
Immer deutlicher schien sich 2017 die Erkenntnis auch bei Google durchzusetzen, dass kaum ein Mensch sich permanent nach Hinten umdreht. Vor Monaten bereits als Youtube-Feature angekündigt findet das Format auch Eingang in Google Daydream. Google führte mit VR 180 ein, ein Format, welches die Illusion aufrecht erhält und dennoch wieder Lichtsetzung, Tonarbeit und sinnvolle Kamerapositionierung erlaubte.
Insbesondere der Filmschnitt sollte durch VR 180 dann wieder mit konventionellen Schnittprogrammen möglich werden und damit ein professionellerer Workflow. Auch die notwendige Auflösung um VR realistischer darszustellen, konnte auf diese Weise besser erreicht werden. Kameras konnten einerseits einfacher, andererseits aber auch professioneller gebaut werden, wenn sie nur 180 Grad aufzeichnen müssten.
Für Anhänger des Cinematic VR waren damit richtungsweisende Normierungen gesetzt worden. Und möglicherweise würde es damit auch wieder Kinoprojektionen geben, bei denen Zuschauer ohne Brille auf dem Kopf die Illusion erleben, tatsächlich an einem anderen Ort und mitten im Geschehen zu sein.
Doch es kam alles ganz anders. Das erhoffte Ökosystem, die VR 180 Initiative zu der Lenovo, YI, LG und andere Hersteller gehörten, ist gescheitert. Dies hatte verschiedene Gründe, allen voran der Umstand, dass diverse Kameras, wie die von LG nie herauskamen. Die YI Horizon VR180 verschwand sehr schnell wieder vom Markt auch Lenovos Mirage VR180 wurde nur kurz verkauft. Und auch Googles Daydream Plattform wurde aufgegeben.
