
Der Chinesische VR,- und Actioncamhersteller liefert mit seinem innovativel Wireless System echten Mehrwert. Die Entwickler dieses drahtlosen Tonübertragungssystems haben sich offensichtlich Gedanken gemacht, wie man diese kleinen kompakten Funkstrecken auf ein neues Level heben könnte. Und da sind ihnen tatsächlich ein paar gute Ideen gekommen, welche den Platzhirschen Rode, Sennheiser oder DJI eigentlich Kopfschmerzen bereiten sollten.
Empfänger
Auch wenn vieles an den kleinen kompakten Funkstrecken bereits erstaunlich gut gelungen ist, hat es Insta360 geschafft, in ihre ersten eigenen Geräte noch einmal eine Reihe erstaunlicher neuer Features zu integrieren, Es beginnt bei den Displays auf der Empfängerseite, welche als erste ein 6-farbiges 1,22-Zoll-E-Ink-Display besitzen, was nicht nur die Lesbarkeit bei hellem Sonnenlicht verbessert, sondern auch den Stromverbrauch deutlich reduziert. Das ist angesichts der Miniaturisierung dieser Geräte bei Akkubetrieb eine sehr wichtige Entwicklung. Ganz nebenbei zeigt dieses Display nicht nur die üblichen Informationen an, man kann ihnen auch über eine App vom Smartphone aus Titel oder Namen eingeben. Damit werden die Funkstrecken individualiserbar, wenn man auf Sets mit mehreren Sendern arbeitet, kann man diese leichter den verschiedenen Personen zurodnen.
Mikrofone/Sender
Die kleinen runden Sender besitzen im Gegensatz zu den Modellen der Konkurrenz nicht nur eine sondern gleich drei eingebaute Mikrofonkapseln. Dank dieses Array kann man zwischen Omnidirektional, Superdirektional, Niere und Acht auswählen. Je nach Aufnahmesituation kann man damit also weniger und stärker gerichtet oder sogar zu zwei Seiten aufnehmen. Außerdem ist eine aktive KI-gestützte Geräuschunterführung mit einem NPU-Chip integriert, welche die natürlichen Stimmen bewahrt und zugleich Hintergrundgeräusche verringert.
Die Sender besitzen ebenfalls ein e.Ink Display, was man per App mit frei wählbaren Informationen belegen kann. Also Namen oder auch Firmenlogos und mehr. Perfekt also für Senderkennungen etc.

Jeder Sender besitzt 32 GB internen Speicher um direkt im Gerät Sicherheitsaufnahmen aufzuzeichnen und das sogar in Stereo. Damit lassen sich 22 Stunden Audio in Stereo und 32 Bit aufnehmen.
Scheinbar besitzen die Sender sogar einen Mikrofoneingang um etwa ein Lavaliermikrofon anzuschließen. Es ist daher eher für Vlogger und Dokumentarfilmer geeignet. Wer ein Lavalier für Spielfilmzwecke unter der Kleidung verbergen möchte, muss also nicht auf die Sender der Konkurrenz zurückgreifen.
Vier Kanäle
Und als wäre das nicht genug, ist der Empfänger in der Lage, vier Kanäle zu empfangen und an die Kamera weiterzugeben. Dies allerdings nur in digitaler Form, das heißt man benötigt dafür beispielsweise Sonys XLR Audioadapter.
Das Mic Pro kann sich aber auch per Bluetooth 5.4 mit kompatiblen Insta360-Kameras (X5, X4 Air, Ace Pro 2 oder GO Ultra) direkt koppeln und den Ton ohne zusätzlichen Empfänger in 48 kHz Audio dort aufzeichnen.
Technische Daten
- Empfindlichkeit von -38±1 dBV bei 1 kHz/94 dB SPL
- Signal-Rausch-Verhältnis von 72 dB (A-bewertet)
- Maximaler Schalldruckpegel von 130 dB SPL
- Eigenrauschen von 22 dB (A)
- Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz (mit optionalem Low-Cut ab 100 Hz)
- Maximale Reichweite 400 m per Funk
- Timecode (TCXO, < 1 Frame Drift / 24 h), LTC in/out
Dass die Funkstrecken sogar Timecode-Synchronisierung via TCXO-Oszillator und Frameraten von 23,98 bis 60 Bildern/Sekunde unterstützen wird auch die Profis erfreuen.

Preise und Sets
Die Funkstrecken gibt es in verschiedenen Sets zu einer, zwei und vier Sendern sowie dem Ladecas was auch als Powerbank dient und die Sender und den Empfänger in kurzer Zeit wieder aufläd. Preislich kosten die Sets 209,- € (1xSender +Empfänger), 329,- € (2 x Sender+Empfänger) oder 547,- € (4 Sender + Empfänger). Falls man eine der mit eingebautem Empfänger ausgestatteten Insta360 Kameras besitzt kann man auch einen Sender einzeln für 109,- € kaufen.
Bilder: Pressefotos Insta360
