Canon

  • Für die Beurteilung von Objektiven wird seit ein paar Jahren der japanische Ausdruck Bokeh verwendet. Was verbirgt sich dahinter?

  • Canon hat anders als manch anderer klassischer Fotokamerahersteller, bereits sehr früh auch Videokameras angeboten.

  • Die Canon 5D liefert in ihrer dritten Auflage jede Menge Features, die auch Videofilmer glücklich machen.

  • Die neue etwas preisgünstigere Vollformat Spiegelreflex von Canon kann eine Menge und etwas aber nicht...

  • Man glaubt es kaum, aber Canon hat bis jetzt noch einen analogen Fotoapparat gebaut, die EOS 1v. Nun endet der Verkauf.

  • Es klingt wie ein Widerspruch, darf man die Schärfe am Filmset Kameraassis aus der Hand nehmen und einer intelligenten Automatik überlassen?

  • Canons neue kompakte 4K Kamera unterstützt das neue Cinema RAW Light Format.

  • Mit der C300 bietet Canon erstmals einen dezidierten Profi-Camcorder an, der einen Super 35 Sensor und echte Videokamera-Fähigkeiten mitbringt

  • Der Kamerahersteller hat auf der NAB Firmware Updates für seine C300 Mark II, C200, C700 und XF400/405 vorgestellt.

  • IBC Amsterdam: Eigentlich wäre die neue XF405 als kompakte Henkelkamera mit 4 K Auflösung ein ideales Arbeitstier, aber nicht für Jeden...

  • Canon veröffentlicht weitreichendes Firmware-Update für C700, C100, ME20, XC10/15.

  • Wer hochwertige Ausrüstung mit kleinem Budget zusammenstellen möchte, kann leicht Beute von Betrugsfirmen werden. Die Online Angriffe nehmen zu

  • Kameras, die in der Hand verschwinden

     

    Er ist schon verlockend, der Gedanke, dass man für ein paar hundert Euros bereits eine Kamera erwerben kann, mit der man Full HD aufnehmen kann. Doch irgendwo muss doch ein Haken sein, warum sonst gibt es teurere, professionellere Kameras? Wir schauen uns einmal zwei unterschiedlich teure Vertreterinnen dieses Kameratyps an, die HC-V727 von Panasonic für ca. 400,- € sowie die Canon Legria HF G25 für rund 1000,-€.

     

    Erste Annäherung

    Um es gleich vorweg zu nehmen,- für Spielfilme wird man die ganz kleinen Kisten wie die HC-V727 (Preisklasse 400 Euro) sicher nicht verwenden, doch wenn es mal ein spontaner Dreh sein soll oder man möchte möglichst unauffällig drehen, dann haben diese kompakten Camcorder durchaus ihren Reiz.

     

    Der Codec ist in der Regel AVCHD, da wird also kräftig komprimiert um auf die kleinen SD Karten hochauflösende Videos aufzeichnen zu können. Doch die Aufnahmen sind durchaus ansehnlich, vergleicht man sie mit dem guten alten Mini DV so ist man recht froh, diesen Quantenschritt gemacht zu haben.

     

    Natürlich ist auch die Farbtiefe nicht professionell, 4:2:0 passt nicht in die von der EBU geforderten technischen Vorgaben für High Definition im Fernsehen. Andererseits,- wenn das aufgenommene Material brisant, originell oder einfach umwerfend gut ist, machen selbst TV-Sender immer wieder auch mal Ausnahmen.

    Panasonic3

    Auf der Oberseite deutlich sichtbar die Mikrofone sowie die Zoomwippe 

    Der optische Bildstabilisator arbeitet gut, das ist bei kleinen Kameras besonders wichtig, weil hier schlicht die Masse fehlt, auf mechanische Weise das Bild zu beruhigen. Gespart wird bei diesen Geräten auch am Zubehör. Akkus sind eher schwach dimensioniert und werden nicht in einer externen Ladeschale sondern in der Kamera geladen. Nur durch Zukauf von Zubehör kann man dieses Manko abstellen.

     

    Panasonic HC-V727

    Mit diesen kompakten HD Rekordern hat Panasonic in der HDC Reihe bis auf den schwachen Akku vieles richtig gemacht. Sogar der Kamerachip ist ein wenig größer als bei vergleichbaren Camcordern in dieser Preisregion, was in einer besseren Lichtempfindlichkeit resultiert. Hier ist auch die Optik mit 1:1,8 durchaus von Bedeutung.

     

    Auch wenn es verlockend ist, der Kamera per Automatik die relevanten Funktionen zu überlassen,- sie übernimmt dann gänzlich das Ruder und schaltet auch gerne mal bei wenig Licht den eingebauten LED Minischeinwerfer zu. Man muss das mögen, oder abschalten.

     

    Ton

    Panasonic1

    Die wenigsten Funktionen sind über direkte Tasten erreichbar, ganz gleich was man selbst gestaltend beeinflussen möchte, man benötigt immer den Touchscreen um sich durch Menüs zu hangeln. 

    Wichtig für ambitionierte Filmer- die Kamera besitzt einen 3,5mm Klinkeneingang für externe Mikrofone und lässt sich auch manuell pegeln. (Dieses Feature gehört zu jenen Unterscheidungsmerkmalen innerhalb der Kamerabaureihen, für die man von den Herstellern zur Kasse gebeten wird, oft kostet ein zusätzlicher Kopfhörerausgang noch einmal extra.)

    Allerdings muss man dafür jeweils in das entsprechende Menü, man muss also vor der Aufnahme aussteuern und für jede Einstellung mit veränderter Tonsituation wieder neu. Das kann nerven, besser wäre da ein externes Mischpult auf das man die Kamera einpegelt. Allerdings sind portable Location-Mischer meist deutlich größer und schwerer als die HC-V272, die Freiheit und Leichtigkeit des Drehens gehen so verloren.

     

    Aufnahmemodi

    Etwas schwer durchschaubar sind die verschiedenen Aufnahmemodi, denn an allen steht im Rekord-Menü 1920, allerdings unterscheiden sie sich durch Buchstaben, die man erst einmal technischen Werten zuordnen muss. Sie dienen nämlich der Verlängerung der möglichen Aufnahmezeit bei gleichbleibender Auflösung. Das kann ja nur durch Weglassen von Details und stärkere Komprimierung geschehen!

    Aufnahmemodus und Übertragungsrate:

    HA 17Mbps, HG 13Mbps, HX 9 Mbps, HE 6 Mbps

    Bildgröße: HA/HG: 1920x1080/50i, 1920x1080/25p optional kann man den "25p Digital Cinema" Modus ein/ auszuschalten

    HX : 1920x1080/50i, HE : 1440x1080/50i

    Entsprechend verändert sich die Aufnahmedauer bei 16 GB von 2 Stunden bei HA bis 6 Stunden bei HE

     

    Problematisch bei dieser Art Kamera bleiben die Bedienung über Touchscreen und die fehlenden Tasten um auf wichtige Parameter direkt zugreifen zu können.

     

    Allerdings ist es bestechend, welche Bildqualität so eine Kamera liefert, man kann mit dem Status eines Touristen hochwertige Aufnahmen machen, gerade für verdeckte Drehs bei denen man nicht auffallen will ist diese kleinste Kameraklasse durchaus zu empfehlen.

    Wer es etwas komfortabler haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen, hier stellen wir beispielhaft einen Camcorder von Canon vor.

     

    Canon Legria HF G25

    Canon Legria

    Für anspruchsvolle Amateure oder Profis, die bereit sind, Kompromisse einzugehen und die eine kompakte Kamera suchen, eine interessante Alternative. (Foto: Canon) 

    Die Canon Legria (übrigens ein leicht modernisiertes Derivat der HF G10)  hat ein lichtstarkes Objektiv mit 10fach-Zoom. Es bietet 1:1,8 als größte Blendenöffnung. Dies birgt allerdings auch die Gefahr in sich, dass sogenanntes Streulicht in das Objektiv fällt, deshalb sollte man immer die mitgelieferte Streulichtblende verwenden.

     

    Ein deutliches Plus für lange Aufnahmephasen speziell im Doku Bereich sind die Slots für 2 SDHC/XC-Speicherkarten damit ist eine nahtlose Aufnahme möglich, die jeweils volle Karte kann man im laufenden Betrieb wechseln.

     

    Wie auch die Panasonic, kann die Canon Legria lediglich AVCHD mit maximal 24 Mbit und 4:2:0-Farbauflösung auf den SDHC/XC-Speicherkarten aufnehmen. Die von TV Anstalten geforderten 4:2:2 als Mindestfarbtiefe sind nicht erreichbar. Aber für Internet oder Imagefilme reicht die 4:2:0 Farbtiefe durchaus.

     

    Wertvolle Merkmale

    Die Canon Legria bietet kaum Knöpfe, um Automatiken abzuschalten oder Parameter manuell direkt zu beeinflussen. Will man das tun, muss man in die Menüs gehen. Dazu besitzt die Kamera einen Sensorbildschirm (Touchscreen). Allerdings kann man zwei Tasten und ein Stellrad frei belegen, ein wichtiger Luxus.

     

    Dort aber bietet die Kamera einen großen Komfort, der Audiopegel kann in 100 Stufen eingestellt werden, verschiedene Audio-Filter ( Windschutz etc.) lassen sich zuschalten.

    Canon Legria

    Viele Gestaltungsmerkmale dieser Kamera unterstützen das Handling für Kreative durch manuelle Einflussmöglichkeiten. (Foto: Canon) 

    Sehr hilfreich für den anspruchsvollen Anwender sind Waveform-Monitor und Peaking Anzeige, Features wie diese zeigen deutlich, wofür Canon den höheren Kaufpreis abruft. Besonders nützlich sind zwei frei frei belegbare Tasten neben dem Display und ein frei belegbares Rad auf dem Rücken der Kamera mit dem man, je nach Wunsch Blende, Shutter und Gain manuell justieren kann.

    Die Canon Legria nimmt den Weißabgleich automatisch vor. Das tut sie auch recht zuverlässig, kritisch sind lediglich Situationen, bei denen verschiedene Lichtarten (z.B. Tageslicht und Kunstlicht) miteinander konkurrieren oder wenn das hellste Element im Bild eine Eigenfarbe hat.

     

    Die Canon Legria besitzt lediglich einen 3,5mm Klinkenstecker Eingang und sie bietet auch keine 48 V Phantomspeisung. Man benötigt deshalb unbedingt Mikrofone mit eigener Batterie-Stromversorgung, oder Batterieboxen und meist auch einen Adapter, der von den professionellen XLR Steckern auf die Amateurnorm 3,5mm übersetzt.

     

    Hinweis, falls man mal verzweifelt: Wenn man auf das Automatic-Menü nicht zugreifen kann (es ist grau unterlegt) so liegt das daran, dass man in einem anderen Menü (oben links REC Programs) auf Manuell gestellt hat. Wenn man in Rec Programms wieder auf Automatic umstellt, ist die Belichtungsautomatik auch wieder aktiviert.

     

    Akku BP 827 ist der Originalakku, doch einer allein macht den Dreh mühsam. besser einen stärkeren und ein passendes Ladegerät von Drittherstellern bestellen.

     

    Fazit

    Wer unauffällig drehen möchte, wer wenig Gewicht dabei haben will oder wer keine komplizierten Drehsituationen (hoher Kontrast etc.) zu meistern hat, kann mit diesen Winzlingen unter Umständen glücklich werden. Verlockend ist vor allem die bestechende Kompaktheit. Profis werden den Winzlingen vorwerfen, dass sie so leicht sind, dass man damit nicht genügend Trägheit für ruhige Aufnahmen aus der Hand hat. Doch die eingebauten optischen Bildstabilisatoren kompensieren so manche Unruhe ihrer Benutzer.

     

    Auch für Inhouse-Produktionen von Unternehmen, die speziell Videos für Ihren Online-Auftritt drehen wollen, eignet sich die teurere Variante, die Legria HF G25 durchaus. Fernsehanstalten werden mit dem Codec unzufrieden sein, doch wie so oft gilt auch hier,- wenn das gedrehte Material so einzigartig und bedeutend ist, wird man alles senden. 

     

  • HDMI ist nicht gleich HDMI- viele wählen das falsche Kabel und verlieren Qualität und wichtige Funktionen

  • Der kompakte digitale Magnetband-Standard

    HDV

    HDV sollte nur noch im 16:9-Format angeboten werden.

    Die Industrie war lange Zeit vorsichtig ernüchtert, wie zufrieden die Fernsehzuschauer mit ihren 4:3-Geräten waren, die zu allem Überfluss auch noch erstaunlich lange hielten. Auch genügte den meisten Zuschauern mit Breitbild-Wünschen das analoge 16:9-PAL-Plus-Format. Der Plan, möglichst rasch neue Gerätegenerationen der digitalen Art mit anderem Bildseitenverhältnis (16:9) und höherer Auflösung (HDTV) unter die Leute zu bringen, setzte sich langsamer durch, als erhofft. Daran änderten selbst gesetzliche Vorschriften (USA: landesweites digitales Fernsehen ab 2006) nichts. 2012 schaute die Mehrheit der Zuschauer in Europa SD (Standard Definition).

     

    Für alle aber, die sich kreativ und gestaltend mit Video auseinandersetzen und vielleicht sogar darüber nachdenken, ihre Werke auf Film aus zu belichten, waren die Entwicklungen im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends absolut spannend. Da wurden semiprofessionelle Camcorder zu günstigen Preisen auf den Markt gebracht, die sich den sündhaft teuren Cine-Alta (24p)-Systemen zumindest in manchen Parametern spürbar annäherten. Wer hochwertige Videofilme mit überschaubaren Kosten herstellen will, der kann das seit dem Erscheinen der HDV-Geräte auch tun. Eine kleine Revolution stellte die Trennung zwischen Profi- und Amateur-Equipment in Frage. Besonders interessant: jene Geräte im DVCPRO-HD-Standard, die eine Farbtiefe von 4:2:2 in bis zu 10 Bit bieten können.

    Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4X4

    Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4x4

     

    HDV hieß der erste semiprofessionelle High-Definition-Video-Standard, auf den sich die Big-Player im DV-Markt wie Canon, Sony, Sharp und JVC geeinigt hatten. Vorreiter dieser Entwicklung war die JVC, die mit ihrem JY-HD10 (bisher nur NTSC) den ersten HDTV-Camcorder auf DV-Basis herausgebracht hatten. Er bot Vollbildaufzeichnung (non interlaced) in 720p (das sind 1280 X 720 Bildpunkte). Die Industrieunternehmen erlaubten bei den Vorgaben zu ihrem Consumer HDTV Standard sogar höhere Zeilenzahlen, das Maximum sollte bei 1440 X 1080 Pixeln liegen, dann aber nicht als Vollbild, sondern im Halbbild-Modus (interlaced).

     

    Als Aufzeichnungsformat dienen die DV- und Mini-DV-Kassetten, die Farbauflösung beträgt 4:2:0. Damit liegt das Format unterhalb des höchsten HDTV-Fernsehstandards (1920 X 1080 Pixel), doch die Bildqualität ist beachtlich. Das Format wird ausschließlich für 16:9 ausgelegt sein, 4:3 wird nicht angeboten, die verschiedenen Standards 30 Bilder/60Hz (NTSC) und 25 Bilder/50Hz (PAL/SECAM) sind wählbar. Komprimiert werden die Bildinformationen mit MPEG-2, der Ton mit MPEG-1-Layer II.

     

    Peripherie

    Maßstab Auflösung

    Maßstab Auflösung

    Dieses Format zog natürlich eine Reihe weiterer Konsequenzen mit sich, denn für die Bearbeitung und Speicherung der HDV-Filme waren weitere Geräte erforderlich, die es so bisher nur im astronomisch teuren Profi-Bereich gab. Doch auch hier tat sich Einiges. So kam von „Blackmagic Design“ eine Schnittkarte für den Mac (Final Cut Pro 4, After Effects etc.) heraus, die für kleines Geld HDTV in 10Bit unkomprimiert verarbeiten konnte.

     

    Will man das Ergebnis, den geschnittenen Film, nicht auf HDV rausspielen (zum Beispiel, weil die Spieldauer der Mini-DV-Kassetten zu kurz ist), so bieten sich etwa HDTV-Videorekorder auf BluRay Basis an, die mit blauem Laserlicht auf die passenden Rohlinge (BD) über 23 Gbyte Fernsehsignal in HDTV (1920 X 1080 Bildpunkte) aufzeichnen können.

     

    Zur Orientierung

    Unser noch aktuelles Fernsehsystem PAL bildet 576 sichtbare (das Signal hat insgesamt 625) horizontale Zeilen ab. Die Breite des Fernsehbildes beträgt entsprechend 768 Pixel. Das VHS-Video-System zeichnet von diesen 576 Zeilen lediglich 240 auf, die Bildbreite entspricht 320 Pixel.

     

    HDTV-Festlegungen:

    720p entspricht 1280x720 Pixeln (Bildpunkten) im Vollbildmodus (p= progressiv= non-interlaced).

     

    1080i entspricht 1920x1080 (HDTV) oder 1440x1080 (HDV) Pixeln (Bildpunkten) im Halbbildmodus (i=interlaced).

     

    Diese Auflösungen werden für 25 und 30 Bilder/Sekunde, je nach Fernsehnorm, angeboten.

     

    Formatfrage

    Noch weniger als das professionelle Pendant, 24P/25P AVC Intra oder HD-Cam etc., kann HDV dem Film an Kontrastumfang und Farbwiedergabe das Wasser reichen. Es wird den Film nicht ersetzen können, aber es ist ein hochauslösendes Videoformat und bietet damit andere, ureigene Möglichkeiten, die hauptsächlich im Fernsehen und in begründeten Ausnahmefällen aber auch auf der Kinoleinwand für höhere Qualität sorgen können. Letztlich werden es die Inhalte sein, die wahrhaft überzeugen müssen. Starke Geschichten und überzeugende Filmfiguren lassen sich im 16:9-Bildformat jedenfalls deutlich besser kadrieren und entsprechen viel mehr dem natürlichen Gesichtsfeld des Menschen.

     

  • Einführung

    Arri Amira Digitale Filmkamera

    Arri Amira, digitale Kamera aus dem Profilager

    Wenn Menschen das Kino verlassen, werden es Gefühle, vor allem aber Bilder sein, die sie mit nach Hause nehmen und vielleicht für lange Zeit im Herzen tragen werden.

    Das visuelle Zeitalter basiert im Wesentlichen auf Erfindungen des 19ten und 20ten Jahrhunderts. Was lange Jahre mühsam an verschiedenen Punkten der Welt entwickelt werden musste, steht uns heute wie selbstverständlich zur Verfügung. Visuelle Sprache in den Medien ist universell geworden und bestimmt unseren Alltag mehr und mehr.

     

    Technik und Gestaltung

    In diesem Bereich geht es vor allen Dingen um die technischen Seiten der Bildgestaltung, aber wer etwas über Bildgestaltung erfahren möchte, sollte sich nicht scheuen, einen Blick auf die Meister der Malerei zu werfen. Durch ein grundlegendes Wissen um die Farben, Lichttheorien und Kompositionen, kann man das erforderliche filmtechnische Basiswissen viel besser zuordnen.

     

    Darüber hinaus lassen sich technische Gegebenheiten besser in gestalterische Regeln übertragen und die verschiedenen Formate und Verfahren unterscheiden. Nur wer die Möglichkeiten, Stärken und Schwächen der Film-, Ton-, und Videotechnik kennt, hat die Möglichkeit seine Vorstellungen auch optimal umzusetzen.

     

    Super 16 Filmkamera von Arri

    Fluch und Segen heutiger Mikroprozessoren, welche auf Wunsch dem  Anwender zahlreiche Einflussmöglichkeitenauf die Bildgestaltung abnehmen, wollen sorgfältig abgewogen werden. Nicht immer ist die manuelle Einstellung von Belichtung, Schärfe oder Tonpegel der beste Weg.

     

    Die Hintergründe von Film und Video zeichnen zugleich die Chancen und Grenzen auf, welche Variationen der gestalterischen Umsetzung im jeweiligen Medium möglich sind. Die konstante technische Entwicklung erweitert unsere Freiräume, doch nicht immer sind scheinbare Innovationen wirkliche Fortschritte in Hinblick auf die Qualität.

     

    Erreichbare Produktionstechnik

    Kleinere und größere technische Veränderungen führten auch zu einer Demokratisierung der Produktionsmittel.

    Filme können seit einigen Jahren auch ohne millionenschwere Gerätetechnik in professioneller Weise produziert werden. Es begann mit dem HDV-Format welches Mini DV ablöste und für Low-Budget Produktionen auf Video, neue Dimensionen der Bildqualität eröffnete.

     

    Kameras mit höherwertigerer Aufzeichnung etwa im P2 Format zeigten den Weg hin zu bezahlbaren Aufnahmen in professioneller Qualität. Wünsche nach mehr "Filmlook" ließen Einchip-Kameras mit größerem Sensor entstehen. Über den Umweg adaptierter DSLR Fotoaaparate kamen dann auch Videokameras mit größeren Chips auf den Markt. Unkomprimierte HD, UHD, 4K bis hin zu 8K Signale wandern auf die immer größer werdenden Speicherkarten, die Entwicklung schreitet in großen Schritten voran.

     

    Nach einem Hype um 3 D ist es wieder etwas realistischer geworden in der Welt der Kamerazukunft. Neue VR Kameras kämpfen um Marktanteile. Es bleibt spannend, wir zeigen Ihnen, weshalb.

     

    Kapitel im Bereich Kamera

     

    Zu diesem Thema finden Sie natürlich wichtige Kapitel auch in den Bereichen Licht, Filmgestaltungund Berufsbilder.

     

    Kamera studieren kann man an zahlreichen Filmhochschulen.

    Professionelle Arbeitsweisen erlernen Sie in unseren "hands on" Workshops Licht und Kamera.

     

     

  • Standards

    35mm Film

    35mm Filmstreifen,- ein Standard, der über ein Jahrhundert überdauerte

    Im ersten Jahrhundert des Films und seiner Technik sah es auf Grund glücklicher Fügung und so mancher Monopole so aus, als wenn dem Kino etwas in der Industrie recht seltenes, nämlich ein weltweiter Standard gelungen wäre.

     

    Sieht man einmal von den ersten paar Jahren ab, in denen es unterschiedlichste Filmbreiten, Bildfrequenzen und sowohl runde als auch eckige Perforationen gab, so hat sich recht schnell jener Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger, den Edison George Eastman, dem Erfinder des Zelloloidfilms als Breite vorgab, etabliert, nämlich genau 35mm. Sogar die Fotografie und nicht zuletzt die legendäre Leica Kleinbild-Sucherkamera übernahm dieses Format um damit kompakte Fotoapparate produzieren zu können.

     

    Filme die in diesem Format (damals noch mit breiterem Bild weil "old silent frame" ohne Lichttonspur), irgendwo auf der Welt gedreht wurden, konnte man in allen Kinos weltweit auch wieder abspielen, ein großer Vorteil wenn nicht gar die Voraussetzung für die Verbreitung dieses Mediums. Und selbst heute noch werden teure Kinoproduktionen zu Archivzwecken auf 35 mm Film kopiert, auch wenn die Filme in den Kinos längst digital gebeamt werden.

     

    Neue Zeiten

    Kamerasensor

    Bauteil: Kamerasensor

    Mit der Digitalisierung und dem langsamen Aussterben des Analogen Films ist dieser Hauptvorteil des Films verloren gegangen, die digitale Distribution kennt viele Unterformate und Kodierungen, kennt unterschiedlichste Kopierschutzmechanismen und Auflösungen. Die verschiedenen Hersteller wollen ihre Produkte möglichst durch eigene Codecs unterscheidbar und untereinander inkompatibel machen.

     

    DCP (Digital Cinema Package) ist nicht gleich DCP, das wissen erfahrene Filmvorführer schon lange. 2K, 4K oder gar 8K, zweidimensional oder in 3D, mit unterschiedlichsten Schlüsseln zum Abspielen auf einem Kinobeamer.

     

    Noch komplizierter als die Wiedergabe ist jedoch die Aufnahmeseite, hier gibt es eine Vielzahl von Auflösungen, Chipgrößen, Codecs, Farbtiefen und Bildseitenformaten. Um sich in diesem Dschungel zurecht zu finden, ist schon eine ganze Menge Grundlagenwissen notwendig, welches wir auf den Seiten zur Kameratechnik vermitteln.

     

    Da kann man fast von goldenen Zeiten sprechen, als man noch analog gedreht hat, und die Filmrolle 16 oder 36 mm in nahezu jede Kamera einlegen konnte. Lediglich die Kameras in den kommunistischen Ländern arbeiteten mit einer anderen Perforation, ein Versuch zu verhindern, dass kapitalistisch produziertes Rohfilmmaterial durch sozialistische Kameras laufen könnte...

     

     

    Kapitel im Bereich Kameratechnik

     

    Zu diesem Thema finden Sie natürlich wichtige Kapitel auch in den Bereichen Licht, Filmgestaltungund Berufsbilder.

     

    Kamera studieren kann man an zahlreichen Filmhochschulen.

     

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Workshops 2019

Viel Kreatives vor? Mit Movie-College Hands-On Workshops Filmlicht, Filmton/Location Sound, Kamera, Drehbuch u.v.a, kann man sein Knowhow spürbar verbessern und stärkere Filme machen.