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Daten

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94 Min., Deutschland 2004

REGIE: Ayse Polat
DREHBUCH: Ayse Polat
KAMERA: Patrick Orth
SCHNITT: Gergana Voigt
DARSTELLER: Maria Kwiatkowsky, Pinar Erincin, Luk Piyes

 

Regie: Ayse Polat

Kinostart: 09. Dezember 2004

Alice wird als 16jähriges Mädchen in ein katholisches Erziehungsheim gesteckt. Ihre Mutter hatte sie mit 16 Jahren gezeugt und weiß nicht, wer der Vater ist. Alice ist ein introvertiertes scheues Mädchen, das unter Hyperakusis leidet, also die Umgebungsgeräusche sehr viel intensiver und aufdringlicher wahrnimmt. Sie wird schnell zur Außenseiterin im Heim, nur Berivan, ein kurdisches Mädchen, schließt mit ihr Freundschaft. Diese Freundschaft wird allerdings vor allem durch Alices Verhalten gefährdet. Sie weiß als einzige, dass Berivan sich eigentlich illegal in Deutschland aufhält, da sie sich auf der Flucht - ihre Eltern sind beide tot - kurzzeitig in Rumänien aufhielt. Berivan verliebt sich in einen Jungen, den Alice aus früheren Zeiten kennt. Alice wird eifersüchtig und droht ihr, das Geheimnis an Schwester Clara, die Aufseherin des Heims, zu verraten. Die Situation eskaliert schließlich.
Die Thematik des Films ist originell, wirkt allerdings etwas konstruiert. Auf der Tonebene sind sehr gute Ansätze zu finden, die man durchaus noch umfangreicher und intensiver hätte gestalten können, besonders in Hinblick auf die Hyperakusis. Die schauspielerische Arbeit ist in Anbetracht der "newcomer"-Besetzung gut gelungen, ein paar Szenen wirken leider ein bisschen lächerlich. Alles in Allem handelt es sich aber um ein gelungenes Stück deutschen Film, der sich in seinem Segment behaupten kann.
Fazit: eine von Emotionen getragene Geschichte, die interessant anzuschauen ist, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, einem aber lange im Gedächtnis bleibt. Ayse Polat hat es geschafft, die Thematik sehr gut auf die Leinwand zu bringen.

 

Gesehen von Daniel Betz

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