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Filmprojektor 5 2000

 

Das älteste Kino Europas, das "Gabriel" in München soll 2019 für immer die Türen schließen. Eröffnet im April 1907 zur Stummfilmzeit, ist es ein erstaunliches Stück Kulturgeschichte, was in diesem Jahr jäh ein Ende finden soll. Grund für die Schließung sind nach Angaben von Kinobetreiber Hans-Walter Büche und seiner Tochter Alexandra Gmell, die das Kino gemeinsam betreiben, rückläufige Zuschauerzahlen.

Gegründet wurde es von dem Schausteller Carl Gabriel, der es "The American Bio-Cie. - Carl Gabriels Theater lebender Bilder" taufte. Damals war die Nähe des Kinos zu den Jahrmarktattraktionen noch spürbar, erst mit den ersten festen Gebäuden veränderte sich Vorführsituation und aus den von Stadt zu Stadt ziehenden Schaustellern, die in Buden und Zelten Filme vorführten, wurden Kinobetreiber. Bei der Gestaltung der festen Theater orientierte man sich am Vorbild Theater. Der Vorhang vor der Leinwand, die Bestuhlung und die großzügigen Foyers zeugen davon.

 

Gabriel 2000

 

Bereits in den siebziger und achtziger Jahren war das Kino in der Krise und versuchte sich als Porno-Kino in Bahnhofsnähe über Wasser zu halten. Erst in den 90er Jahren wurde es wieder zu einem richtigen Kino. Neben dem normalen Kinoprogramm zeigte das Gabriel die letzen Jahre vor allem auch Pressevorführungen für Filmkritiker. Auf jeden Fall ist es ein fester Bestandteil der Münchner Kinolandschaft.

Dann sollte das gesamte Gebäude samt Kino verkauft werden, ein bedeutsames Stück Kinogeschichte wird damit für immer verschwinden. Es sollte eigentlich zu den Aufgaben einer Stadt wie München gehören, einen solch geschichtsträchtigen Ort am Leben zu erhalten. Doch München versagt, was den Erhalt alter Kinos angeht, kläglich, wie auch das Ende des Kinos am Sendlinger Tor beweist.

 

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