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Festival-Chefin  Diana Iljine mit der Regisseurin des Eröffnungsfilmes, Claire Denis

 

Diana Iljine, die Leiterin des Filmfests München konnte rund 1.500 Gäste begrüßen. Sie versprach ein herausragendes Programm und bevor der Eröffnungsfilm "Un Beau Soleil Intérieur" von Claire Denis begann, begrüßten noch zwei der Hauptträger des Filmfests, Staatsministerin Ilse Aigner und Oberbürgermeister Dieter Reiter die geladenen Gäste.

 

Regisseurin Claire Denis zeigte sich berührt, ihren Film vor einem so großen Publikum in München zeigen zu können und brachte auch ihre Kamerafrau, Agnès Godard mit nach München.

 

Eindrücke vom roten Teppich

 

 

"Un Beau Soleil Intérieur" (Eröffnungsfilm)

Der Film erzählt, hochkarätig besetzt u.a. mit Juliette Binoche und Gerard Depardieu, kleine Episoden aus dem suchenden Leben einer Frau in den besten Jahren, die vor allem die Liebe ihres Lebens sucht, aber nicht findet. Jeder Mann, dem sie von ihrer jeweils problematischen aktuellen Beziehung erzählt, rät ihr dringend ab, weil er eigenlich lieber selbst mit ihr zusammen kommen möchte.

 

Sicherlich hat die Regisseurin damit ein bestimmtes Lebensgefühl recht gut erfasst, einen Zustand, eine Grundstimmung. Über weite Strecken wabert der Film dennoch im Ungefähren, damit wird der Grundzustand der Hauptprotagonistin ein wenig auch zur Dramaturgiegrundlage des ganzen Filmes. Wäre da nicht das Spiel von Juliette Binoche und ihrer Spielpartner, es würde einem wohl schwerfallen, die 94 Minuten dabei zu bleiben.

 

Dass die Hauptfigur eine Künstlerin ist, die im Galeristen-Milieu zwischen lauter intellektuell daher fabulierender Menschen unterwegs ist, kann man gerade so glauben, auch dass diese hochemanzipierte Frau doch in so tradierten Mustern sucht und denkt. Dass ihre 10 jährige Tochter über die Dauer des Filmes scheinbar beim Ex-Mann weilt, bedeutet indirekt, dass all die Liebschaften in einer Woche stattfinden, was man sich kaum vorstellen kann.

 

Gegen Ende landet sie bei einem Wahrsager, gespielt von Depardieu, der ihr, wie schon die anderen Männer, von der aktuellen Liebe abrät und sich indirekt selbst ins Spiel zu bringen versucht. Am Ende ist die Hauptfigur am gleichen Ort wie zu Beginn, der Film irgendwie auch.

 

Nach dem Film erklärte die Regisseurin, dass der Film eigentlich ernster gedacht gewesen und durch das hervorragende Spiel der Schauspieler zu einer Tragikomödie geworden sei. Zudem sei für sie, die eher auf Bildsprache setze, ungewöhnlich gewesen, dass in einem Film so viel geredet wird.

 

Roter Teppich beim Eröffnungsfilm

 

Beim anschließenden Empfang im Bayerischen Hof nutzten viele der prominenten Gäste den roten Teppich zu einer Blitzlicht-Dusche, ansichts tropischer Temperaturen nicht wirklich eine Abkühlung. Das Who is Who, nicht nur der bayerischen Filmszene feierte in den Veranstaltungssälen des Bayerischen Hofes bis in die frühen Morgenstunden.

 

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