
Die 19te Ausgabe der Musikfilmtage bietet wieder vom 7. bis 12. Juli ein spannendes und musikalisch hochwertiges Programm. Auch dieses Jahr wird eine abwechslungsreiche Mischung aus Spiel-, Dokumentar-, und Konzertfilmen gezeigt, bei denen die Musik im Mittelpunkt steht. Für die Eröffnung am Dienstag dem 7. juli wird im Kursaal der spanische Spielfilm So klingt das Leben gezeigt - Eine warmherzige Tragikomödie, die am 16. Juli in die deutschen Kinos kommt.
Am 8. Juli geht es im Festspielhaus Erl mit dem Klassiker Beggars of life aus dem Jahr 1928 weiter. Wie im Vorjahr sorgen The Dodge Brothers und Neil Brand für faszinierende Live-Musik, welche das Film Erlebnis mit einer Kombination aus Americana, Blues, Country und Improvisation auf ein neues Level heben.
Der nächste Tag bietet mit dem Portrait It´s never over, Jeff Buckley einen einfühlsamen Einblick in das Leben und künstlerische Schaffen dieses außergewöhnlichen Sängers. Interviews mit seiner Mutter, Freund*innen sowie anderen Musiker*innen bieten Eindrücke über den früh verstorbenen Künstler. Im Anschluss wird mit dem semidokumentarischen Film The lonliest man in town das Leben des Wiener Bluesmusiker Al Cook beleuchtet - eine liebevolle Produktion die den Sänger auf eine Reise in seine Vergangenheit schickt.
Ursprünglich sollte am Abend des 9. Juli Konzertmaterial aus 1972 gezeigt werden: Power to the people: John & Yoko Live in NYC. Aus Lizensrechtlichen Gründen kam es aber zu einer Programmänderung. Sattdessen könnt ihr euch The Rolling Stones – Live at the Max freuen - ein Konzertmitschnitt aus der "Urban Jungle" Tournee 1991.
Am Freitag, dem 10. Juli steht viel auf dem Programm. Es beginnt mit dem Dokumentarfilm Über Unterbiberger. Der Regisseur begleitet hier eine bayerische Hofmusik-Gruppe durch verschiedene Länder, wo sie ihre Volksmusik mit unterschiedlchisten Einflüssen aus Jazz und aller Welt bereicherin. Weiter geht es mit Iron Maiden: Burning Ambition, ebenfalls ein Dokumentarfilm, über die einflussreiche Rockband. Hier dürfen wir die Entwicklung eines kleinen Pub-Acts zur Metal-Legende verfolgen anhand von offiziellen Bandarchiven. Wir bleiben in der Metal-Szene und gehen über zu Wacken – Hearts full of Metal, einem weiteren Dokumentarfilm. Die beiden Gründer dieses Festivals erzählen ihre Geschichte, welche von Liveauftritten und Blicken hinter die Kulissen illustriert wird. Zu guter Letzt werden wir zurück in die 70-er katapultiert mit Epic: Elvis Presley in concert. Der Regisseur Baz Luhrmann zeigt uns verloren geglaubte Aufnahmen von Konzerten und unveröffentlichte Super-8-Aufnahmen - das verspricht eine einmalige Erfahrung.
Auch am Samstag dem 11. Juli erwartet euch ein vielseitiges Repertoir, angefangen mit einer Sondervorführung: Das geheime Stockwerk - ein Spielfilm für die jüngeren Gäste des Festivals. Im Kloster Reisach geht es weiter mit Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist, Dandy. Zu seinem 100. Geburtstag gibt es eine Dokumentation mit Archivmaterial, Briefen und unveröffentlichten Liedern. In Kooperation mit dem Dok Fest wird der Film Ensemble Modern – Why we play gezeigt. Es wird ein Blick in die Proben geworfen, wie die Arbeit an musikalischen Werken abläuft und das gemeinsame Koordinieren funktioniert. Für Klassik Enthusiast*innen gibt es außerdem das Portrait Chopin – Eine Sonate in Paris in welchem das Leben dieses gefeierten Genies dargestellt wird. Zusammen mit dem österreichischen Film Fest Diagonale wird der Dokumentarfilm Pilije vorgeführt - es werden Einsichten in das Leben in einer Grenzregion geboten, mit Fokus auf Musik und Brauchtum. Ebenfalls gezeigt wird The Piano Tuner, welcher bereits beim Film Fest München 2026 vertreten war. Den Abschluss am Samstag macht Michael - die internationale Kino Sensation. Für 127 Minuten dürfen wir das Leben dieses Ausnahmetalents verfolgen und uns in seiner inspirierenden Welt verlieren.
Am letzten Tag der Musikfilmtage, Sonntag der 12. Juli, ist mit Zirkuskind - Gewinner des Bayerischen Filmpreises 2026 - noch einmal was für Kinder ab 8 Jahren geboten. Nach der Sondervorführung Schlendern ist mein Metier, ein Portrait des Schriftstellers Karl-Markus Gauß, hält derselbe eine Lesung im Kloster Reisach. Anschließend könnt ihr euch auf eine Doppelvorführung freuen: Modern - Lebendig - Selbstbewusst: Musiklandschaft Polen und Dreaming of the Waldbühne. In Kooperation mit der HFF werden im Kursaal 4 Kurzfilme gezeigt: Rote Socken, Walud, AG Schmierschriften und Es geht immer nur um Arterhaltung. Der auf der Berlinale 2026 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnete Film Everybody digs Bill Evans wird in kooperation mit dem Lichter Filmfeswt Frankfurt International präsentiert.
Das Musikfilmfestival wird mit dem Highlight des Cannes Film Festivals 2026 beendet: Fatherland - ein Schwarz-Weiß-Film über den Höhepunkt des kalten Krieges. Zusätzlich zu den Filmen gibt es am Sonntag ein frei zugängliches Publikumsgespräch mit der Regisseurin Margarethe von Trotta und dem früheren Leiter der Berliner Filmfestspiele Dieter Kosslick. Weitere Informationen zu den Musikfilmtagen und Zugang zu Tickets findet ihr hier: https://www.musikfilmtage-oberaudorf.de/
Das Movie-College wünscht euch viel Vergnügen auf dem Festival!
