La belle Personne
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La belle Personne 95 Min., Frankreich 2008 REGIE: Christophe Honoré DARSTELLER: Louis Garrel, Lea Seydoux, Gregoire Leprince-Rinquet |
Regie: Christophe Honoré
Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die 16 jährige Junie zu ihrer Tante in einen vornehmen Teil von Paris und wechselt mitten im Schuljahr auf die Schule ihres Cousins Mathias. Dieser integriert die hübsche und schweigsame Brünette schnell in seinen Freundeskreis und bald haben einige Mitschüler ein Auge auf Junie geworfen. Junie interessiert sich jedoch für keinen von ihnen bis der schüchterne Otto sie umwirbt. Die beiden werden ein Paar. Doch bald trifft Junie in ihrem Italienischlehrer Nemours ihre große Liebe. Ihre Gefühle werden von ihm erwidert, doch Junie glaubt nicht an die ewige Liebe und wehrt sich gegen ihre Gefühle.
Regisseur Christophe Honoré hat Madame Lafayettes Roman „ La Princesse de Clèves" in unsere Zeit adaptiert. Aus dem Königshof wurde ein Schulhof. Und tatsächlich, die Anmut die die Jugendlichen haben und ihr Gruppenverhalten erinnern an das höfische Treiben. Im Zentrum der Geschichte steht Junie, die nach dem Tod ihrer Mutter eine tiefe Trauer in sich trägt. Aber auch alle anderen Jugendlichen in diesem Film sind allein mit ihren Gedanken und Gefühlen. Auch in der Gruppe bleiben sie einzelne Menschen, Individuen.
Das Hauptthema des Films ist die Liebe in all ihren Formen: hoffnungslose Liebe, verbotene Liebe, gleichgeschlechtliche Liebe, Liebe zu den Eltern, Liebe zu den Freunden, nicht erwiderte Liebe, besitzergreifende Liebe.
Die Jugendlichen und ihr Verhalten sind einem vertraut und fremd zugleich. Ihrer Art sich mit der Welt zu beschäftigen wohnt ein Zauber inne, den Honoré gekonnt einfängt. „La belle Personne" ist ein wunderbar romantischer Film ohne Realitätsferne. Diesen Film zu schauen ist, wie ein Buch zu lesen. Traurig-Schön ist „La belle Personne" – so können es nur die Franzosen.
Gesehen von Mareike Dobewall
Eine andere Welt – die Welt der Gehörlosen – wird einem in diesem Film so feinfühlig und ohne Tabus nähergebracht, dass man Lust bekommt, gar nicht mehr zu sprechen und gleichzeitig laut zu singen. Lebensfreude auf vielen Ebenen.

Santo Domingo 1961: Die Dominikanische Republik wird von einem der blutigsten Militärregime regiert, das sich je in einem süd- oder mittelamerikanischen Land etabliert hat. Staatschef und grausamer "Chief" des Terrorapparats ist General Rafael Leonidas Trujillo, der Kommunisten, sowie sonstige Dissidenten oder auch einfach nur Leute, die in seiner Anwesenheit etwas Unpassendes gesagt haben kurzerhand exekutieren lässt.



