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Szenenfoto aus "Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag"  (Bild: Pressefoto Monte Kalk Film)

 

Regie: Christoph Otto
Verleih: Camino Filmverleih
Filmlänge: 79 Minuten
Drehbuch: Jan Bonny, Jan Eichberg
Kamera: Montell Taraschweski
Genre: Drama / Komödie

 

Mit seinem neuesten Spielfilm Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag war Christoph Otto beim Filmfest München 2026 vertreten. Auf höchst authentische Art und Weise werden wir, die Zuschauer*innen, mit auf eine Reise durch das facettenreiche Kölner Dämmerungs- und Nachtleben genommen und bekommen so die Chance den unterschiedlichsten Unterhaltungen zu lauschen.

 

Einmal Mäuschen spielen

Der Film bietet Einblicke in verschiedene Lokalitäten und Gespräche. Von einem überforderten Herrn in einer Shisha-Bar über zwei betrunkene Schläger bis hin zu Drei Freundinnen, die auch in der Öffentlichkeit jedes noch so pikante Detail aus ihrem Leben teilen. Durch die bunte Mischung in der Besetzung des Films wird ein rundes Gesamtbild erschaffen, welches den kölner Geist gekonnt einfängt. Man hat das Gefühl, realen Situationen beizuwohnen und selbst Teil dieser intimen Konversationen zu sein.

 

Diversität

Der Regisseur hat es geschafft, eine bunte Palette an Lebensrealitäten abzubilden und dabei jede glaubhaft und durchdacht zu gestalten. Klischees werden zugleich erfüllt und widerlegt – wie es im echten Leben eben so ist. Schwarz-Weiß denken wird hier gekonnt vermieden und die Charaktere werden weder romantisiert noch dämonisiert.

Um der Realität nochmal ein Stück näher zu kommen, hat der Regisseur neben Schauspieler*innen auch Leute vor Ort in seinen Film mit aufgenommen. Es wurde in echten Kneipen gedreht, mit echten Angestellten gearbeitet und echte Stammgäste gefilmt. Alles echt. Dadurch, dass die Leute an einem Ort gefilmt werden, den sie kennen und an dem sie sich wohlfühlen, wird ein warmes, familiäres und aufrichtiges Gefühl vermittelt.

 

Fazit

Christoph Otto hat mit Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag einen sehr amüsanten und menschlichen Film geschaffen, der gerade wegen den ungefilterten, teils polarisierenden Aussagen wieder verbindet. Am Ende des Tages sind es nämlich genau diese ehrlichen und verletzlichen Momente, die unser Menschsein ausmachen.

 

Gesehen von Pia Ludwig

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