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Die Triaden gehen für Macht über Leichen
Regie: Johnnie To
Dieses Jahr lag der Focus des Filmfests München ja auf Asien. So hatte man die Chance, einmal Filme zu sehen, die bei uns, wenn überhaupt, nur im Fernseh-Nachtprogramm laufen. Ein Kinobesuch wie bei "Election" macht deutlich, warum dies so ist.
So ist es für einen Durchschnittseuropäer nicht gerade leicht zu verstehen, warum die Wahl zu einem neuen Oberhaupt der Triade so kompliziert ist. Politische Verhandlungen (bei den vielen fremden Namen blickt man garantiert nicht mehr durch) sowie die Problemlösung mit Gewalt (wer bekämpft wen und warum) sind so asiatisch-kompliziert, dass man sich dann doch in einen Mafiafilm, am besten ganz sinnfrei mit Bud Spencer, wünscht. Wenn dann auch noch ein Artefakt eine wichtige Rolle spielt, weil nur dessen Besitz den endgültigen Machtanspruch rechtfertigt, kommt auch noch ein Schuss Lara Croft hinzu - und man steigt definitiv aus. Wenigstens ist der Film so eindrucksvoll fotografiert, dass man die Verfolgungsjagden, Kämpfe und diplomatischen Verhandlungen zumindest mit den Augen genießen kann, wenn schon das Hirn nicht mehr mitmacht. Für alle Fans von Action- und Gangsterfilmen zudem ein durchaus interessanter Einblick in die asiantische Bilder- und Vorstellungswelt.
Gesehen von Johannes Prokop
Die Geschichte einer selbstständigen Autistin, deren Schicksal in andere Hände übergeben wird.
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Elsa & Fred 108 Min., Spanien/Argentinien 2005 REGIE: Marcos Carnevale DARSTELLER: China Zorrilla, Manuel Alexandre, Blanco Portillo |
Regie: Marcos Carnevale
Kinostart: 13. April 2006
Elsa ist eine 82jährige, impulsive Argentinierin voller Lebensfreude. Seit ihrer Jugend träumt sie davon im Fellini-Klassiker "La Dolce Vita" anstelle von Anita Ekberg im Brunnen zu stehen und geküsst zu werden.
Wie das Schicksal es so will, findet sie den potentiellen Part für die männliche Rolle in ihrem neuen Nachbarn Alfredo.
Alfredo ein gutmütiger Witwer, der immer pflichtbewusst so gelebt hat wie von ihm erwartet, macht es Elsa und ihren Annäherungsversuchen zunächst nicht leicht. Er spürt kein Verlangen nach Veränderung und möchte am liebsten allein mit seinem Hund gelassen werden.
Eine Herausforderung für Elsas Temperament... Schließlich entwickelt sich eine Romanze zwischen den beiden die von ihrem Umfeld zunächst mit Skepsis beobachtet wird, der dies jedoch herzlich wenig ausmacht.
"Elsa & Fred" ist ein erfrischend lebendiges Plädoyer an die Liebe, selbst dort wo sie nimmermehr zu erwarten ist. Schön ist es einmal zu sehen zu bekommen, dass "die Alten" eben doch erwachsen sind.
Die einfache Story verläuft nicht ganz ohne Kitsch, der in Anlehnung an die Brunnenszene Fellinis vielleicht aber sogar angebracht ist.
Die beiden Hauptdarsteller überzeugen in sehr unterschiedlichem Charme und Charakterstärke und machen den Film zu einer Hommage an das Leben und die Liebe.
Gesehen von Franziska Hoenisch