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Breach

 

Breach

Daten

Breach

USA 2007

REGIE: Billy Ray
DREHBUCH: Adam Mazer, William Rotko, Billy Ray
KAMERA: Tak Fujimoto
SCHNITT: Jeffrey Ford

TON: Matthew E. Taylor, Gregg Landaker
MUSIK: Mychael Danna

DARSTELLER: Chris Cooper, Ryan Phillipe, Laura Linney

 

Internationales Programm

Regie: Billy Ray

„Breach" erzählt die Geschichte von FBI-Agent Robert Hansson, der 2001 verhaftet wurde: er hatte für Russland spioniert und dafür gesorgt, dass etwa fünfzig Informanten enttarnt wurden. Um ihm das Handwerk zu legen (und Beweise in die Hände zu bekommen), wird ihm Eric O'Neill, ein Bundespolizist, als Büroassistent ins Vorzimmer gesetzt. Dieser schafft es, Hanssons Vertrauen zu erwerben. Während eine riesige Crew im Hintergrund mit den Ermittlungen beschäftigt ist, ist er es, der täglich im Angesicht des „Feindes" sitzt und versucht, gleichzeitig nicht aufzufliegen und dabei auch noch Beweise zu sammeln.

Heraus kommt eine interessante Mischung: einerseits bedient der Agententhriller das Genre, andererseits herrscht eine erstaunliche Ausgewogenheit in der Darstellung. Das liegt zunächst einmal an Chris Coopers grandios-souveräner Darstellung Hanssons, nicht zuletzt aber auch an Billy Rays faire Betrachtungsweise. Er reitet nicht auf Hanssons Doppelmoral herum, der zwar gläubiger Opus Dei- Anhänger war, gleichzeitig aber nicht nur den Tod von Informanten verschuldet, sondern auch seine Frau und sich heimlich beim Sex filmte und das Band an Gleichgesinnte schickt. Es wäre leicht (und für einen Thriller vermutlich auch lohnend), diese Facetten seines Charakters auszuwalzen. Billy Ray verfällt jedoch nicht in Schwarz-Weiß-Malerei, sondern konzentriert sich lieber auf das Katz-und-Maus-Spiel, das sich Hansson und seine Verfolger liefern. Dadurch lässt sich „Breach" bei aller Nervenkitzelei in die Reihe der politisch motivierten Filme der letzten Zeit einreihen.

 

Gesehen von Johannes Prokop

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