
Abonnenten können von Juli 2026 an wegen eines Lizenzstreits keine 4K und HDR Filme mehr auf dem Streamingdienst von Disney+ anschauen. All die in besonders hoher Qualität angebotenen Filme werden bis auf weiteres so nicht mehr gezeigt, weil Disney und die Patentinhaber an HDR (ein technisches Verfahren für höheren Kontrastumfang auf Flatscreens) sich über Lizenzzahlungen streiten.
Der Streit geht wohl schon eine ganze Weile so und bemüht inzwischen auch die Gerichte. Die Patente für HDR liegen bei der Firma InterDigital und diese hat eine einstweilige Verfügung gegen Disney+ erwirkt, die sogenannte HEVC-Technik nicht mehr verwenden zu dürfen. Das Unternehmen will an den Mehreinnahmen die Disney für die höherpreisigeren Premium Abos erzielt, beteiligt werden.
HEVC ist eines der am Markt verfügbaren HDR Verfahren, die Firma Dolby bietet mit Dolby Vision ein ähnliches Verfahren an, dessen Verwendung mit Sicherheit ebenfalls Lizenzzahlungen zur Folge haben würde. Kunden die für genau diese Features mehr Geld bezahlen, wenden sich inzwischen an Verbraucherzentrale um Rat einzuholen.
Es kann durchaus sein, dass Disney diese Technik gänzlich aus seinem Angebot verbannen wird, es kommt immer wieder zu Verbraucherfeindlichen Entscheidungen, selbst bei großen, finanzsstarken Unternehmen. Man denke nur an die Absurdität, dass Apple MAC Computer kein BluRay abspielen können, weil Apple die Lizenzkosten für BluRay in Höhe von ca. 10,- € pro Gerät zu teuer waren. Andererseits kann sich Disney+ natürlich auch nicht grenzenlos erpressbar machen.
Man darf also gespannt sein, wie der Rechtsstreit ausgehen wird und kann nur hoffen, dass die Kunden nicht endlos in dieser HDR Vermeidungsschleife hängen bleiben.
