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Ein verrückter Tag in New York 100 min., Komödie, USA 2004 REGIE: Dennie Gordon DARSTELLER: Mary-Kate Olsen, Ashley Olsen, Eugene Levy |
Regie: Dennie Gordon
Kinostart: 05. August 2004
Bücher, eine Zeitschrift, CDs, Videogames, Modepuppen, Kleidung, Parfum, Kosmetikprodukte, Haushaltgegenstände und Lifestyle-Produkte zieren ihre Namen: Mary-Kate und Ashley Olsen.
Die Zwillinge, die in der TV-Serie "Full House" buchstäblich in aller Öffentlichkeit aufwuchsen, stellen jetzt als 17-järhige Produzentinnen (Dualstar Productions) ihren neusten Streich vor: den Kinofilm "Ein verrückter Tag in New York".
Der Film spielt in der ‚großen, strahlenden, bunten Metropole' New York City und führt die Zwillinge Roxy und Jane Ryan von Manhatten über Chinatown nach Harlem durch Straßen, U-Bahn und Abwasserkanäle.
Alles beginnt so: Früh am Morgen kommen Jane, mit zurechtgemachter Frisur, in ordentlichem rosa Outfit, mit ihrem unverzichtbarem Dayplayner, und Roxy, in Metallica-Shirt, mit zerwuseltem Haar und gefälschter Entschuldigung für die Schule, aus ihren Zimmern, werfen sich abwertende Blicke zu und gehen in die Küche. Jane macht Frühstück für den Vater, der als Arzt wie immer keine Zeit hat es zu essen und Roxy faxt ihre Entschuldigung an die Schule.
Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, wären sie nicht Zwillinge. Beide haben einen großen Tag vor sich: Roxy muss nach New York, um Probe-CDs ihrer Band, bei einem Videodreh loszuwerden und Jane muss ein wichtiges Referat halten, das in ihrem Dayplaner aufbewahrt ist, um das Stipendium für die Oxford-Universität zu gewinnen.
Wie der Tag werden wird? Beide stürzen kopfüber ins Chaos. Sie werden aus dem Zug geschmissen. Der Dayplaner geht verloren. Janes Outfit unterliegt mehreren Schmutzattacken. Die Chinesische-Schwarzkopierer-Mafia, allen voran eine chinesische ‚Donna' und ihr nicht-chinesischer Adoptivsohn, der zwanghaft versucht chinesisch zu sein, sind hinter ihnen her, wegen eines Chips, den der Hund einer Senatorin frisst, die im Oxford-Ausschuß sitzt und deren Sohn sich in Roxy verliebt...
Ansonsten spielen noch ein Fahrradkurier, der Jane ins Auge gefasst hat, mehrere ausgeflippte Friseurinnen, Jack Osbourne, der sein Leinwand-Debüt gibt und ‚I love New York' T-shirts eine Rolle. Und zu allem Überfluss ist auch noch der ausgeflippte Lomax (Eugene Levy), ein Beamter der Schulbehörde, der die langjährige Schulschwänzerin Roxy endlich stellen will, hinter ihnen her.
Ach ja, zufälligerweise begegnet ihnen ihr ehemaliger Serienvater aus Full-House mitten in New York.
Plötzlich sind die beiden ungleichen Schwestern jedenfalls aufeinander angewiesen und überwinden natürlich ihre Unterschiede. Schwesterliebe siegt.
Die Story hebt völlig ab und der Weg der beiden führt geradeaus ins Surreale und ins Nicht- Nachvollziehbare. Dabei werden alle Klischees bis zum geht nicht mehr ausgereizt.
Wie alles ausgehen wird ist aber von Anfang an sonnenklar. Beide finden einen zuckersüßen Freund, Jane bekommt ihr Stipendium, Roxy und ihre Band einen Vertrag... und alle leben glücklich bis an ihr Lebensende.
Regisseurin Dennie Gordon bekannt für Mädchen-Filme ("Ally McBeal", "What a Girl wants") schuf mit ihrem neusten Werk erneut einen Mädchen-Film.
"Das Skript enthält alle Elemente, die wir uns für unseren ersten Kinofilm wünschen: Action, Comedy und Herz", so Mary-Kate. Moralpredigten gibt es nicht, jedoch versucht man den jungen Zuschauern jede Menge Werte zu vermitteln. Man wird unterhalten und entflieht für knapp zwei Stunden seinem eigenen Teenager-Problemen.
Die Filmhandlung spielt an nur einem Tag, was große Probleme mit sich bringt: Anschlüsse, Licht... Doch für die kleine Produktion wurden große Geschütze aufgefahren. Kameramann Greg Gardiner verwendete die Digital-Intermediate-Technologie um während der 47 Tage andauernden Drehzeit die Bilder farblich aufeinander abzustimmen und so für kontinuierliches Tageslicht zu sorgen. Abgesehen davon werden die Möglichkeiten der Verwendung von Splitscreens, Zeitraffersequenzen und Helikopterflügen über New York völlig ausgeschöpft.
Am Ende ist es ein perfekter Film für alle pubertierenden, weiblichen Teenager, nicht nur, weil die Mädels 10 Mal die Kostüme wechseln dürfen. Mary-Kate-und-Ashleigh-Fans kommen einmal mehr vollkommen auf ihre Rechnung.
Gesehen von Kathrin Metzner
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Eine andere Liga 99 Min., D 2004 REGIE: Buket Alakus |
Regie: Buket Alakus
Kinostart: 20. Oktober 2005
Der Film "Eine andere Liga" von Buket Alakus involviert gekonnt das Thema "Brustkrebs", wodurch er zu einem anspruchsvollem Teeniefilm wird, der jedoch um ein paar Klischees nicht herumkommt.
Die 20-jährige Fußballnärrin Hayat (Karoline Herfurth) erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, was ihr Leben von nun an für immer verändern wird. Dennoch möchte sie so schnell wie möglich in ihr altes Leben zurückkehren und beginnt gegen den Willen ihres Vaters mit dem Training. Jedoch kann sie in ihre alte Mannschaft nicht zurückkehren, da diese bereits einen neuen Kapitän eingesetzt hat. Daraufhin schließt sie sich dem zusammengewürfelten Frauenteam FC Schanze an, welches von dem trägen Trainer Toni (Ken Duken) trainiert wird. Schnell ist jedoch durch Hayat die Motivation bei allen geweckt und das Training kann beginnen. Toni versucht Hayats Herz zu erobern und lässt sich auch durch ihre abweisende Haltung nicht abschrecken. Hayat hat vor allem Angst vor Tonis Reaktion auf ihren körperlichen Makel und ist hin- und hergerissen, da sie ebenfalls eine gewisse Zuneigung zu ihm verspürt. Der Kampf um Liebe und Leben beginnt.
Karoline Herfurth ("Mädchen, Mädchen") hat sich mittlerweile zu einer ernsthaften Schauspielerin gemausert. Man nimmt ihr durchaus die zugleich zerbrechliche und starke Rolle ab. Der ganze Film erinnert ein bißchen an "Kick it like Beckham", was jedoch an dem Thema Fußball und der Liebe zum Trainer zu liegen scheint. Ansonsten unterscheidet er sich schon allein durch die Ernsthaftigkeit des Themas „Brustkrebs". Jedoch kommt der Film um die beliebten Teenie-Klischees nicht herum. Da gibt es zum einen das Team FC Schanze, welches aus den typisch gegensätzlichen Charakteren besteht und nicht einmal ansatzweise in der Realität eine Chance hätte, in einem Ligaspiel bestehen zu können. Dann natürlich der Macho Toni mit seinem weichen Kern, der es gerade auf das unscheinbare Küken Hayat abgesehen hat. Und der Vater (Thierry van Werveke), der seine Fürsorge extrem übertreibt und Hayat am liebsten einsperren würde. Die Story ist sehr vorhersehbar und man sollte wissen, dass Fußball bei diesem Film reine Nebensache ist und es vor allem um das Erwachsenwerden geht. „Eine andere Liga" ist ein netter Film für Jugendliche, jedoch keine Pflicht.
gesehen von Sonja Dressel
Aage Rais-Nordentofts klammheimliche Beobachtung einer sinnlichen Faszination.