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Nun betrifft es angeblich auch den Kreativchef des Konzerns, der so niedliche Filme wie "Findet Nemo" und "Toy Story" kreiert hat. Man kann es kaum fassen, aber es vergeht momentan kaum eine Woche, in der keine neuen Fälle sexueller Übergriffe gemeldet werden. Die #metoo Debatte und der damit verbundene Mut von Opfern, Übergriffe zu melden, hat nun scheinbar die Animationsfilmbranche erreicht.

 

Der Animationskünstler John Lasseter, in Animations-Fachkreisen eine Ikone, war von seinem Job bereits seit November 2017 suspendiert, ohne dass dafür aber konkrete Gründe veröffentlicht wurden. Inzwischen wird darüber spekuliert, dass seine stets innigen Umarmungen bei Begrüßungen und Verabschiedungen der Grund gewesen sein könnten.

 

Zu einem Zeitpunkt, als bei Pixar eigentlich nur Programmierer beschäftigt waren, war Lasseter der erste Animationsspezialist im Unternehmen. Er führte die Regie bei Animationshits wie Toy Story, A Bug’s Life, und Toy Story 2. Nachdem Disney 2006 Pixar aufgekauft hatte, wurde er auch Kreativchef bei Disney.

 

In einem Schreiben an seine Mitarbeiter-innen sprach er von eigenem Fehlverhalten, welches er bedaure und welches einigen Menschen ein ungutes Gefühl gegeben hätten, nicht respektiert worden zu sein. Welche Vorfälle ihm ganz konkret zur Last gelegt werden, ist nicht bekannt, doch die Schwere sei in keiner Weise vergleichbar mit Tätern wie Harvey Weinstein oder Bill Cosby. Er wird Pixar noch bis Ende 2018 beratend zur Verfügung stehen, dann wird er endgültig Disney und Pixar verlassen.

 

(Bild: Das Foto ist eine Artikelillustration und steht in keinem Zusammenhang mit den genannten Personen und Unternehmen)

 

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