
Welche Filme werden im Wettbewerb um die begehrten Preise und Trophäen antreten? Beim 41. DOK.fest München werden 15 Preise mit einem Preisgeld / Wert von insgesamt etwa 60.000 Euro vergeben, damit setzen die vielen Preisstifter einmal mehr deutliche Zeichen für das dokumentarische Genre.
Im Internationalen Wettbewerb laufen folgende Filme:
A Fox Under a Pink Moon
Regie: Mehrdad Oskouei, Soraya Akhalagh
Diese Dokumentation erzählt die Geschichte von Soraya, einer sechzehnjährigen Künstlerin aus Afghanistan, die in Iran lebt. Sie träumt davon, nach Europa zu fliehen, um ihre Mutter wiederzufinden. Über mehrere Jahre hinweg filmt Soraya ihr Leben mit ihrem Handy. Sie zeigt ihre Fluchtversuche, die Gewalt in ihrer Ehe und ihren Alltag, der zwischen Angst und Hoffnung pendelt. Gleichzeitig verarbeitet sie ihre Erfahrungen in eigenen Zeichnungen, Skulpturen und Animationen. Diese kreativen Ausdrucksformen werden auch im Film visuell integriert.
Ingeborg Bachmann - Jemand, Der Einmal Ich War
Regie: Regina Schilling
Der Hybrid aus fiktionalisiertem Spielfilm und dokumentarischem Archivmaterial poträtiert die namensgebende Schriftstellerin. In den eigens gedrehten Segmenten wird die Autorin von Sandra Hüller verkörpert.
The Narrative
Regie: Bernhard Weber, Martin Schilt
Der Film hinterfrägt die mediale Berichterstattung über den Finanzskandal rund um den ehemaligen Investmentbänker Kweku Adoboli und die schweizer Großbank UBS kritisch. Dazu begleiteten die Filmemacher ihren Protagonisten über Jahre und drehten Nachstellungen des Gerichtsprozesses.
Mariinka
Regie: Pieter-Jan de Peu
Anhand von zwei Figuennstellation werden fünf Schicksale erzählt die eng mit dem Krieg in der Ukraine verbunden sind. Drei Brüder erleben die Situation aus verschiedensten Perspektiven, einer kämpft für Russland, der Zweite für die Ukraine und der Dritte beobachtet den Krieg von Amerika aus. Gefilmt wurden diese bewegenden Geschichten auf 16mm Film.
A Song Without Home
Regie: Rati Tsitzeladze
Der Film begleitet die georgische Transfrau Adelina dabei wie sie versucht sich in Wien erstmals ein freies Leben aufzubauen, nachdem sie aufgrund ihrer Identität aus ihrem Heimatland fliehen musste.
Vater, Sohn und der Widerstand
Regie: Götz Schauder
Der Film potraitiert zwei meinungsstarke Charaktere: den DDR-kritischen Schriftsteller Gert Neumann und seinen Sohn Aram Radomski. Versucht wird dabei auch die Meinungsverschiedenheiten der beiden Männer aufzuarbeiten.
Helene Weigel - Revolutionärin im Rampenlicht
Regie: Maria Wischnewski
Ein umfängliches Potrait der Schauspielerin und Aktivistin Helene Weigel. Durch Archivmaterial, vorgelesene Briefe und Erinnerungen Dritter wird die eindrucksvolle Frau aus vielen Blickwinkeln beleuchtet.
Jardin D'enfants
Regie: Jean‑François Caissy
Der Film dokumentiert den Alltag einer franko-kanadischen Ragesstätte für 1- bis 5-Jährige bis ins kleinste Detail. Dadurch bekommen die Zuschauer tiefe Einblicke in deb fürsorglichen Erziehungsprozess.
La Pietá
Regie: Rafa Molés, Pepe Andreu
Durch die Perspektiven verschiederner Protagonisten will dieser Film Aufmaerkamkeit auf das traurige, durch den Klimawandel verursachte, Schicksal der isländischen Gletscher lenken. Begleitet werden dabei die Gletscherforscher der Björn-Familie und der Fotograf Ragnar Axelsson, welcher sich schon im jungen Alter dem Fotografieren der schwindenden Eismaßen verschrieben hat.
To Hold a Mountain
Regie: Biljana Tutorov, Petar Glomazić
Im Vodergrund steht der Kampf montenegrischer Hirten gegen das Militär, welches ihr Zuhause, eine Hochebene, mit einem Nato-Stützpunkt bebauen will. Im Hintergrund wird zudem die Familiengeschichte einer betroffenen Hirtin beleuchtet.
When I Get Jailed
Regie: Anastasiia Vedenskaia
Die junge Aktivistin Alyona kämpft auf Russlands Straßen gegen die unterdrückerische Regierung und sieht sich deshalb drastischer Polizeigewalt ausgesetzt. Dies begleitet der Film in eindrücklichen und beänstigenden Bildern.
Die Preise
In den drei Wettbewerbsreihen konkurrieren Filme um die VIKTORIA Main Competition, DOK.international (gestiftet vom Bayerischen Rundfunk), die VIKTORIA DOK.deutsch (gestiftet von Sky) und die VIKTORIA DOK.horizonte (gestiftet von der Petra-Kelly-Stiftung). Der DOK.edit Award – presented by Adobe zeichnet außerordentliche Arbeit von Editor*innen aus.
Die Preisträger*Innen
- VIKTORIA DOK.international Main Competition:
- VIKTORIA DOK.deutsch Wettbewerb:
- VIKTORIA DOK.horizonte Competition – Cinema of Urgency:
- megaherz Student Award:
- DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer:
- Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis:
- VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis:
- Dok.edit Award:
- kinokino Publikumspreis – gestiftet von BR und 3sat:
- DOK.archive Award:
- DOK.talent Award:
- DOK.composition Award:

