
Das DOK.fest 2026 beweist unter der neuen Leitung vor allem Kontinuität was die Qualität des Programms angeht. Die wichtigsten Reihen und Filme...
Das Programm
- Über 100 Filme mit einer Auswahl der besten gesellschaftlich-relevanten und künstlerisch herausragenden Dokumentarfilme des Jahres. Ab sofort kann man Online-Tickets erwerben.
- Ein einfaches Ticket für einen Film kostet 11,00 €, ermäßigt 9,- €
- Wer die Filme ab dem 11. Mai lieber von zuhause anschauen möchte, zahlt 5,00 € pro Film.
- Man kann aber auch eine Flatrate für alle Filme erwerben, den Festival-Pass für 80,00 €. Das Online Pendant dazu kostet 50,00€.
- Einen Überblick über die Filme des Festivals gibt es hier: https://www.dokfest-muenchen.de/Filme
DOK.international Main Competition
A Fox Under a Pink Moon
Regie: Mehrdad Oskouei, Soraya Akhalagh
Diese Dokumentation erzählt die Geschichte von Soraya, einer sechzehnjährigen Künstlerin aus Afghanistan, die in Iran lebt. Sie träumt davon, nach Europa zu fliehen, um ihre Mutter wiederzufinden. Über mehrere Jahre hinweg filmt Soraya ihr Leben mit ihrem Handy. Sie zeigt ihre Fluchtversuche, die Gewalt in ihrer Ehe und ihren Alltag, der zwischen Angst und Hoffnung pendelt. Gleichzeitig verarbeitet sie ihre Erfahrungen in eigenen Zeichnungen, Skulpturen und Animationen. Diese kreativen Ausdrucksformen werden auch im Film visuell integriert.
Ingeborg Bachmann - Jemand, Der Einmal Ich War
Regie: Regina Schilling
Der Hybrid aus fiktionalisiertem Spielfilm und dokumentarischem Archivmaterial poträtiert die namensgebende Schriftstellerin. In den eigens gedrehten Segmenten wird die Autorin von Sandra Hüller verkörpert.
The Narrative
Regie: Bernhard Weber, Martin Schilt
Der Film hinterfrägt die mediale Berichterstattung über den Finanzskandal rund um den ehemaligen Investmentbänker Kweku Adoboli und die schweizer Großbank UBS kritisch. Dazu begleiteten die Filmemacher ihren Protagonisten über Jahre und drehten Nachstellungen des Gerichtsprozesses.
Mariinka
Regie: Pieter-Jan de Peu
Anhand von zwei Figurennstellation werden fünf Schicksale erzählt die eng mit dem Krieg in der Ukraine verbunden sind. Drei Brüder erleben die Situation aus verschiedensten Perspektiven, einer kämpft für Russland, der Zweite für die Ukraine und der Dritte beobachtet den Krieg von Amerika aus. Gefilmt wurden diese bewegenden Geschichten auf 16mm Film.
A Song Without Home
Regie: Rati Tsitzeladze
Der Film begleitet die georgische Transfrau Adelina dabei wie sie versucht sich in Wien erstmals ein freies Leben aufzubauen, nachdem sie aufgrund ihrer Identität aus ihrem Heimatland fliehen musste.
Vater, Sohn und der Widerstand
Regie: Götz Schauder
Der Film potraitiert zwei meinungsstarke Charaktere: den DDR-kritischen Schriftsteller Gert Neumann und seinen Sohn Aram Radomski. Versucht wird dabei auch die Meinungsverschiedenheiten der beiden Männer aufzuarbeiten.
Helene Weigel - Revolutionärin im Rampenlicht
Regie: Maria Wischnewski
Ein umfängliches Potrait der Schauspielerin und Aktivistin Helene Weigel. Durch Archivmaterial, vorgelesene Briefe und Erinnerungen Dritter wird die eindrucksvolle Frau aus vielen Blickwinkeln beleuchtet.
Jardin D'enfants
Regie: Jean-François Caissy
Der Film dokumentiert den Alltag einer franko-kanadischen Ragesstätte für 1- bis 5-Jährige bis ins kleinste Detail. Dadurch bekommen die Zuschauer tiefe Einblicke in deb fürsorglichen Erziehungsprozess.
La Pietá
Regie: Rafa Molés, Pepe Andreu
Durch die Perspektiven verschiederner Protagonisten will dieser Film Aufmaerkamkeit auf das traurige, durch den Klimawandel verursachte, Schicksal der isländischen Gletscher lenken. Begleitet werden dabei die Gletscherforscher der Björn-Familie und der Fotograf Ragnar Axelsson, welcher sich schon im jungen Alter dem Fotografieren der schwindenden Eismaßen verschrieben hat.
To Hold a Mountain
Regie: Biljana Tutorov, Petar Glomazić
Im Vodergrund steht der Kampf montenegrischer Hirten gegen das Militär, welches ihr Zuhause, eine Hochebene, mit einem Nato-Stützpunkt bebauen will. Im Hintergrund wird zudem die Familiengeschichte einer betroffenen Hirtin beleuchtet.
When I Get Jailed
Regie: Anastasiia Vedenskaia
Die junge Aktivistin Alyona kämpft auf Russlands Straßen gegen die unterdrückerische Regierung und sieht sich deshalb drastischer Polizeigewalt ausgesetzt. Dies begleitet der Film in eindrüchlichen und beänstigenden Bildern.
DOK.deutsch Wettbewerb
Becoming Kim
Regie: Susanne Kim
Die Filmemacherin potraitiert die Krise in ihrer Ehe, welche entsteht als ihr Mann Jeong Rae in seine Heimat Korea zurückkehrt und Susanne mit der geminsamen Tochter in Deutschland zurückbleibt. Ein Film über die Liebe, welcher hinterfragt ob und wie diese auch unter schlechten bedingungen Weiterleben kann.
Finding Connection
Regie: Florian Karner
Immer mehr Menschen suchen vergebens nach Nähe und Geborgenheit, manche wenden sich deshalb an die immer menschlicher werdende K.I.. Der Film begleitet solche Personen und potraitiert ihre, teils romantischen Beziehungen mit Chatbots in ihren Höhen und Tiefen.
Hundertzwölf
Regie: August Pflugfelder
Begleitet wird der turbulente Alltag in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr, welche die Angestellten an ihre Grenzen bringt.
Politik ist Persönlich
Regie: Indira Geisel
Als ihr Vater Thoma Geisel von der SPD in die neue Partei BSW wechselt bricht für die Regisseurin Indira Geisel und ihre Familie ein mächtiger Streit über politische Ziele, Ideologien, Werte und Strategien aus. Vor diesem Hintergund verhandelt der Film nun das große Thema Politik auf familiärer Ebene.
Wahlkampf
Regie: Harald Friedl
Ein tiefer Einblick in die Maschinerie hinter dem Wahhlkampf des SPÖ-Politiker Andreas Babler.
Watching People, Watching Birds
Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
Das "Birding" (zu deutsch: Vogelbeobachtung) erfreut sich als entschleunigendes Hobby zunehmender Beliebtheit. In diese Subkultur rund um unsere fliegenden Zeigenossen taucht der Film tief ein und beobachtet die Beobachter.
Driving Europe
Regie: Felix Länge
Ein beeindruckendes Potraits des Arbeitskampfes europäischer Lastwagenfahrer für bessere Bezahlung und Behandlung durch ihre Arbeitgeber.
Das Gewicht der Welt
Regie: Florian Heinzen-Ziob
Zwei Wissenschaftlerinnen und ein Wissenschaftler leiden so stark unter ihrem Wissen über die Folgen des Klimawandels, dass sie ihren Beruf an den Nagel hämngen und auf verschiedene Weisen in den Widerstand gegen die Untätigkeit der Politik treten. Auf ihren Wegen werden sie von der Kamera begleitet.
Meanwhile in Namibia
Regie: Jonas Spriestersbach
Deutschland fällt es augenscheinlich schwer Verantwortung für seinen Kolonialismus in Afrika zu übernehmen. Anstatt Reperaturen zu bezahlen oder entstandene Schäden zu richten, fordert Deutschland seine früheren Kolonien zur kulturellen Bildung von Touristen auf. Hierbei entstehen aufgrund der zuvorigen Auschlöschung der betroffenen Kulturen durch besagten Kolonialismus große Schwierigkeiten. Der Film beleuchtet diese und weitere Ungerechtigkeiten und Rassismen im Umgang Deutschland mit seinen Gräueltaten und regt somit zum Nachdenken über die vielbeschworene Erinnerungskultur an.
Sterben für Anfänger
Regie: Kurt Langbein
Einer Krebsdiagnose nachfolgend untersucht der Regisseur als Forscher und Betroffener zugleich das Thema Sterben mit all seinen vielseitigen Facetten.
When Pigs Fly
Regie: Denise Riedmayr
Der Film betrachtet aus zwei vermeintlich entgegengesetzten Blickwinkeln die Relation zwischen Mensch und Schwein. Während die eine Protagonistin an der Verwendung von Schweineherzen in der Humanmedizin forscht und die Tiere somit zu medizinischem Material degradiert, arbeitet die zweite Protagonistin auf einem Gnadenhof, wo die Tiere mit viel Liebe und Respekt als Lebensbegleiter betrachtet werden. Von dieser Dichotomie lebt diese Dokumentation.
DOK.horizonte - Cinema of Urgency
Amílcar
Regie: Miguel Eek
Von Archivmaterial und vielen historischen und persönlichen Dokumenten getragenes Potrait über Amílcar Cabral, einem Vordenker im antikolianlen Kampf der Befreiungbewegung in Guinea-Bissau und Kap Verde.
The Last Girl
Regie: Daryoush Gharibzadeh
Über 14 Jahre begleitet diese Dokumentation das heranwachsen von Myryam. Sie wächst mit Down Syndrom und als eines von 15 Kindern im iranischen Gebirge weit abgeschieden von der eigentlichen Zivilisation auf. Eine bewegende und einzigartige Coming of Age Geschichte.
Matabeleland
Regie: Nyasha Kadandara
Anhand des intergenerationellen Traumas einer Familie aus Simbabwe behandelt der Film die Folgen der Ermordung zehntausender Ndbele durch die Regierung Mugabes in den 1980er Jahren.
Paikar
Regie: Dawood Hilmandi
Nach dem Tod seiner Bruders beschließt der Regisseur der Vergangenheit seiner Familie ind Afghanistan und Iran und der Gefühlswelt seiner verschlossenen und verbitterten Vaters auf auf den Grund zu gehen. Entstanden ist daraus die spannende Potrait einer Familie.
Unwelcomed
Regie: Sebastián González, Amílcar Infante
Der Film zeichnet die Fluchtgeschichte venezolanische Migranten auf dem Weg nach Chile und die unglaubliche Gegenwehr, auf welche sie dort in Form von erschreckender Fremdenfeindlichkeit treffen, nach.
I, Poppy
Regie: Vivek Chaudhary
Die Geschichte einer indischen Familie, die sich bezügliche der politischen Lage im Umgang mit Bauernfamilien uneinig ist. Während die einen mit der mühsamen Ernte von Mohn beschäftigt sind, ist der Sohn Mangilal aktivistisch tätig. Letzteres sorgt für Kontroversen in der Familie.
Materia Prima
Regie: Jenz Schanze
Eine direkte und nachdenklich stimmende Betrachtung der Ausbeutung und des Machtmissbrauchs im Zuge des Lithium-Abbaus in Bolivien.
Out of School
Regie: Hind Bensari
Für einige marokkanische Kinder beginnt schon nach der Grundschule der Erbnst des Lebens, da das Geld der Familie nicht für den Besuch einer weiterführenden Schule reicht. Den Werdegang zwei solcher Kinder begleitet der Film.
Scarlet Girls
Regie: Paula Cury
Der Film begleitet junge Frauen in Mexiko und der Dominikanischen Republik, die aufgrund ihrer Entscheidungen in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind und mit möglichen Haftstrafen konfrontiert werden. Im Mittelpunkt stehen ihre persönlichen Perspektiven zwischen Unsicherheit, gesellschaftlichem Druck und dem Versuch, eigene Wege zu gehen.
Whispers in May
Regie: Dongnan Chen
Für die Mädchen der Yi-Vokes in China bedeutet die erste Periode das Ende der Kindheit und den Beginn des Erwachsenenlebens. In diese prägenden Übergangsphase begleitet der Film die junge Qihuo und vermischt ihre Geschichte mit der Mythologie der Yi.
Student Award
And They Live in Row Houses
Regie: Matteo Sanders, Julia Haugeneder
Der Film wird als Teil der DOK.shorts zusammen mit zwei anderen Kurzdokumentationen gezeigt. Er behandelt auf künstlerische Art und mit viel Kapitalismuskritik das Phänomen Reihenhaus.
First Lap Crash
Regie: Liam Erlach
Die Schwester des Regisseurs ist an ME/CFS, eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, zu deren Symptomen unter anderen starke Erschöpfung und Schmerzen gehören. Dieser Film soll zum Einen über die Krankheit aufklären und zum Anderen Betroffenen helfen.
Haus 4
Regie: Phillip Schaeffer
In ruhigen Bildern wird der Alltag in einer Jugendstrafanstalt dokumentiert, die Vorgänge detailliert dargestellt und der Frage nach möglicher Resozialisierung der jungen Täter gestellt.
Ich Atme die Ganze Zeit
Regie: Rosa Gocht
In dem zweiten Film der Kategorie DOK.shorts beschäftigt sich die Regisseurin autobiografisch mit den Ursprüngen ihrer Angstzustände und findet diese in einem intergenerationellen Trauma.
Momento Muri
Regie: Jonathan Bugiel
Der dritte und letzte Film der DOK.shorts potraitiert die Kriegsruinen des Atlantikwalls und stellt somit Fragen über den Umgang mit Eurpas vergangenheit und dem FAschismus der heutugen Zeit.
Nichts Bleibt und Nichts Verschwindet
Regie: Paul Sonntag
Der Film begleitet über fünf Jahre hinweg das Verschwinden eines Edekas, der durch einen Neubau ersetzt wird. Er zeigt dabei die Auswirkungen dieser Veränderung auf die betroffene Straßenecke und ihre menschlichen Bewohner.
Schwarze Häuser
Regie: Katrin Sikora
Eine Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs, der sich in der Nachkriegszeit in Ferienheimen ereignete. Es wurde mit Betroffenen gesprochen udn eine Theatergruppe begleitet, die versucht das den Kindern angetane Leid künstlerisch zu verarbeiten.
Was an Empfindsamkeit Bleibt
Regie: Daniela Magnani Hüller
In diesem autobiografischen Dokumentarfilm zeichnet die Regisseurin mit filmischen Mitteln ihre Reise zur Selbstfindung nach, die sie nach dem Überleben einer traumatischen Gewaltat antreten musste.
Where The Waves Took Her
Regie: Jana Stallein
DOK.special
In der Reihe werden dokumentarische Produktionen von Studierenden der HFF München in zwei gesammelten Vorführungen präsentiert.
Crossing Borders Lissabon
Die Sammlung besteht aus drei Reportagen, die in der Hauptstadt Portugal gedreht wurden. Darin wird eine Biker Community begleitet, die Wohnungsnot in Lissabon beleuchtet und verschwindenden Azulejos (traditionelle Fließenbilder) auf den Grund gegangen.
Filme aus dem Austauschprogramm Punto de Vista Mexico
Gezeigt werden drei Dokumentarfilme die währedn des Austauschmonats mit der EsCine Ciudad de México entstanden sind.
DOK.education
Im Rahmen des Bildungsprogramms des DOK.fests speilen drei Dokumentationen eine zentrale Rolle:
Die Uninformierten
Regie: Timon Ott
Eine Dokufiktion über den Alttag in der Bundeswehrausbildung. Ein 18-Jähriger sieht sich der erbarmungslosen Realität des Militärs ausgesetzt.
Extraordinary Mona -Besonders Aussergewöhlich
Regie: Sarah Van Dale
Ein Hybrid aus dokumentarischen und szenischen Teilen, der die Geschichte eines autistischen Mädchens erzählt, die ihren Autismus als Superkraft versteht.
Marian und die Waldrappe
Regie: Bernadette Hauke
Der 12-jährige Ornithologe Mairan macht mit der Sichtung eines Waldrapp eine besondere Entdeckung, die auch bei erwachsenen Vogelforschern für Aufregung sorgt.
Weitere Reihen sind:
Retroperspektive
Nie wieder ist jetzt?
Crossing Boundaries
Reframing History
Macht euch die Erde Untertan?
Empowered
This is America
In guter Gesellschaft?
Coming-of-Age
Brave New Work?
Family Affairs
Stranger Than Fiction
The Sound of Music
About Art
Filmmaking in Exile
African Encounters
Interviews
Wie gewohnt wird es Gespräche nach den Filmen im Kino und zu vielen Filmen Gespräche Online geben. Dabei sind teilweise auch mehrere der am jeweiligen Film beteiligten Filmschaffenden zugeschaltet.
Um auch das Gespräch rund um die Filme aufrecht zu erhalten, wird es zu fast allen Filmen aus dem Programm Gespräche mit den FilmemacherInnen aus dem Programm geben.

