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Kinosaal Rot 4000

Regie: Andres Veiel

"Black Box BRD" erzählt die Geschichte zweier Menschen, die durch ihren unterschiedlichen Werdegang zu zwei konträren Eckpunkten auf dem abgesteckten Feld der Lebensentwürfe in der BRD wurden, in der Zeit, als die Bundesregierung einen erbitterten Kampf gegen die RAF führte, der auf beiden Seiten viele Opfer forderte.

Wolfgang Grams und Alfred Herrhausen sind die Namen, die in diesem Film die feindlichen Lager verkörpern, denn der eine geht als RAF-Sympathisant in den Untergrund, der andere wird Chef der Deutschen Bank und damit einer der einflussreichsten Männer im Land - zwei Leben, an deren Ende völlig konträre Ergebnisse stehen, die aber, wie "Black Box BRD" zeigt, sich in ihren Anfängen erstaunlich ähneln.

Ein gelungenes Zeitportrait mit Original- Bildern aus der Epoche. Was stört ist die etwas verworrene Struktur. Trotzdem aber durchaus ein interessanter Blick auf die Geschichte in ihren persönlichen Ebenen, der ansonsten nur durch das etwas übertrieben Rührselige einiger Interview-Teile an Schwung verliert.

 

gesehen von Jérôme Gemander

 

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