bei den Aufnahmen der Hintergründe (Fahrt/Landschaft etc.)  exakt die gleiche Geschwindigkeit und den gleichen Schwenkwinkel einhalten müssen. Eine Forderung, welche die menschlichen Fähigkeiten absolut übersteigt.

     

    Kamera-Roboter

    Motion-Control Systeme sind in gewisser Weise Kamera-Roboter, welche durch Präzisionsmotoren, exakte Getriebe, Hydraulik und Computersteuerung die absolute Wiederholbarkeit von Kamerabewegungen in allen Ebenen bis hin zu kleineren Kranfahrten ermöglichen. Sie sehen recht unförmig, beinahe wie Panzer aus und wer schon einmal in einer modernen Autofabrik die Montageroboter gesehen hat, erkennt sofort, woher die Motion-Control Systeme stammen. Es braucht schon einen LKW um solch ein Gerät an den Drehort zu transportieren.

    Sie kommen häufig in der Werbung zum Einsatz, setzen sich auch im Spielfilmbereich mehr und mehr durch, wenn aufwändige Tricks gefragt sind. Sie ermöglichen Bewegungsabläufe der kamera mit hohen Geschwindigkeiten. Schienfahrten oder Kranbewegungen von bis zu 2 Metern pro Sekunde sind kein Problem. Die Kamera kann um die optische Achse rotieren und gleichzeitig über 5 Meter in die Höhe rasen. Dabei können Schärfe und Blende ebenso wie die Bewegungen computergesteuert verändert werden.

    Sollen mit Hilfe von Maskentricks Schauspieler ihre eigenen Zwillingsbrüder darstellen oder aber langsam unsichtbar werden, oder durch Wände hindurchgehen ohne dass die Kamera dabei starr auf dem Stativ fixiert bleibt ("Ein Mann geht durch die Wand") so lässt sich das nur mit Hilfe von Motion-Control verwirklichen.

     

    Maskentricks

    Wenn nämlich die Kamera bei allen Teilbelichtungen oder allen (später, nicht direkt in der Kamera zu kombinierenden) Bildebenen exakt die gleichen Bewegungsabläufe vollzieht, so sind alle klassischen Maskentricks plötzlich auch mit bewegter Kamera möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings auch Präzision auf Seiten des technischen Stabes. Präzise Planung, Absprachen mit dem Trickteam (Compositing Editors) und dem Kameramann gehören zu den Vorbereitungen. Am Set sind genaue Justagen, Vermessungen und Eingaben bis hin zu den Optiken in das Computer-System unerlässlich. Nur so können die heutigen Multilayering-Verfahren sinnvoll angewendet werden.

    Bei der Kombination von computeranimierten Trickfiguren mit realen Aufnahmen, können die Daten der Motion-Control Computer in die Graphik-Programme eingelesen werden und umgekehrt. Nur auf diese Weise sind viele der atemberaubenden Tricks heutiger Fantasy- Spielfilme überhaupt möglich.

    Wer mit Motion-Control arbeitet darf den Justage- bzw. Programmieraufwand nicht unterschätzen. Bis alle Abläufe stimmen, ist viel Feinabstimmung erforderlich.

    Wenn Sie das nächste Mal in einem Clip oder Werbespot die Kamera mit einem irren Tempo und zugleich ungeheuer präzise auf eine Person oder einen (beworbenen) Gegenstand zurasen sehen, oder im Kino atemberaubende Doppelgänger Tricks mit bewegter Kamera, dann steckte mit großer Sicherheit einer dieser netten unförmigen Kamera-Roboter dahinter.

  • Shutter

    BM back 500Warum werden Shutter-Einstellungen eigentlich in Graden angegeben? Was bedeutet welche Einstellung?

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    IMG067Lileto Dreh Steadicam 1000Kaum eine andere Erfindung hat die Kameraarbeit so beeinflusst wie die Steadicam...