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Bis später, Max! 85 Min., USA, D 2007 REGIE: Jan Schütte |
Regie: Jan Schütte
Kinostart: 9. April 2009
Max Kohn ist knapp 80 Jahre alt, ein pensionierter Literaturprofessor, jüdisch-österreichischer Abstammung, doch vor allem ist er Schriftsteller und hat keine Ambitionen sich zur Ruhe zu setzen. Die Faszination die das andere Geschlecht auf ihn ausübt beruht trotz seines hohen Alters auf Gegenseitigkeit, was die Beziehung mit seiner eifersüchtigen Lebensgefährtin Reisel gefährdet.
Auch wenn Max im richtigen Leben kein Rentner ist, so handeln seine jüngsten Geschichten doch von den Erlebnissen und man könnte fast sagen Abenteuern eines Rentners. Das Leben im Alter und die Liebe sind in diesen Geschichten Hauptthema. So beschreibt die Kurzgeschichte „Old Love" auf einfühlsame Weise die Vereinsamung im Alter und die Möglichkeit einer neuen Liebe zu einem Zeitpunkt wo man dies nicht mehr zu hoffen wagt.
„Bis päter,Max" basiert auf den drei Kurzgeschichten „The Briefcase", „Alone" und „Old Love" von Literaturnobelpreisträger Isaac B. Singer. Max Kohn ist in dem Film sowohl Autor als auch Protagonist der Geschichten. Jan Schüttes Film ermöglicht einen Einblick in den Kopf eines leidenschaftlichen Schriftstellers, wobei die Grenzen zwischen der Realität und dem Erzählten immer schwächer werden. Auch wenn man erwarten könnte, dass eine klare ästhetische Unterscheidung der Perspektiven nötig sei, ist dies hier nicht der Fall. Max Kohn und die Protagonisten seiner Geschichten, die alle entwaffnend von dem 86-Jährigen Otto Tausig gespielt werden, fügen sich für den Zuschauer zu einer Person zusammen der man gerne in jedes Abenteuer folgt, ob nun real oder fiktiv. Man möchte einfach nur dabei sein, wenn Max Kohn in eine weitere überraschende Situation gelangt, auf die er sich einlässt auch wenn sie unbequem ist und die ihn mit schrägen Charakteren, die einem Film der Coen Brüder entsprungen sein könnten, zusammenbringt.
„Bis später, Max" sprüht vor Charme, Witz und Intelligenz. Die Schrulligkeit und Körpersprache von Max erinnern an Woody Allen in seinen frühen Filmen. Ernste Themen wie Verlust, Liebe und Anerkennung behandelt dieser Film mit Humor und Leichtigkeit. Dies ist reiner Balsam für die Seele und so verlässt man das Kino auf leichten Füßen. Eine Kur für Kontrollfreaks.
gesehen von Mareike Dobewall
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Wie Unterschiede sich doch sehr ähneln können.